Zur Marienkapelle:
Dass die Geschichte des Marienkapellchens auf der Karweiler Heide bis in den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) zurückgeht, hat der frühere Lehrer Robert Krämer im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler nach entsprechenden Überlieferungen niedergeschrieben. Darin heißt es unter anderem, vor mehr als 360 Jahren habe der Religionskrieg auch die Grafschaft beunruhigt. Die Schweden hätten in den hiesigen Gehöften reiche Beute gefunden und daher versucht, diesen Landstrich zu halten. Auf der Karweiler Heide fuhren sie ihre Kanonen auf und schossen hinüber nach Ringen, von wo aus man ihnen die Grafschaft wieder entreißen wollte. Die Gegner schwiegen natürlich nicht und antworteten ihrerseits ebenfalls mit Waffengewalt.
So zischten die Kugeln über das kleine Dorf Karweiler hin und her, Haus und Hof gerieten in höchste Gefahr. Die um ihr Leben bangenden gläubigen Bewohner beteten in ihrer Not zur Gottesmutter und versprachen: „Ein Muttergotteshäuschen soll als Dankstätte errichtet werden, wenn das Dorf unversehrt bleibt.“ Was heute wie ein Wunder klingt, trat tatsächlich ein. Schon bald verstummten die Kanonen auf beiden Seiten, und das Dörfchen Karweiler mit seinen Bewohnern war gerettet.
Wo die drohenden Kanonen der Schweden gestanden hatten, bauten die dankerfüllten Menschen damals das Marienkapellchen auf. Klein und bescheiden müsse es ursprünglich gewesen sein, mutmaßt Lehrer Krämer, denn wie das Bauwerk zeige, habe es in späteren Jahren eine Erweiterung erfahren, so dass auch einige Betstühle darin ihren Platz fanden. Im Jahr 1946 wurde der Dachstuhl erneuert und mit Schiefer eingedeckt. Dem Dach setzte man damals ein Reitertürmchen auf. Das Glöckchen, das einst in der Tongrube Lantershofen das Tagwerk ein- und ausgeläutet hatte, lag zu dieser Zeit stumm und verlassen in einem Winkel. Dieses holte man wieder hervor und baute es in das Türmchen ein. Mittlerweile ist die Marienkapelle zu einer Pilgerstätte geworden, die von Gläubigen von nah und fern aufgesucht wird, um der Gottesmutter zu huldigen.
Auf einem Spaziergang kamen wir hier an diesem wunderschönen Ort vorbei und ich dachte mir hier muss eine Dose hin. Aber seht selbst...
Zum loggen muss die Kapelle nicht betreten werden, was aber natürlich nicht verboten ist. Bitte verhaltet euch der Umgebung entsprechend!