Umzug ans Wasser
Weil die Schenkung unmittelbar nach der Klostergründung von den Erben der inzwischen gestorbenen Gräfin angefochten wurde und die Landwirtschaft wegen des rauen Klimas und des kargen Bodens am Standort des Klosters schwierig war, beantragte Abt Hermann bereits 1220 die Umsiedlung des Klosters. Im gleichen Jahr wurde das Thema auf dem Generalkapitel des Ordens in Citeaux behandelt. Die Äbte von Heisterbach und Altenberg erhielten den Auftrag, den Antrag Marienstatts zu überprüfen und unabhängig darüber zu befinden. Vermutlich nahmen sie Verhandlungen mit Graf Heinrich III. von Sayn und seiner Frau Mechthild von Landsberg auf. Am 27. Februar 1222 schenkte das Paar der kleinen Klostergemeinschaft schließlich die Grundherrschaft Nistria im Tal der Nister und eine Weinrente in Metternich bei Koblenz. Die Landeshoheit über das Kirchspiel Kirburg blieb ebenfalls in Händen des Klosters.
Die „Marienstatter Tafeln“ von 1324, die sich heute im Rheinischen Landesmuseum (Bonn) befinden, berichten über den Ortswechsel: Demnach wollten die Mönche zurück nach Heisterberg, Abt Hermann von Marienstatt aber sein Vorhaben, im Westerwald ein Zisterzienserkloster zu gründen nicht aufgeben. Der Abt gebot den Mitbrüdern drei Tage zu beten. Im Krankenbett liegend erlebte der Abt in der dritten Nacht eine Vision:
„Die Gottesmutter Maria ist Abt Hermann im Traum erschienen und hat ihn auf einen mitten im Winter blühenden Weißdornstrauch als neuen Klosterstandort hingewiesen.“
Damit verbunden ist die Namensgebung „locus Sanctae Mariae“ – Stätte Mariens: Marienstatt. Zur Erinnerung an diese wundersame Begebenheit nahm die Abtei einen blühenden Weißdornzweig in ihr Wappen auf. Noch heute befindet sich ein Ableger jenes Dornbuschs zwischen Klostergebäude und Basilika-Allee in unmittelbarer Nähe zur Josefs-Figur.

Bild/Text: C. Pulfrich (auf Wikipedia)
Von hier ist es übrigens nicht allzu weit zum Cache: "Das 3. Wehr" ( https://coord.info/GC5BX2G )