Hier handelt es sich um einen Mini-Multi mit 1 Station zum Ablesen und dem Final.
Gesucht wird ein Petling. Der liegt zwar auf öffentlichem Grund, aber der Weg führt z.T. an Wohngebäuden entlang, deshalb bitte nicht nach Einbruch der Dunkelheit oder besonders lautstark hierher gehen, das könnte den Anwohnern nicht gefallen.
Auf einem der beiden Parkplätze sollte sich ein Plätzchen fürs Cachemobil finden. Natürlich nicht für einen Convoi ;-)
Geht vom Parkplatz zu den Koordinaten. Dort findet ihr außer dem Wegweiser auch ein rotumrandetes Schild.
Die dreistellige Zahl auf dem Schild sei X.
Für den Final rechnet ihr
Nordkoords – X + 6 Ostkoords + X - 5
Das Ehrenmal auf dem Martinsberg - ein steinernes Zeugnis aus einer schrecklichen Zeit.
Aber auch eine Erinnerung und eine Mahnung für die Lebenden.
Das Ehrenmal wurde am 23. Juni 1935 eingeweiht.
Typisch für die Zeit war die Anlage eines Aufmarschplatzes und die Hinzufügung der Herrschaftssymbole des Nationalsozialismus. Beides wurde mit „Adler“ und „Flammenschale“ verwirklicht.
In der zweijährigen Bauphase vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung wurden „17 500 Kubikmeter Erd- und Felsmassen bewältigt, 932 Kubikmeter Mauerwerk aus Bruchsteinen aufgeschichtet und 108 Kubikmeter Eisenbeton zu tragbaren Fundamenten gestampft“, heißt es in den Unterlagen.
Auf den sieben gusseisernen Tafeln stehen die Namen von 194 gefallenen oder vermissten Soldaten des Ersten Weltkriegs (1914–18).
An der zinnengekrönten Rheinfront wurde das 19,80 Meter hohe Eisenkreuz errichtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Ehrenmal an Bedeutung.
Das Hakenkreuz wurde auf Stadtratsbeschluss sogleich aus dem Hoheitszeichen des Dritten Reichs entfernt.
Das öffentliche Gedenken an den Volkstrauertagen konzentrierte sich auf die Friedhöfe, wo neben den Gefallenen des Ersten Weltkriegs auch die des Zweiten Weltkriegs einschließlich der bei dem Kriegsgeschehen in Lahnstein getöteten Zivilisten beigesetzt und Ehrenfriedhöfe angelegt worden waren.
Das Ehrenmal wurde in der Zeit von 1948 bis Ende der 1950er-Jahre zu St.-Martins-Umzügen mit Endzündung des Martinfeuers als Festplatz genutzt. Aus organisatorischen Gründen verlagerte man später den Martinsumzug in die Rheinanlagen.
Auf der Anlage, die nur über einen Weg als Sackgasse und ohne Parkmöglichkeiten zu erreichen ist, sind seit den 1960er-Jahren keine Ereignisse mehr zu verzeichnen.
Wer jetzt das Ehrenmal auf dem Martinsberg besucht, findet das Gelände verwildert und ungepflegt vor. Nachdem die Soldaten der Deines-Bruchmüller-Kaserne das Gelände in den 1980er-Jahren betreut und instand gehalten hatten, ist es inzwischen von Pflanzen überwuchert und ungepflegt. Ein Zustand, der schon oftmals für Kritik gesorgt hat.
Jetzt gibt es vonseiten der Stadt Lahnstein Überlegungen, eine Verlagerung des Ehrenmals vorzunehmen.
Der Plan: Die gusseisernen Tafeln und das Kreuz am Ehrenmal könnten in den Bereich des sogenannten Alten Friedhofs an der Sebastianusstraße/Rheinhöhenweg verlagert werden.
Im Gegensatz zum aktuellen Standort sei diese Örtlichkeit leicht erreichbar, so die Argumentation. Naheliegend scheint, dass die Stadt das frei werdende Gelände als Baugrundstück verkaufen könnte.
Bin gespannt auf die zukünftige Entwicklung.