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Haus der 1000 Gesichter Traditional Cache

Hidden : 5/2/2018
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Mit diesem kleinen Tradi möchte ich auf das gegenüberliegende Gelände und deren Geschichte aufmerksam machen

Bild mit Burggraben

Von der Slawenburg zur Jugendanstalt

Ca. 950

Errichtung einer Slawenburg Hierbei wurde der Burggraben sowohl um als auch durch die Burg gezogen Südlich von der Burg war  ein Sumpf und Moor, das Urmeer.

1293 - 1297

Die Burg – Strelitz wurde vom Bauherrn Ulrich I. Graf von Lindow gebaut. Die Zweiteilung des Burggeländes wurde hierbei ausgenutzt

1711 - 1713

Der Berliner Architekt Domenico Pelli entwirft ein neues Barockes Schloss, er beziffert die Kosten auf 65000 Reichstaler

1712

Ein Totalbrand vernichtet das Residenzschloss von Herzog Adolf Friedrich III in Strelitz. Es war umgeben von Wassergräben, Sumpf und Wald. Eine Feuerbrunst legte es in der Nacht zum 25.10 in Schutt und Asche. Mit dem Bauschutt wurde ein Teil des Burggraben und der Graben zwischen den Teilen zugeschüttet

1792 - 1805

Eine Mauer wurde auf dem Gelände errichtet

1798

Herzog Carl verfügt per "Landes - Verordnung" den Bau eines  Landarbeitshauses in Strelitz. Auf dem Zinow'schen Felde werden Feldsteine für den Gefängnisbau ausgegraben und gesprengt Die furchtbaren Folgen des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) hatten ihn dazu gezwungen. Die Zahl der "Armen, Bettler, Spitzbuben und des unverbesserlichen arbeitsscheuen Gesindels" war im benachbarten Preußen derartig stark angestiegen, dass dort als Gegenmaßnahme Arbeits- und Zuchthäuser errichtet wurden. Die Bettler und Vagabunden fürchteten sie und wanderten aus. Sie zogen in andere Länder und erreichten vor allem Mecklenburg-Strelitz.

1805

Das neue Gefängnis endlich fertig und Herzog Carl widmete es durch eine "Landes-Constitution" unter dem Namen "Land-Arbeits- auch Zucht- und Irrenhaus" seinem öffentlichen gemeinnützigen Zweck. Damit war es nicht nur eine Strafanstalt für Männer und Frauen, sondern auch ein Verwahrort für psychisch Kranke. Schon bald galten die Zustände als katastrophal. Wegen der gemeinsamen Unterbringung von "Wahnsinnigen" und Verbrechern gab es zahlreiche Beschwerden.

1834

Bau der Berliner Chaussee ( ein Teil der heutige Wilhelm-Stolte-Straße) Der heutige Sportplatz in Alt Strelitz war früher der Schulenberg und dieser wurde für den Bau abgetragen

1863

Großherzog Friedrich Wilhelm plant die Trennung von Irren- und Zuchthaus. Das Vorhaben wird nicht verwirklicht

1902

Räumliche Trennung von psychisch Kranken und Verbrechern. Die psychisch Kranken erhielten in Domjüch eine eigene Anstalt. Die Strafanstalt fungierte weiter als Landarbeits- und Landarmenhaus sowie Zuchthaus und Gefängnis-Station. Am 31. Dezember 1902 betrug die Anzahl der Insassen laut "Großherzoglich Mecklenburg- Strelitzschem Staats-Kalender für 1903" insgesamt 36 Personen, 32 männliche und vier weibliche. Entsprechend der Zeitverhältnisse stieg oder sank ihre Zahl.

1926

geriet die Strafanstalt zum ersten Mal über die Landesgrenzen hinaus in die Schlagzeilen. Am 15. Februar 1926 wurde auf dem Gefängnishof der Landarbeiter Josef Jakubowski aus Palingen bei Schönberg hingerichtet. Damit hatte Mecklenburg- Strelitz die erste Hinrichtung im eigenen Land. Das vollstreckte Todesurteil erwies sich bald als Justizirrtum.

1931

Eingemeindung der bis dahin selbständigen Stadt  Strelitz nach Neustrelitz als Stadtteil Alt Strelitz

1934

Der Zusammenschluss von Mecklenburg- Strelitz mit Mecklenburg-Schwerin zum Gau Mecklenburg-Lübeck. Das hatte Auswirkungen auf die administrative Verwaltung der Strafanstalt. Sie erhielt den Namen "Landesanstalt Neustrelitz- Strelitz" und war fortan eine Zweiganstalt des Landesfürsorgehauses Güstrow.

1938

Am 2. September 1938 bekam sie den Straßennamen "Friedrich-Hildebrandt- Straße" und die Hausnummer ,,2a„ beigelegt. Dadurch sollte bei der Beurkundung von Geburts- und Sterbefällen die Anstalt als solche nicht gleich erkennbar sein. Als im November 1938 in Strelitz-Alt die Synagoge brannte und die Verfolgung der jüdischen

1938      Einwohner ihren Lauf nahm, wurden die meisten von ihnen in sogenannte Schutzhaft genommen und in dieses Gefängnis gesteckt. Vor dem Zweiten Weltkrieg beginnen Umbauarbeiten: I. Obergeschoss wird Station für "männliche asoziale Lungenkranke"; 2. Obergeschoss Unterbringung von "unzurechnungsfähigen bzw. beschränkt zurechnungsfähigen Rechtsbrechern"; das große Haus wird als Abt. III, Abt. Heil- und Pflegeanstalt, bezeichnet.

1945

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm der russische 1945 Geheimdienst NKWD die Haftanstalt in Beschlag und führte sie als Straflager "Gefängnis Nr. 5". Viele Frauen und Männer überlebten ihre Inhaftierung nicht.

1947

Die Deutschen übernahmen die Strafanstalt offiziell wieder am 7. August 1947. Die Gebäude waren in fast unbrauchbarem Zustand

1948

Im Januar saßen 140 Strafgefangene ein. Eine Kommission besichtigte die gesamte Anstalt und stellte fest, dass alle Häuser dringend renovierungsbedürftig sind. Die Landesbauverwaltung erteilte der Strafanstalt die Erlaubnis, aus der Neustrelitzer Schlossruine Rundeisen und Radiatoren zu erwerben. Im Juni betrug die Zahl der Gefangenen bereits 400. Es folgten notwendige Dachinstand-setzungs- und Außenputzarbeiten an verschiedenen Gebäuden. Im Zuge der Enttrümmerung von Strelitz- Alt wurde der Schlossgraben zugeschüttet

1959

Errichtung des Gedenksteines für Josef Jakubowski

1976

Das Südtor wird zugemauert

1982

Mauerneubau mit Fertigteilen teilweise vor der alten Mauer

1999

Setzen des Gedenksteines für Insassen des NKWD - Lagers

2001

Leerzug des gesamten Komplexes, Suche nach einem Käufer

Additional Hints (No hints available.)