Bei diesem Mini Multi geht es um das Thema Fallschirmspringen. Vom Ausgangspunkt Parkplatz Kaufland bis zum Final sind ca 15 - 20 Minuten Fußweg zu absolvieren. Versucht bitte nicht, mit dem PKW das Final zu erreichen!
An Station 1 gegenüber dem Parkplatz gibt es Beobachtungs - und Rechenaufgaben. An Station 2 sind zwei Dinge zu suchen. Station 3 ist das Final mit körperlicher Betätigung.
"Außenlandung - Der verirrte Fallschirmspringer"
Für das fliegende Personal der Nationalen Volksarmee der DDR war das Fallschirmspringen ein fester Bestandteil der Ausbildung zum Piloten an den Offiziershochschulen der Luftstreitkräfte / Luftverteidigung
(LSK /LV) innerhalb der NVA.
Aber auch später während des Dienstes in den Fliegereinheiten war es Piloten vorgeschrieben, mindestens einen Fallschirmsprung im Jahr zum Training einer Notsituation zu absolvieren. Zusätzlich zu den Piloten hatten auch Militärärzte sowie Sportoffiziere, die auf Flugplätzen stationiert waren, nach bestandener FMK (Flugmedizinische Kontrolluntersuchung) die Möglichkeit zum Fallschirmspringen.
Die Spezialisten für das Fallschirmspringen innerhalb der NVA waren die Angehörigen des Fallschirmrettungsdienstes, die in der Regel in der Luft bei Trainingssprüngen auch als Absetzer fungierten.
Der Fallschirmrettungsdienst war u.a. verantwortlich für das Packen, Warten und Lagern der Fallschirmtechnik.
Für das Absetzen von Fallschirmspringern wurden am häufigsten das Flugzeug AN-2 bzw. der Hubschrauber MI-8 eingesetzt.
Bei der AN- 2 betrug die Absetzgeschwindigkeit 150kmh, während aus dem Hubschrauber meistens aus der Standschwebe gesprungen wurde.
Die Absprunghöhe für die Erstsprünge war auf mindestens 600 Meter festgelegt, um ein Minimum an Reaktionszeit für das Öffnen des Rettungsschirmes zu haben, wenn der Hauptschirm versagt.
Nach ca. 50 Metern freien Fall hatte sich der Hauptschirm in der Regel mit einem heftigen Entfaltungsstoß geöffnet. Sollte sich der Hauptschirm nicht oder nicht vollständig öffnen, blieben etwas mehr als 10 Sekunden Zeit zum Öffnen des Rettungsschirms auf der Brust. Auf dem Rettungsschirm vor der Brust befand sich neben einem Klappmesser auch der Höhenmesser zur Kontrolle der aktuellen Flughöhe.
Mein erster Fallschirmsprung - Landepunkt ergab Idee für diesen Geocache
Am 28.05.1986 erfolgte meine Anreise und die Anmeldung an der Offiziershochschule der LSK / LV in Bautzen im Abendbereich mit anderen Armeeangehörigen zum Erstsprunglehrgang.
Am Vormittag des nächsten Tages gab es für unsere Gruppe den Theorieteil. Hauptsächlich Erläuterungen zum Fallschirm RS 4, Hinweise auf mögliche Gefahrensituationen (Hindernisse am Boden wie Häuser, Bäume und Hochspannungsleitungen) und Handlungsaufforderungen wie z. Bsp. kräftiger Absprung vom Flugzeug mit Sprunghocke, um weit genug vom Flugzeugrumpf wegzukommen und ein Verheddern von Armen und Beinen im sich öffnenden Schirm zu vermeiden. Außerdem das Rückwärtsdrehen des geöffneten Schirms zur Windrichtung ab ca.100 Meter Höhe, um keine Knöchelbrüche bei Landung zu riskieren.
Nachmittags fuhren wir zum praktischen Fallschirmspringen auf den Flugplatz Bautzen - Klix. Dort lagen auf einer Packbahn unsere Fallschirme. Es wurde Ernst. Antreten, nochmalige Einweisung, Schirme anlegen, Hauptschirm auf den Rücken, Rettungsschirm auf die Brust, Gurte verzurren, letzte Kontrollen durch den Absetzer und rein ging´s in die AN-2. Neun Springer pro Start.
Dann schraubte sich das Flugzeug aufwärts. Im Flugzeug waren zwei Drahtseile verspannt, in denen wir während des Aufstiegs unsere Karabinerhaken der automatischen Öffnungsseile (Reißleinen) am Fallschirm einklinkten. Das war für mich der Moment, in dem mir noch einmal richtig bewusst wurde,
"Jetzt geht es nur noch durch die Luke in 600 Metern Höhe raus..."
Und alle möglichen Risiken reduzierten sich beim Herantreten zur Luke auf einen einzigen Gedanken - "Hauptsache, der Schirm geht auf! Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig zählen und sofort ziehen, wenn kein Ruck kommen sollte....!
Der Blick aus 600 Metern Höhe auf die Erde mit vorbeiziehenden Wolkenfetzen war atemberaubend. Viel Zeit war nicht. Der Absetzer zeigte aufs klitzekleine weiße Landekreuz ganz tief unten, überzeugte sich, dass ich beide Arme fest auf dem Rettungsschirm hatte, die Reißleine eingeklinkt war und dann kam der Klaps auf die Schulter...
Um es vorweg zu nehmen. Das Landekreuz erwischte keiner. Meinen Landepunkt zeigt das Final dieses Mini Multis....
Aufgaben an Station1 sind das Ermitteln der Werte X, Y und Z, die Ihr für die Berechnung der zwei Suchaufgaben an Station 2 benötigen werdet! Zu X: Um X zu erhalten addiert die jeweils höchste Zahl auf den 4 Schildern (a+b+c+d =X) zu einer Summe! Diese Summe ist X. Zur Kontrolle. Die Quersumme von X ist 12. Zu Y: Um Y zu erhalten, ist es notwendig die Buchstabenwerte von drei Farben zu ermitteln und zu einer Gesamtsumme zu addieren! a) Farbe der Umrandung des oberen Schildes b) Grundfarbe der drei unteren Schilder c) Schriftfarbe des oberen Schildes / Summe dieser drei Werte ist Y, zur Kontrolle QS = 16 Zu Z: benötigt Ihr Angaben der ICAO! ICAO ist die Abkürzung für die Internationale Zivilluftfahrtorganisation. Findet den ICAO Code für den Flugplatz Strausberg, welcher aus 4 Buchstaben besteht! Ordnet diesen 4 Buchstaben das jeweilig zutreffende Wort des internationalen Fliegeralphabets nach ICAO zu und bildet von diesen 4 Wörtern die Buchstabenwerte! Die Summe dieser vier Buchstabenwerte ist Z Bei weiterführendem Interesse zum Thema Fliegen ist das Flugplatzmuseum Strausberg ein Tipp. Geöffnet 8 bis 20 Uhr. Viel Spaß und viel Erfolg gewünscht!