Vom Glauben und Wissen…
Margarete: Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.
Faust: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut,
Für meine Lieben ließ‘ ich Leib und Blut,
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.
Margarete: Das ist nicht recht, man muss dran glauben.
Faust: Muss man?
Die Frage nach dem „rechten Glauben“ und der Religion beschäftigt Menschen und Literatur schon immer. Auch Goethe und seinen Faust. Eine finale Antwort gibt es nicht, was in der Natur der Sache liegt. Darum heißt es ja auch „glauben“ und nicht „wissen“.
Doch wir wissen Folgendes:
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Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen ist Mitglied einer monotheistischen Religionsgemeinschaft (Katholizismus, Orthodoxie, Islam, Evangelische Kirche, Alewiten, Judentum).
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Jesus ist in all diesen Religionen eine wichtige Figur.
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Jede dieser Religionen beschäftigt sich u.a. mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, mit der Frage nach dem Guten Leben und mit der Frage, was nach dem Tod passiert.
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An der KPH Wien-Krems werden LehrerInnen in Europas einzig ökumenisch geführter Pädagogischer Hochschule in all diesen Religionen ausgebildet.
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In jeder dieser Religionen ist die Unterstützung von Schwächeren und Armen wichtig.
Insofern passt das gut zur FairTrade Region, in der Sie gerade sind. Die Region Bucklige Welt- Wechselland wurde im Jänner 2013 als erste FairTrade Region Niederösterreichs ausgezeichnet, weil sich hier besonders viele Menschen und Gemeinden für ein gerechtes Miteinander auf globaler Ebene engagieren1. Cool, na ? Denn gerade auf globaler Ebene gibt es große Wohlstandsunterschiede, die jene innerhalb eines Landes bei weitem übertreffen.
In der Region engagieren sich auch viele Pfarren und Pfarren zugehörige Gruppen für eine faire Welt, z.B. Jungschargruppen, Pfarrinitiativen oder die Katholischen Frauenbewegung.
Ein wichtiges Thema ist z.B. die Herkunft von Grabsteinen. Schätzungen zufolge kommen rund 30% der Grabsteine in Österreich aus Indien und werden dort unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert2 (Siehe auch QR-Code). Ausbeuterische Kinderarbeit und unfaire Arbeitsbedingungen widersprechen jeder dieser angeführten Religionen.
Es gibt auch bereits ökumenische Kirchen, wo verschiedene christliche Richtungen gemeinsam Gottesdienste begehen. Unseres Wissens gibt es noch keine interreligiöse Kirche, wo z.B. der Islam, das Judentum und/oder das Christentum gemeinsam feiern, doch z.B. die Kirche in der Gemeinde Halden in der Schweiz ist auf dem Weg dahin3.
Wir enden mit einer weniger bekannten und doch global verbreiteten Religion. Die Bahá’í haben einen universellen & integrativen Glauben, wie auch folgendes Zitat zeigt:
„Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.“4
Oder kurz und bündig: «Ich bete darum, dass sie alle eins seien»5
Das letzte Zitat ist von Jesus Christus. Er hätte wohl den fairen Handel unterstützt…
Mehr Infos zu unserer fairen Region finden Sie hier: www.buckligewelt-wechselland.at
Der Cache wurde von Südwind NÖ entwickelt und im Auftrag des Regionalen Bildungswerks Bucklige Welt gemeinsam mit den Jungs vom USC Krumbach ausgelegt. Vielen Dank an die 10 - 13 jährigen Kicker und ihre Trainer!