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Hydrothermale Kristalle vs. Migmatit EarthCache

Hidden : 6/21/2018
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Wir möchten euch Strukturen in Gesteinen zeigen und euch auf Unterschiede aufmerksam machen.
Die hier beschriebenen geologischen Kennzeichen lassen sich an vielen Stellen in der Natur beobachten, wir laden euch dazu wieder einmal in unseren schönen Findlingsgarten ein.

Für das Beantworten der Fragen wird ein Lineal o.ä. benötigt.



Please ask us for a short english task description.


Migmatit - ein Gestein zwischen Gneis und Granit


Migmatit gehört zu den metamorphen Gesteinen, das bedeutet, es hat eine Umwandlung über sich ergehen lassen.
Eine mögliche Vorstufe ist ein Gneis. Doch was passiert, wenn sich bei diesem Prozess die Temperatur weiter erhöht?
Wird ein durchschnittliches Gestein erhitzt, so verhält es sich nicht wie ein Stück Eis, welches einfach schmilzt und dabei seine Form verliert. Gesteine schmelzen in Etappen, da sie aus verschiedenen Mineralen bestehen , die jeweils eigene, unterschiedliche Schmelzpunkte haben.
Bei Erwärmung verflüssigen sich zuerst die hellen Minerale (Quarz bzw. Feldspate), da sie die niedrigsten Schmelzpunkte haben. Das umgebende Gerüst an Mineralen bleibt dabei noch fest.
Ein Migmatit ist ein Gestein, bei dem diese Teilaufschmelzung begonnen hatte, aber nicht bis zu Ende ging, sondern steckenblieb.
Damit steht ein Migmatit zwischen einem Gneis (Deformation, aber keine Schmelze) und einem magmatischen Gestein, das komplett aufgeschmolzen war und dann erkaltete.


Migmatit

Migmatite entstehen hauptsächlich bei Gebirgsbildungen, wenn die Gesteine in große Tiefen versenkt werden. Steigen die Temperaturen dann weit genug, schmelzen die ersten Minerale. Ab dem Zeitpunkt spricht man von "Anatexis" (Gesteinsaufschmelzung).
Sie beginnt an der Oberfläche der Minerale. Dabei entsteht ein dünner, kriechfähiger Film von Schmelze, der sich entlang der Korngrenzen bewegt und in den Zwickeln (den "Ecken") sammelt. Nach und nach verbinden sich die winzigen Schmelztröpfchen zu größeren Ansammlungen und trennen sich dabei von den noch festen, dunklen Mineralen.


Migmatit

An dieser Trennung von hellen und dunklen Komponenten erkennt man einen Migmatit. Der Effekt ist mit bloßem Auge auf der Oberfläche der Gesteine zu sehen.



Hydrothermale Gangmineralisation - Striche im Gestein


Der Begriff hydrothermal zeigt bereits, dass hier 2 Bedingungen zusammen auftreten müssen.
Eine hydrothermale Lösung ist eine Wasseransammlung in Gesteinsschichten, die aufgrund der herrschenden Druckverhältnisse noch bei weit über 100 °C flüssig sein kann, allerdings nur bis zum kritischen Punkt des Wassers bei 374,15 °C. Sie enthalten häufig große Mengen gelöster vulkanischer Gase und Minerale, auch solcher, die bei Raumtemperatur und Normaldruck völlig unlöslich wären.
Voraussetzungen für die Bildung von Gangkristallisationen sind Risse und Spalten im Gestein, welche sich in der Tiefe der Erdkruste bilden. Diese entstehen bei Abkühlungen, wenn sich das Gestein im Volumen verkleinert, oder durch Druckveränderungen. Dabei kommt es zum teilweise schnurgeraden Aufreissen des Gesteins. Bei Anwesenheit von Wasser, Temperatur und Druck bilden sich hydrothermale Lösungen.
Diese dringen in die Spalten und Klüfte ein, im Laufe der Veränderung von Temperatur und Druck kristallisieren die gelösten Minerale aus und können den Spalt schließlich komplett ausfüllen.


Hydrothermale Kristalle


Hydrothermale Kristalle

Deine Aufgaben


An den angegebenen Startkoordinaten (Symbol Earth-Cache) findest du ein großes Geschiebe mit einer polierten Fläche.
1. Überlege an Hand der Beschreibungen im Listing, ob es sich hier um Migmatit oder eine hydrothermale Gangkristallisation handelt.
Wenn du nun in Richtung Referenzpunkt R1 den Rundweg nutzt, findest du Beispiele beider Formationen in der Mauer um das Kirchengelände - und könntest prima ein, zwei Fotos machen.
2. An der Station 2 (Beispiel2) findest du am Anfang der Mauer ein interessantes Geschiebe. Ist das ein Migmatit oder enthält der Stein hydrothermale Gangkristallisationen?
Solltest du an weiteren Beispielen interessiert sein - oder noch Fotobedarf haben - folge der Mauer einfach bis zum Referenzpunkt R2.
3. An der Station 3 (Beispiel3) liegt ein an der Oberfläche bereits stark erodiertes Geschiebe.
Ist das ein Migmatit oder enthält der Stein hydrothermale Gangkristallisationen?
4. An der Station 4 (Beispiel4) findest du eine hydrothermale Gangkristallisation. Ermittel die Stärke der Gangkristallisation.
5. An der Station 5 (Beispiel5) sind ebenfalls hydrothermale Gangkristallisationen zu erkennen.
Beschreibe kurz die geometrische Besonderheit, die hier auffällt.
Welches Mineral ist hier auskristallisiert, wenn wir annehmen, dass Feldspat rosa und Quarz weiß sind?

Optional, aber wirklich gern gesehen, sind Fotos von Migmatiten oder Gangkristallisationen, die dir auf deinem Weg begegnen und NICHT mit Wegpunkten gekennzeichnet sind.

Nach dem Besuch des Earthcaches und der Beantwortung der Fragen dürft ihr sofort loggen. Wir melden uns auf jeden Fall, um euch den Erfolg mitzuteilen oder offene Fragen zu klären.


Die Antworten bitte an unser Profil oder
black-tomcat@vodafonemail.de



Quellen:
http://www.kristallin.de/Metamorphite/Migmatite-druck.htm
http://www.wikipedia.de
Bilder/pictures ©black-tomcat

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