Römerberger Hohlwege #1
In Römerberg ist sehr oft dann, wenn es den Berg runter/hoch geht, die Rede von „der Hohl“. Diese Cacheserie soll die verschiedenen „Hohlwege“ in Römerberg aufzeigen und erklären, wo der Name „Hohl“ herkommt.
Hohlwege sind alte Kulturzeugnisse: sie waren früher meistens die einzige geradlinige Verbindung von Ort zu Ort. Manche Hohlwege sind nachweislich mehrere hundert Jahre alt. Sie haben sich auf natürliche Weise aus viel benutzten Wegen in Lößgebieten entwickelt. Der Löß wurde in unserer Gegend als staubfeiner Sand am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11 000 Jahren aus dem Rheintal angeweht und entlang des Flusses abgelagert (äolische Sedimente). In dieses weiche Gestein haben sich auf natürliche Weise durch häufige Benutzung die Löß-Hohlwege in die monotone Agrarlandschaft eingeschnitten: einerseits durch das Befahren mit Pferdefuhrwerken mit eisenbeschlagenen Rädern und andererseits durch Erosion bei starken Regenfällen. Bei Starkregen hatten die Hohlwege die Funktion der Ableitung des Regenwassers. Die Auswaschung der Wege durch Regenwasser war natürlich abhängig vom Gefälle. Auch der Wind hat durch Abtragung im Laufe von vielen Jahrzehnten zur Vertiefung beigetragen.
An dieser Stelle handelt es sich um die Mörschhohl am Nord-Ost-Ende von Berghausen.
Ursprünglich verlief die Mörschhohl etwa 50 m parallel zur Landesstraße 507 Richtung Speyer, bevor sie dann östlich in die Rheinniederungen abbog.
Quelle: Löß-Hohlwege – alte kulturhistorische Landschaftselemente von Lokale Agenda 21 Römerberg