Betrachtet man die Entstehung der Alpen, deren Teil die Nockberge sind, kommt man an der griechischen Mythologie nicht vorbei. Dort, wo sich heute die sanften Kuppen der Nockberge erheben, lag einst das Urmeer Tethys. Namensgeberin ist die Meeresgöttin und Gattin des mächtigen Okeanos. Dieses Meer musste den durch wahrlich titanische Kräfte entstehenden Alpen weichen. Vor 60 bis 30 Millionen Jahren rückte die afrikanische Kontinentalplatte massiv nach Norden vor – etwa so schnell, wie ein Fingernagel wächst. Die skandinavische Platte hielt dagegen. Das zwischen den mächtigen Platten eingequetschte Material hatte nur einen Weg, den nach oben. Tethys schrumpfte im Laufe dieses Prozesses auf die Größe des heutigen Mittelmeers und die Nockberge stiegen bis zu einer Höhe von etwas über 2.400 m an.

Der Königstuhl, auch als Großer Königstuhl bezeichnet, ist ein 2336 m ü. A. hoher Berg in den Gurktaler Alpen in Österreich.
Der Königstuhl ist größtenteils von Almwiesen bedeckt. Ein markierter Weg führt über den südwärts verlaufenden Grat. Das hier anstehende Gestein ist zu großen Teilen Konglomerat, also ein Sedimentgestein, was die oben erwähnte Entstehungsgeschichte bestätigt.
Konglomerat (lateinisch conglomerare „zusammenballen“) bezeichnet in der Geologie ein grobkörniges, klastisches Sedimentgestein, das aus mindestens 50 % gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll) besteht, welche durch eine feinkörnige Matrix verkittet sind. Sind die Bestandteile eckig, spricht man hingegen von einer Brekzie (oder auch Breccie). Konglomerate sind entstehungsgeschichtlich eng mit dem Sandstein verwandt und mit ihm häufig vergesellschaftet.

Das Gestein des Königstuhl (Königstuhlkonglomerat) ist aber schon viel eher entstanden als der Berg selbst und zwar im Paläozoikum, auch Erdaltertum oder Erdaltzeit, ist das älteste der drei Erdzeitalter.
Quelle: verschieden Artikel aus dem Internet, Fotos eigene
Betrachte nun bitte an den Koordinaten das anstehende Konglomeratgestein und löse die Aufgaben um die Logberechtigung zu erlangen.
1. Beschreibe kurz in Stichpunkten das von dir ausgewählte Gesteinsstück (Farbe, Struktur, Rauigkeit, etc.)
2. Wie hoch schätzt du den Anteil gerundeter Komponenten?
3. Wie groß sind die gerundeten Komponenten (Durchmesser)?
4. Versuche anhand deiner Kenntnisse zu bestimmen, welches Mineral die Mehrheit der gerundeten Komponente darstellt.
5. Prüfe die Härte des Konglomerats. Was ist härter, das Geröll oder die Matrix? (Nutzte die Mohsskala)
6. Wie alt schätzt du das Konglomerat?
7. (neu ab August 2022) Fügt eurem Log bitte ein nichtspoilerndes Foto von vor Ort an!
Du darfst sofort nach den gesendeten Antworten (per Mail) loggen. Sollte etwas nicht stimmen, melde ich mich.
Viel Spaß und eine schöne Wanderung wünscht der Sandsteinschinder!
Lösungshilfen:
Gesteinsbildende Minerale: https://kristallin.de/gesteine/index.htm
Mohsskala:
in Anlehnung an die Mohsskala werden Minerale der
⇒ Härte 1 bis 2 als weich eingestuft,
⇒ solche der Härte 3 bis 6 als mittelhart,
⇒ Härten von über 6 als hart sowie
⇒ über 8 als sehr hart bzw. als Minerale mit Edelsteinhärte eingeordnet.
Als Schnelltest eignen sich aber auch Gegenstände aus dem Alltag. So sind beispielsweise weiche Minerale (Talk - 1, Gipsspat - 2) mit dem Fingernagel ritzbar. Mittelharte Minerale (Calcit - 3, Fluorit - 4, Apatit - 5) sind der Härte nach aufsteigend schwerer mit einem Messer ritzbar. Minerale mit einer Härte von 6 (Orthoklas) lassen sich von Stahlfeilen ritzen, die Härte 7 (Quarz) ritzt Fensterglas. Bei harten Mineralen bieten sich Vergleichsmineralien zur Bestimmung an. Topas mit einer Härte von 8 ritzt Quarz problemlos, Korund (Härte 9) ritzt wiederum Topas. Der Diamant mit einer Härte von 10 hingegen ist nicht ritzbar.