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Von Waschweibern & klingenden Steinen Mystery Cache

This cache has been archived.

vigilantia: Hallo Keltenblut,
Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert und/oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.
Denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln.
vigilantia
Volunteer Reviewer for geocaching.com

Hello Keltenblut,
Unfortunately, until today the cache was not reactivated and/or no specific activation date was given. Therefore, the final archiving of this cache took place today.
If you would like to place a cache at this location again, you are of course welcome to submit a new listing for review.
Please remember to remove any geo-garbage (cache containers, intermediate stations).
Greetings
vigilantia
Volunteer Reviewer for geocaching.com

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Hidden : 4/20/2018
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   large (large)

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Geocache Description:


Von Waschweibern, klingenden Steinen & der Kraft des Wassers

Die Bundesstraße 313, von Engstingen über die Haid führend, senkt sich bei der hintern Burg (Haideck) hinunter in ein trockenes Hochtal (Dirnental) mit einem sich nach und nach bildenden kleinen Wasserlauf, der dann oberhalb von Trochtelfingen zwischen der Burg und dem Burgstallüberraschend schnell zu der aus feuchtem Grund quellenden Seckach wird. Kaum hundert Meter weiter steht die erste der vier einstigen MahlmühlenTrochtelfingens, die Obere oder Äußere Mühle. Die Räder stehen still wie bei allen ehemaligen Seckachmühlen. Noch rauscht der Bach an ihnen vorbei, noch weisen Straßen- und Gassennamen den Weg zu ihnen und alte Flurnamen und Urkunden zeugen von ihrem einstigen Dasein.
Auch die vielen Brunnen die es im Stadtgebiet gab sind ein Zeichen dafür das sich die Trochtelfinger nie sorgen machen mussten das die Seckach einmal versiegen würde. Der wohl bekannteste Brunnen in der Stadt ist der in der Tat eher unscheinbare Stadtbrunnen. Auf ihm steht der Heilige Mauritius, der die Stadt vor Viehseuchen schützen soll.
Die Zahlreichen Waschhäuschen, Mühlen und sogar ein Badhaus entlang der jungen Seckach zeugen von der nicht versiegenden Kraft des Wassers.
Für diejenigen unter uns die noch etwas Wissenswertes zur Nutzung der Wasserkraft in Trochtelfingen lernen wollen habe ich euch einen kleinen Auszug hier im Listing zusammengestellt.

Zu den Mühlen


*Stadtmühle:
    Die Stadtmühle war eine Getreidemühle die 1504 als Pachtmühle der Grafen von Werdenberg entstand. 1534 übernahmen die Fürsten zu Fürstenberg und 1806 die Fürsten zu Hohenzollern/Sigmaringen die Mühle. Seit 1847ist die Mühle unter vielen Müllern als Erblehenmühle genutzt worden und 1962 stillgelegt worden. In den Folgejahren ist sie zu einem Wohnhaus umgebaut worden.


*Mittlere Mühle:
    Die Mittlere Mühle steht wenn auch umgebaut in der Mühlgasse und kann von GC7M3MT gut gesehen werden. Die „Hintere“ Getreidemühle wurde 1671 als Pachtmühle erwähnt. Wie auch die Stadtmühle wurde diese ab 1847 in Erblehen bis zur Stilllegung 1965 durchgehend von Müllern mit den Namen Klingen,- oder Roggenstein betrieben. Somit ergibt sich wohl auch ein Zusammenhang warum diese Namen im Flecka sehr oft vorkommen.


*Äußere Mühle:
    Wie eingangs schon erwähnt ist die Obere Mühle die erste wenn man von Reutlingen her kommend nach Trochtelfingen rein fährt. Sie wurde um 1316 (-600E) das erste Mal erwähnt. Seit 1847 wurde auch diese Mühle in Erbpacht bis zur Stilllegung 1951 durchgehend von Müllern namens Klingenstein betrieben.


*Untere Mühle:
    Die 1316 erstmals erwähnte Getreidemühle steht am südlichen Ende Trochtelfingens bei der heutigen Forellenzucht/Pferdehof unterhalb des Hennenstein. Im Gegensatz zu den anderen drei Getreidemühlen wurde diese Mühle seit 1802 in Erblehen betrieben. 1952 wurde der Mühlbetrieb aufgegeben und diese Mühle zur Sägemühle umgebaut. 1990 wurde der Betrieb dann gänzlich eingestellt.


*Obere Ölmühle:
    Die obere Ölmühle stand einst an der südlichen Zufahrt zuTrochtelfingen und wurde 1956 abgerissen.


*Untere Ölmühle
    Über die Untere Ölmühle ist leider nicht viel bekannt außer das sie 1763 (-1300N)in einem Rechtsstreit erstmals erwähnt wurde und in direkter Nachbarschaft zur unteren Getreidemühle gestanden haben soll.


*Sägemühle:
    1952 wurde die Untere Getreidemühle zur Sägemühle umgebaut und 1990 stillgelegt.


*Pulver/Gipsmühle:
    Den Erzählungen nach stand diese Mühle beim Steinernden Brückle (GC6G96B). Leider ist über die Pulvermühle nicht mehr bekannt.

Zur Nutzung (der Kraft) des Wassers der Seckach


*Pumpenhaus bei der Stadtmühle:
    Im achtzehnten Jahrhundert wurde von diesem Pumpenhäuschen in dem sich auch eine Zweigquelle befindet das Wasser zum Schlossbrunnen hinauf gepumpt. Erzählungen nach gibt es einen Wartungstunnel vom Schloss hinunter zum Brunnenpumphaus, andere Erzählungen besagen das dieser Tunnel zum Haus des Schafrichters führt. Fakt ist aber das die Leitung und der Gang auf Karten aus dieser Zeit auftauchen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde bis 1910 von diesem Pumpenhaus Wasser in den Hohen Turm gepumpt um die Brunnen in der Stadt über Fallleitungen zu speisen. In etwa um 1910 wurde das Pumpenhaus umgebaut. Es sollte nun Strom für die Stadtmühle und sage und schreibe 21 Haushalte erzeugt werden, eigens dafür wurde ein 5,50m (im Durchmesser) großes Wasserrad und ein Generator eingebaut. Leider war der Durchfluss der Seckach zu Gering und das Vorhaben wurde eingestellt. Auch in Etwa zu dieser Zeit wurden die mindestens 500m³ fassenden Wasserreservoirs am Vogelberg und Tannenhard gebaut.


*Waschhäuser:
    Das mittlere Waschhaus (dort wo auch der Cache steht) ist heute eine Scheune. Man erkennt vor Ort aber immer noch die Grundzüge des Waschhauses. Es stand zwischen der inneren und äußeren Stadtmauer. Das obere und untere Waschhaus sind leider nicht leider nicht mehr präsent, sie waren aber zwischen Stadtmühle und dem heutigen Brauhaus links der Seckach.


*Badhaus:
    Den Erzählungen nach soll das Badhaus am Wassertor an der Stadtmühle gestanden haben.


*Brunnen:
Wie in der Einleitung erwähnt hat Trochtelfingen stetig Wasser zur Verfügung. Deshalb entschloss sich das Bürgergremium Ende des Neunzehnten Jahrhundert gegen die Planung des Interessenverbandes der eine Hauswasserleitung vom Bodensee ins Unterland bauen wollte. Stattdessen wurde 1879 mit dem Umbau des Pumpenhäuschens und dem Bau des Reservoirs im hohen Turm begonnen. Ab 1906 wurde dann aber auf Druck der Bevölkerung Trochtelfingen in Teilen an die Hauswasserleitung des Verbandes angeschlossen. Zu sehr großen Teilen Bezieht Trochtelfingen dennoch aus der 1595 erschlossenen Quelle der Seckach. Im Zuge des Umbaus vom Hohen Turm und der Pumpstation entstanden zahlreiche Brunnen in der Stadt die über Fallleitungen gespeist wurden. Heute deuten oft nur die Plätze auf denen sie gestanden sind darauf hin (wie in der Schlossgasse, vor dem Käppele in der Vorstadt oder der Platz vor der evangelischen Kirche). Heute erhalten sind der Brunnen am heutigen Rathaus der schon im zwölften Jahrhundert dort gestanden haben soll und der schon erwähnte Mauritiusbrunnen, der einst als Stadtbrunnen vor dem heutigen Gasthof „Greifen“ gestanden hat. Der Mauritiusbrunnen wird auch heute noch über eine Fallleitung direkt mit dem Wasser aus der Seckach gespeist.


Zum Cache


Nun genug zum Einblick zur Geschichte.


Der Cache befindet sich inmitten urbanen Raums N 48°18.??? ; E 9°14.???, ich bitte euch von der nächtlichen Suche abzusehen. Auch wenn der Owner des Grundstücks und die direkten Nachbarn Bescheid wissen, ist es erforderlich eine kleine Runde durchs Städtle zu machen und das könnte im Schein von Taschenlampen unter Umständen zu einem Einsatz der „Schwarzkittel“ führen. Wie auch bei GC7M3MT findet ihr alles was ihr braucht am und im Cache. Die Cords befinden sich im Listing und auch ein zwei Hinweise. Die Cords befinden sich jedoch nicht an der Quelle (der Seckach) und wer den Weg zur Quelle nicht kennt findet wie beschrieben alles am und im Cache. Geht mit der Mechanik bitte behutsam um, auch wenn alles solide verbaut sein sollte. Macht das Licht wieder aus und verschließt alles in richtiger reinfolge. Wenn es wider erwarten doch Probleme mit dem Cache gibt, schreibt mir eine kurze Mail/ Log oder nutzt den Plan B vom GC7M3MT, bitte klingelt nicht beim Grundstücksbesitzer. Ihr könnt wenn die Mechanik versagen sollte die rechte mittlere Dachschindel mit einem "T20iger" öffnen, so könnt ihr wenigstens loggen. Kontaktiert mich aber in jedem Fall das ich zur Reparatur ausrücken kann. Viel Spaß beim Rätseln. Ich freue mich über viele schöne Logs und wenn ihr mögt auch über ein Schleifchen.


Ich bedanke mich beim Owner des Grundstücks auf dem ich den Cache installieren durfte und beim Geschichts- und Heimatverein für die Informationen rund um unsere Seckach. Bildmaterial arbeite ich nach und nach in die Beschreibung mit ein (sobald ich die Einwilligungen zur Veröffentlichung von den Eignern erhalten habe).

Additional Hints (No hints available.)