Hier sieht man deutlich, dass die Peussag mal einen anderen Bahnanschluss hatte. Die alte Bahn ist die östliche Trasse. Die neuere, bis zur Schließung der Armerzaufbereitung in Benutzung, ist die westlichere.
Beide Trassen führen bis zum Bahnhof nach Oker, von dort weiter zur Zinkhütte. Wer die neuere Trasse abläuft ist bald am Bahnhof, wer die alte Trasse ablaufen möchte, der kommt an den Absetzteichen und dem Osterfeuerplatz von Oker vorbei. Die alte Trasse ist meist gut in der Landschaft zu sehen, da sie zum Teil mit Schlacken aufgeschüttet wurde und da auf Schwermetallen nicht so viel wächst, ist sie nicht zu verfehlen.
Ursprünglich gelangte das Erz des Rammelsberges auf Pferdfuhrwerken in Richtung Oker. Im ersten Weltkrieg wurde aber auf Grund der Pferdknappheit auf eine Erzbahn umgestellt. Wer vom Rammelsberg an der Bruchchaussee kommt, am Blauen Haufen vorbei in Richtung Berufsförderungswerk und Armerzaufbereitung geht, kann den Verlauf der alten Trasse noch in der Landschaft erkennen.
Die Strecke war stellenweise ziemlich steil geraten und es gab solche Schwierigkeiten, dass man ab 1919 (bis 1927) den Gelenbeeker Stollen aufgefahren hat. Er führte bis zum Bahnhof Bollrich (Armerzaufbereitung) und von dort übertägig (Spurbreite 600mm) in Richtung Bahnhof Oker.
Ab ca 1951 wurde das Erz dann auf der Bundesbahntrasse von der Armerzaufbereitung bis Oker befördert.
Die Dose befindet sich zwischen den Trassen in Todholz!