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Die erste letzte Reise Multi-Cache

This cache has been archived.

AR-Team: Die Welt steht selten still – und das gilt umso mehr für die Themen, die in diesem Cache behandelt werden.
Dank an jeden Cacher der sich auf den Weg gemacht und sich die Geschichte angeschaut hat.
Mit Schwermut ist es Zeit für dieses Listing ins Archiv zu gehen, um Platz für weitere Blickwinkel auf die Geschichte zu machen.

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Hidden : 2/5/2018
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Die erste letzte Reise

Der Cache führt euch in die Zeit der Naziherrschaft. Zusammen mit der kleinen 10-jährigen Selma folgt ihr dem Leidensweg der Gießener Juden ca. 4,5 Kilometern durch Gießen. Am besten ihr parkt in der Nähe von Station 1. Die Parkplatzsuche in Gießen ist zuweilen etwas sehr schwierig, achtet auf die Parkscheinautomaten, Ausweichmöglichkeiten zum Parken gibt es auch hinter dem Bahnhof in der Lahnstraße.

Station 1: Judenhäuser
N 50° 34.720 E 8° 39.830

Herbst 1940. Die kleine Selma ist 10 Jahre alt. Sie sitzt am Fenster ihrer „neuen Wohnung“. Eigentlich ist es ja nur ein Zimmer, das sie mit ihren Eltern teilt. In einem anderen Zimmer dieser Wohnung leben die Großeltern und Selmas Onkel. Die weiteren Zimmer werden von anderen jüdischen Familien bewohnt. Selma hält ihre Puppe Sarah fest an sich gepresst. Früher hatte Selma viele Puppen. Aber sie durfte nicht alle Sachen mitnehmen, als sie im Sommer hierherziehen mussten. Nur ein paar ihrer Lieblingssachen durfte Selma behalten. Selma denkt an das kleine Haus mit dem schönen Garten, dass ihre Familie früher besessen hatte. Sie denkt an ihre Schaukel und daran, wie viel Spaß sie immer hatte, wenn sie mit ihren Freundinnen im Garten gespielt hat. Hier hat Selma keine Freundin, außer Sarah. Auf der Straße laufen drei Kinder vorbei, die mit ihren Ranzen von der Schule kommen. Sie tragen keinen gelben Stern an ihrer Kleidung. Nicht so wie Selma und ihre Familie. Selma weiß, dass der gelbe Stern an ihrer Kleidung nichts Gutes für sie bedeutet.

Dann kam der 10. November 1938. Selma kann sich noch genau erinnern, als plötzlich die Gestapo vor der Tür stand. Damals hatte sie furchtbare Angst, denn die Polizisten traten einige Möbel kaputt und schlugen ihren Vater. Als die Mutter ihm helfen wollten, schlugen sie sogar die Mutter. Sie haben den Vater mitgenommen und in das KZ Buchenwald gebracht. Dort musste er so lange bleiben, bis er sich bereit erklärte, das Haus der Familie zu verkaufen. Am 30. April 1939 trat ein Gesetz in Kraft, dass die Zusammenlegung jüdischer Familien in sogenannte „Judenhäuser“ vorbereitete und ihren Räumungsschutz aufhob. Die Nachbarfamilie hat dann das Haus von Selmas Familie für ihren Sohn gekauft. Selma erinnert sich daran, dass der Vater zur Mutter sagte: „Das Geld, was wir für das Haus bekommen haben, reicht nicht einmal dazu, auszuwandern. Es sind nicht mal 20% vom eigentlichen Wert.“ 1940 sind sie hierhergezogen.

Die Juden werden bis 1941 enteignet und verlegt.  Weitere „Judenhäuser“ waren im Nachbarhaus, in der Liebigstraße 33 und 37, der Marburger Straße 44 und im Asterweg 53.

Immer mehr Kinder kommen von der Schule nach Hause. Selma denkt an ihre Einschulung vor vier Jahren zurück. Sie hatte eine große Zuckertüte und einen schönen, neuen Lederranzen. Der steht nun in der Ecke des Zimmers. Selma braucht ihn nicht mehr, denn Selma darf nicht mehr zur Schule gehen. Allen jüdischen Kindern ist der Schulbesuch einer „normalen“ Schule verboten. Selma darf auch nicht oft aus dem Haus gehen. Die Eltern meinen, das wäre zu gefährlich.

Zwei Jahre sind vergangen. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1942. Selmas Mutter versucht, so gut es geht, die Familie zu versorgen. Aber so langsam geht das Geld vom Verkauf des Hauses aus. Das Geschäft ihres Vaters in der Innenstadt wurde, wie viele andere Geschäfte von Juden, in der Pogromnacht zerstört. Danach fand der Vater keine Anstellung mehr. Oma sagte immer: „Nur weil wir Juden sind...“ Selma versteht nicht, was so schlimm daran ist, jüdisch zu sein. Es ist Frühling. Gerne wäre Selma nun draußen, aber das wird immer gefährlicher. Wie so oft sitzt Selma, mit Sarah am Fenster und beobachtet die Straße. So ist sie auch die Erste, die sieht, dass die Gestapo vor dem Haus hält. Selma bekommt Angst. Sie fängt an zu weinen. Und sie hat auch allen Grund dazu. Die Männer von der Gestapo stürmen in das Haus und treiben die Menschen aus jeder Wohnung auf der Straße zusammen. Dabei werden wieder Menschen geschlagen und Einrichtungsgegenstände zerstört. Die Gestapo lässt ihnen nur wenige Minuten Zeit, um ein paar Sachen zu packen.

Auf dem Gehweg sind Stolpersteine. A ist die Anzahl der Stolpersteine einer Gruppe.

Welche Hausnummer hat das Haus. Die erste Ziffer dieser Zahl ist B, die zweite C.

Die Eingangstür des Hauses ist gegenüber dem Nachbarhauseingang einem weiteren „Judenhaus“. Die Anzahl der Facetten der dunklen Eingangstür ist D. Die Anzahl der Holzfacetten der hellen Tür ist E.

Station 2: Synagoge
N 50° 35.{E-E}{A}{D} E 8° 40.{E}{C+A}{B}

In einem langen Zug werden Selma und ihre Familie zusammen mit den anderen Juden durch die Stadt getrieben. Selma hat furchtbare Angst. Sie merkt, dass auch die Erwachsenen Angst haben. Inzwischen hatte man viel über die Lager im Osten gehört. Selma drückt Sarah fest an sich. Leise weint sie vor sich hin. Auch die Mutter weint. Wer nicht schnell genug ist, wird von den Gestapo-Leuten geschlagen. Auf ihrem Weg kommen sie an dem Platz vorbei, wo einmal eine der jüdischen Synagogen (Koordinaten) stand. Selma kann sich noch genau daran erinnern, wie diese am 10. November 1938 brannte. Selma war mit ihrer Mutter auf Besuch bei einer Tante gewesen. Als in der Stadt die Unruhen begannen, machten sie sich auf den Weg nach Hause. Damals kamen sie auch hier vorbei. Die Synagoge brannte lichterloh. Auch die Feuerwehr war da. Selma wunderte sich damals, warum die Feuerwehrleute die Synagoge nicht löschte. Alles was sie taten, war, die umliegenden Häuser mit Wasser zu bespritzen. Heute weiß Selma, dass diese Häuser davor geschützt wurden, dass der Brand auch auf sie überging.

Auf dem Vorplatz des Gebäudes steht ein Gedenkstein. Wie viele Jahre stand hier die Synagoge? Das Ergebnis ist FG.

Unweit ist eine dazugehörige Gedenktafel. Die Nummer der Synagoge auf dem Luftbild ist H.

Wann wurde die neue/alte Synagoge im jüdischen Gemeindezentrum (Burggraben4-6) eingeweiht? Die letzte Ziffer des Jahres ist I.

Station 3: Ghettohäuser
N 50° 3 {I}.{H-G}{F+G}{C+B} E 8° 40.{I+G}{E+A}{I+G}

Als Selma mit ihren Eltern hier ankommt, wird ihre Familie zusammen mit den Großeltern, dem Onkel und mit sechs weiteren Personen in einem Zimmer einquartiert. Von nun an dürfen sie das Haus nur noch ganz selten zu bestimmten Zeiten verlassen, um Einkäufe zu machen. Und dann kann es passieren, dass plötzlich jemand verschwindet oder auf der Straße zusammengeschlagen wird. Selma darf das Haus überhaupt nicht mehr verlassen. Oft hat sie Hunger, denn dann ist das Essen aus. Auch das Geld ist fast alles verbraucht. Selmas Vater lernt nun auch nicht mehr so oft mit ihr Schreiben und Rechnen. Den Schulranzen mit den Büchern haben sie in der Eile in der alten Wohnung zurückgelassen.

Selma bezieht wieder ihren Platz am Fenster und schaut von dort dem Leben auf der Straße zu. Sie selbst hat ja eigentlich kein Leben mehr. Stundenlang sitzt sie mit Sarah am Fenster und schaut hinaus. Sie sieht wie es Sommer wird und erinnert sich an ihre Schaukel im Garten und an ihre Freundinnen. Sie denkt an die Schule und redet mit Sarah. Selmas Mutter weint oft. Und Selmas Großmutter sagt nun oft: „Wir hätten Deutschland verlassen sollen, solange es noch Zeit war.“ Alle Leute im Haus Leben in ständiger Angst. Immer mehr Geschichten von den Lagern im Osten kommen den jüdischen Menschen zu Ohren und immer größer wird ihre Angst. Sie können nicht verstehen, was vor sich geht. Wo sind all die Freunde, all die Nachbarn, mit denen sie sich früher gut verstanden haben? Wo ist jemand, der ihnen hilft? Warum werden sie plötzlich alle so gehasst? Die Situation im Haus wird immer schlimmer. Die Angst, die Enge, die sanitären Zustände, der Hunger, alles ist unerträglich.

Am 14. September 1942 sitzt Selma wie immer mit Sarah am Fenster. Wieder ist es Selma, die als Erste sieht, dass die Gestapo kommt. Diesmal haben sie Busse dabei. Wieder wird das Haus gestürmt, wieder werden Menschen geschlagen, diesmal noch schlimmer als bisher. Wieder haben sie nur wenige Minuten, um ein paar Sachen zu packen. Jede Familie darf einen Koffer, einen Rucksack und Handgepäck mit sich führen. Dann werden alle auf die Straße getrieben und in die wartenden Busse geprügelt. Alle haben furchtbare Angst. Frauen schreien, Kinder weinen. Selma hält Sarah fest. „Hab keine Angst, Sarah, es wird alles gut“, sagt sie. Aber selbst die 12-jährige Selma glaubt nicht mehr wirklich daran, dass noch alles gut wird. Fest hält sie die Hand ihrer Mutter, die leise weint.

Weitere „Ghettohäuser“ befanden sich in der Walltorstraße 48 und in der Landgrafenstraße 8. In diesen 3 Häusern wurden im Jahr 1942 ca. 120 jüdische Menschen zusammengepfercht. (Nach dem Wiederaufbau wurden Häuser in einigen Straßen neu nummeriert.)

Wie viele Etagen mit Balkonen hat das Haus vor dem ihr steht? Dies ist K.

Die Anzahl der Bäume vor dem Haus ist L. Die Anzahl der Pfosten um diese Bäume ist M.

Die Anzahl aller Parkplatzschilder (weißes P auf blauen Grund) am Haus ist N. Anzahl der Behindertenparkplätze am Haus ist O.

Station 4: Sammellager
N 50° 3 {I}.{L-A}{M}{C+L} E 8° 40.{O}{K+N}{M+D}

Im Bus ist es sehr eng. Viele Leute weinen. Selma kann durch das Fenster schauen. Sie sieht ihre Stadt. Lange war sie nicht mehr auf diesen Wegen. Lange hat sie die Straßen nicht mehr gesehen. Immer hat sie nur mit Sarah am Fenster gesessen. Fast vergisst sie ihre Angst, denn es gibt ja so viel Neues zu entdecken. Lange dauert die Fahrt nicht. Der Bus hält. Im ersten Moment freut sich Selma, denn er hält direkt vor ihrer alten Schule. Selma ist immer gerne zur Schule gegangen. Im ersten Moment glaubt sie, dass sie nun wieder die Schule besuchen darf.

Die Türen des Busses öffnen sich. Gestapobeamte treiben die jüdischen Menschen wie Vieh in die Schule. Und dort sieht es auch aus, wie in einem Stall. Im Erdgeschoss und in der Turnhalle ist überall Heu ausgestreut. Dort muss sich jeder ein Plätzchen suchen. Das ist schwierig, denn es sind sehr viele Menschen hier. Selmas Vater hat es aber geschafft, dass sie alle zusammen in einem Raum im Erdgeschoss der Schule sind. Selma setzt sich mit Sarah ans Fenster und schaut hinaus auf den Schulhof. Leise weint sie vor sich hin. Sie denkt an die Zeit, in der sie hier im Unterricht war. Sie denkt daran, wie sie in den Pausen mit ihren Freundinnen auf dem Schulhof gespielt hat. Am liebsten hat sie gesungen. Nun singt hier keiner mehr. Viele Frauen weinen. Die Männer sitzen herum und starren vor sich hin. Selmas Großmutter sagt nur noch: „Das ist das Ende.“ Immer mehr Busse kommen an. Immer mehr Menschen drängen sich in die Räume.

Es ist sehr heiß in den Räumen. Es gibt keine Möglichkeit, sich zu waschen. Die Toiletten sind verstopft und überall stinkt es. Essen oder Wasser sind schwer zu bekommen. Selma hat Hunger und Durst. Ihr einziger Trost ist Sarah. Selma erzählt Sarah immer wieder von ihrem Garten, von der Schaukel, von den Freundinnen. Und immer wieder sagt Selma zu Sarah: „Du wirst sehen, alles wird wieder gut.“ Selma glaubt nicht mehr, dass irgendetwas gut wird. Selma hat Angst. Selmas Mutter weint. Eigentlich ist das alles, was Selmas Mutter noch tut. Die Großmutter hat aufgehört zu reden. Der Großvater sitzt starr auf seinem Platz im Heu. Selmas Vater und der Onkel gehen durch die Räume, um zu sehen, ob noch jemand da ist, den sie kennen.

Zwei Tage sitzen sie nun schon alle da. Es ist der 16. September 1942. Plötzlich halten Autos vor der Schule. Mit lautem Geschrei kommen unzählige Gestapo-Beamte in die Schule. Alle müssen aufstehen. Sie müssen sich aufstellen. Die Mutter nimmt Selma fest an der Hand. Der Vater stützt den Großvater, der Onkel die Großmutter. Selma drückt Sarah an sich. Es dauert nur Sekunden, da werden sie alle mit Gewehren, Schlägen und Geschrei aus der Schule getrieben. Die Koffer bleiben zurück.

Zwischen dem 14. und 16. September 1943 wurden in diesem Gebäude ca. 330 jüdische Menschen aus Gießen und Umgebung zusammengetrieben. Sie wurden in die nationalsozialistischen Vernichtungslager nach Theresienstadt und Auschwitz gebracht. Nur fünf Namen von Überlebenden sind bekannt: Salomon Max Baer, Dina Engel, Ludwig Rosenbaum, Johanna Sander und Louis Stern.

Wieviele Frauen, Männer und Kinder wurden hier zusammengetrieben(Gedenktafel)? Die Anzahl ist PQR. Wieviele der Verschleppten überlebten laut Gedenktafel? Notiere S

Welche Hausnummer hat das Gebäude (Gedenktafel)? Die erste Ziffer dieser Zahl ist T, die zweite U.

Links neben der Gedenktafel ist eine Tür. Die Anzahl der Scharniere der Tür ist V.

Final: Deportation
N 50° 3 {T}.{P+T}{S}{E+L} E 8° 39.{V}{R}{H+Q}

In großer Eile treiben die Gestapo-Beamte und SA-Männer die jüdischen Menschen durch die Straßen. Wer zurückfällt oder aus der Reihe geht wird geschlagen. Auch Schüsse fallen. Aber keiner wagt sich, stehen zu bleiben oder zurück zu schauen. Kinder weinen, Frauen schreien. Immer weiter geht es. Selma kann fast nicht Schritt halten. Ganz fest hält sie Sarah, damit sie ihre Puppe nur ja nicht verliert. Ganz fest hält die Mutter Selmas Hand. Die Mutter weint nicht mehr. Panik steht in ihrem Gesicht geschrieben. Alle haben große Angst, denn jeder ahnt, was nun passiert.

Am Ziel angekommen stehen schon Viehwaggons bereit. In jeden Waggon werden viele Menschen getrieben. Selma kann gar nicht glauben, dass so viele Menschen in einen Waggon passen. Kurz fällt Selma ein, dass sie noch nie eine Reise mit dem Zug gemacht hat. Aber so hat sie sich das nicht vorgestellt. Immer näher kommen Selma und ihre Familie zum Anfang der Reihe. Selma sieht, dass die Männer mit den Gewehren den Leuten die Rucksäcke wegnehmen. Sie werden auf große Haufen am Rande der Gleise geworfen. Selma wundert sich, was sie dort, wo sie hinfahren, wohl anziehen sollen. Nur noch ein paar Leute sind vor ihnen. Selma hat große Angst. Nun kann sie sehen, dass die Leute in verschiedene Züge aufgeteilt werden. Sie hört, wie Kinder nach ihren Müttern rufen. Sie sieht, wie sich die alten Leute an ihre Familienmitglieder klammern. Immer wieder fallen Schüsse. Immer wieder werden Kinder gewaltsam aus den Armen ihrer Mütter gerissen. Die alten Leute werden mit Schlägen zu dem Zug auf dem anderen Gleis getrieben. Selma hält die Hand ihrer Mutter ganz fest. Im anderen Arm hält sie Sarah. Langsam dreht sich Selma um und schaut ins Gesicht ihrer Großmutter. Leise singt diese ein Lied, dass sie Selma immer vorgesungen hat, als Selma noch klein war. Sie lächelt Selma aufmunternd an, aber die Tränen laufen ihr übers Gesicht. Nirgends kann Selma ihren Vater und den Großvater entdecken. Und plötzlich ist es soweit.

Selmas Familie ist ganz vorne in der Reihe. Schon kommt ein SA-Mann und schubst Selma und ihre Mutter in Richtung eines Waggons. Selma sieht, dass dieser schon ganz voll ist. Der Mutter wird der Rucksack weggerissen. Auch er fliegt auf den Haufen. Selma schaut sich um und sieht, dass die Großmutter zum anderen Zug geschubst wird. Der Onkel ist nicht mehr zu sehen. Schon stehen sie am Eingang zum Waggon. Einer der SA-Männer hält Selma fest und lacht. Er reißt ihr Sarah aus dem Arm und wirft sie in den Dreck. Selma will sich losreißen, um Sarah aufzuheben. Aber die Mutter hält sie ganz fest an der Hand. Der SA-Mann gibt Sarah einen Tritt und lacht. Er sagt: „Da wo Du hingehst, brauchst Du keine Puppe mehr.“  Im Waggon ist es heiß und stickig. Selma lehnt sich mit dem Kopf an die Tür. Sie findet einen Ritz zwischen den Brettern. Selma schaut hinaus und ihr Blick fällt genau auf Sarah. Sarah liegt auf dem Boden im Dreck. Selma kann ihr Gesicht sehen. Da setzt sich der Zug Richtung Osten in Bewegung. Langsam laufen die Tränen über Selmas Gesicht. Immer schneller fährt der Zug. Immer kürzer die verbleibende Zeit in Selmas jungem Leben. Selmas erste Reise im Zug sollte ihre letzte sein...

Idee und Grundlage GCNNFA.

Additional Hints (Decrypt)

hagre Fgrvara

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)

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