Ungefähr 85 km lange Wanderung entlang des Flusses Lainsitz von der Quelle nahe Karlstift bis zur tschechischen Grenze.
Zur besseren Orientierung in der langen Cachebeschreibung habe ich für unmittelbar cacherelevante Informationen grüne und für allgemeine Informationen schwarze Schrift verwendet.
ALLGEMEINES ÜBER DEN GESAMTEN WANDERWEG ENTLANG DER LAINSITZ
„Der Weg entlang der Lainsitz“ ist ein insgesamt 230 km langer Wanderweg, der vom Ursprung des Flusses bei Karlstift bis zur Mündung in die Moldau beim südböhmischen Ort Týn nad Vltavou in Tschechien führt.
Die Umgebung des Flusses führt durch eine wunderschöne Landschaft und vielfach unberührte Natur, mit einem Wort, eine einzigartige Wanderkulisse. Entlang der Strecke bietet sich die Möglichkeit, zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
Man kann den Fluss in vier charakteristische Abschnitte unterteilen:
- Junge Lainsitz: der österreichische Abschnitt von der Quelle über die Grenze bis Chlum u Trebone
- Obere Lainsitz: von Chlum u Trebone nach Veselí nad Luznicí
- Mittlere Lainsitz: von Veselí nad Luznicí nach Tábor
- Untere Lainsitz: von Tábor bis zur Mündung in die Moldau
DIE JUNGE LAINSITZ – DER FLUSSABSCHNITT DES MULTIS
Die Wegtrasse entlang der Lainsitz beginnt an der schön gestalteten Quelle in Form einer kleinen Kapelle. Sie entspringt sehr nah an der Grenze in einer Höhe von fast 1.000 m. Der kleine Bach fließt vom sogenannten Böhmerwald hinunter ins Tal, wo die Grenze verläuft, wird größer, fließt einige Kilometer auf tschechischem Gebiet und wechselt dann wieder zurück nach Österreich. Durch diesen Teil des Flussgebiets führt kein Wanderweg. Deshalb verläuft unser Weg durch die Gemeinde Karlstift und führt nach sechs Kilometern zurück zur Lainsitz.
Bald danach gliedert sich der Weg in zwei alternative Trassen. Die Haupttrasse (unsere!) führt weiter in das wunderschöne Tal und über die Gemeinde St. Martin bis zur historischen Stadt Weitra. Die zweite Variante führt zur höchsten Stelle des ganzen Wegs, auf den Nebelstein (1.017 m, hier startet ein anderer Wandercache von mir: „Thayatalweg 630 – Vom Nebelstein nach Retz“, GC33DC9), und von hier wieder hinunter nach Weitra.
Einige Kilometer vor der größten Stadt auf österreichischer Seite, Gmünd, verläuft die Trasse über eine weiträumige Bergebene, reich an Gewässern, und an der Begrenzung der Bergebene bei Gmünd an großen Steinblöcken vorbei, die charakteristisch für das Waldviertel sind.
Der historische Kern von Gmünd mit seinem kleinen, sehr schönen Rathaus und den berühmten Fassaden einiger Renaissance-Häuser bietet Anhängern klassischer Architektur ein Erlebnis. Interessant auch der Wasserfall, den die Lainsitz inmitten der Stadt, direkt beim Grenzübergang nach Ceské Velenice, bildet.
Von Gmünd führt die Trasse durch eine leicht hügelige Landschaft mit vielen schönen Wäldern parallel zur tschechischen Grenze nach Norden. In der Gemeinde Brand liegt ein wunderschöner Teich mit großem Schwimmbad.
In der pittoresken Stadt Litschau, unterhalb der alten Burg, wendet sich der Weg Richtung Nordwest. Die Trasse führt durch ein Tal, am freizeit-genutzen Herrenteich vorbei, steigt durch Wälder hoch, überschreitet die Grenze und erreicht nach drei Kilometern das Ziel dieses Abschnitts, das Städtchen Chlum u Trebone.
EIN PAAR GROBE INFOS ZUM MULTI
Dieser Cache verläuft entlang des ersten Abschnitts der Lainsitz. Der wander- und naturfreudige Geocacher folgt der Jungen Lainsitz von der Quelle nahe Karlstift bis zur tschechischen Grenze.
Der Weg entlang dieses ersten Flussabschnitts endet bei Chlum u Trebone, der Cache befindet sich aber noch auf österreichischer Seite.
Die Gesamtlänge des Multis beträgt ca. 85 km. Es sind durchgehend bequeme, zumeist ebene Naturwege, gemütliche Pfade, Forststraßen und auch asphaltierte Güterwege, die keine großen Anforderungen an den Wanderer stellen. Die Terrainwertung ergibt sich lediglich aufgrund der Gesamtlänge. Der Weg ist ganzjährig begehbar.
WANDERKARTEN
Es gibt vier wunderbare und ausgesprochen informative Wanderführer über die einzelnen Streckenabschnitte, die für wenige Euro bei Waldviertel Tourismus (waldviertel.at) bestellt werden können. Relevant für diesen Cache ist lediglich der erste Wanderführer „Abschnitt I – Junge Lainsitz“.
UNTERKUNFT UND VERPFLEGUNG
Man gelangt im Zuge des Weges immer wieder in Ortschaften mit Gasthäusern und Pensionen. Dennoch ist es ratsam, ausreichend zu Trinken und auch etwas zu Essen dabei zu haben.
Der Wanderführer von Waldviertel Tourismus „Abschnitt I – Junge Lainsitz“ enthält auch eine Beilage mit Auflistung der Unterkünfte entlang des Weges.
DIE WEGFÜHRUNG DES MULTIS
Dieser erste Abschnitt der Lainsitz, dem sich der Multi widmet nimmt folgenden Verlauf:
Lainsitz Ursprung – Karlstift – Eisenwerk – Steinbach – St. Martin – Weitra – Dietmanns – Gmünd (Blockheide) – Ludwigsthal – Alt-Nagelberg – Gopprechts – Litschau – Grenzübergang Schlag – Chlum u Trebone
Der Multi ist in vier Etappen unterteilt, wobei jeder Wanderer die Weglänge so gestalten kann, wie es für ihn am besten passt:
Etappe 1: Lainsitzquelle - Weitra (über St. Martin) – 28,5 km
Etappe 2: Weitra – Gmünd (Blockheide) – 19,6 km
Etappe 3: Gmünd (Blockheide) – Litschau – 25,2 km
Etappe 4: Litschau – Chlum – 12,5 km (weniger bis zum Cache)
Der Cache befindet sich bereits vor Chlum, noch auf österreichischem Gebiet.
ACHTUNG: Es gibt bei der ersten Etappe eine Alternativroute, die über den Nebelstein führt. Der Multi verläuft NICHT entlang dieser Wegführung sondern entlang der obengenannten Streckenführung über St. Martin!
WEGMARKIERUNG
Auf österreichischer Seite und somit entlang der gesamten Strecke des Multis wird als Markierung ein einheitliches Logo benutzt: ein großes „L“ in schwarzer Schrift auf einem gelben Aluschild.
Große Schilder in Pfeilform geben auch die durchschnittliche Gehzeit (berechnet auf 4 km/h) für den Zielort und die Zwischenetappen an. Sie sind an ausgewählten Standorten wie markanten Kreuzungen oder in Ortszentren montiert.
Als Zwischenmarkierungen entlang des Weges dienen kleinere, quadratische gelbe Aluschilder mit einem schwarzen „L“.
FORTBEWEGUNGSMITTEL
Gedacht ist der Cache als Strecken- oder Etappenwanderung und dem wird auch die Terrainwertung gerecht, wobei es keine sonderlich schwierigen Stellen gibt sondern nur der Gesamtlänge Rechnung getragen wird.
Es sollte auch möglich sein, den Cache mit einem geländegängigen Fahrrad zu bewältigen, zumindest sind mir keine Fahrverbote aufgefallen, wobei ich aber auch nicht explizit darauf geachtet habe.
Für Autofahrer wurde dieser Multi nicht gelegt, aber wenn ihn jemand unbedingt auf diese Weise angehen möchte, dann steht ihm dies natürlich auch offen, auch wenn es vermutlich nicht die beste Wahl ist.
Aber nun zum Wesentlichen, der Cachebeschreibung :-)
ETAPPE 1: LAINSITZQUELLE – WEITRA (ÜBER SANKT MARTIN)
ALLGEMEINES
Diese Etappe verläuft von der Quelle bis zum Eisenwerk identisch mit Etappe 1B und dann weiter entlang der Lainsitz über die Papiermühle und Sankt Martin ins Gabrielental bei Weitra wo sich die beiden Varianten wieder vereinigen. Achtung, der Multi (= Wegführung 1A) verläuft entlang dieser Route und nicht über den Nebelstein!
Die Strecke hat eine Länge von 28,4 km.
TRASSENÜBERSICHT (in km)
Lainsitzquelle – 2 – Karlstift – 8 – Eisenwerk – 6,9 – Steinbach – 3,5 – St. Martin – 8 – Weitra.
EINSTIEGSORTE
Waldviertelbahn: St. Martin und Weitra
Bushaltestelle: Karlstift, Steinbach, St. Martin und Weitra
WEGBESCHREIBUNG
Die Lainsitzquelle liegt auf einer Seehöhe von 972 m am Nordrücken des Aichelbergs im nordwestlichsten Waldviertel. Von dort aus folgen wir dem Wanderweg, der nach einigen Metern nach links abzweigt. Wir kommen an der schönen Dreifaltigkeitskapelle vorbei und erreichen kurz darauf Karlstift. Wir wandern an der Kirche vorbei und gelangen zur Landstraße. Hier gegenüber befinden sich der Wasserscheidebrunnen sowie eine Informationstafel.
Um auf dem Lainsitzweg weiter zu wandern, wendet man sich bei der Informationstafel nach links und folgt der Markierung wieder links zum Skilift (Aichelberglifte Karlstift).
Wir tauchen in ein riesiges Waldgebiet ein und folgen, entlang des Einsiedelbaches, der markierten Forststraße bis wir in der Nähe von Joachimstal auf eine Straße treffen. Dieser folgen wir ein kurzes Stück nach rechts und verlassen diese nach links in den Wald um kurz darauf auf die junge Lainsitz zu treffen, welche von der Quelle über ein kurzes Stück auf tschechischem Gebiet hierher gelangt. Wir überqueren die Lainsitz auf einem Steg, kommen an einer alten Mühle vorbei und erreichen nach wenigen Schritten die Kreuzung Eisenwerk. Hier trennen sich auch die beiden Etappen 1A (unsere!) und 1B (Nebelstein, nicht nehmen!).
Beim Eisenwerk wenden wir uns nach rechts und folgen der Markierung 608. Bei der Stegmühle erreichen wir die Straße, in die wir rechts einbiegen, um nach der Brücke nach links zu wandern und erreichen so Angelbach. Nach einer starken Rechtskurve verlassen wir die Straße beim Feuerwehrdepot nach links in einen Güterweg und folgen diesem Richtung Osten bis zu einer Abzweigung bei einem Marterl.
Beim Marterl wandern wir entlang des Waldrandes abwärts zur Lainsitz und erreichen kurz darauf die Papiermühle wo man selbst handgeschöpftes Büttenpapier herstellen kann. Nach der Papiermühle wandern wir der Straße rechts entlang bis zur Böhmmühle und biegen dann nach links in einen Weg ein, der uns nach Steinbach bringt. Vom Ort ca. 1,8 km entfernt befindet sich das beliebte Fassldorf, das sich zu besichtigen lohnt.
Beim Gasthaus in Steinbach wenden wir uns nach rechts Richtung Mühlbach und dann gleich wieder nach links. Nach 500 m erreichen wir die Gleise der Waldviertelbahn von Gmünd nach Groß Gerungs welchen wir nun bis Sankt Martin folgen. Gegenüber dem Bahnhof Steinbach findest du bei Herrn Kapeller originelle Holzschnitzereien (wer bis zum Cache gelangt wird sich dann vielleicht an diesen Ort erinnern).
Bei der Kirche wenden wir uns nach links, überschreiten die Bundesstraße und halten und danach nach rechts. Kurz darauf biegen wir nach rechts ein. Das breite Tal der Lainsitz liegt nun zu unserer Rechten. Wir überqueren den mittlerweile an Breite gewonnen Fluss und die Bundesstraße wieder und kommen nun zu den ersten Häusern von Roßbruck. Immer entlang der Lainsitz durchwandern wir die Ort Schöllbüchl, Anger, Langfeld und Schützenberg um schließlich ins Gabrielental zu gelangen wo wir auf die Variante 1B (die über den Nebelstein führt) treffen. Im Gabrielental befindet sich auch der Barfußpark, der zum Verweilen und Entspannen einlädt.
Flussabwärts wandern wir Weitra entgegen, überschreiten die Lainsitz auf einer Brücke und sehen schon die ersten Häuser. Auf der linken Seite am anderen Ufer sehen wir das Bürgerspital und die Spitalskirche. Nach der Bleikristallschleiferei Russ erreichen wir die alte Stadtmauer, weiter über einen alten Steig bzw. über 80 Stufen gelangen wir schließlich zum schönen Hauptplatz von Weitra.
FRAGEN ZU ETAPPE 1A
Stage 1/Variable 1-1: N 48 35.738 E 014 44.228
Direkt über der Quelle findest du eine Tafel mit der Bezeichung „Lainsitz-Ursprung“, auf der die Länge des Flusses angegeben ist. Wie viele Kilometer sind es?
Stage 2/Variable 1-2: N 48 35.406 E 014 44.699
Auf diesem Gebäude findest du eine Metalltafel mit Inschrift, auf der zwei Jahreszahlen genannt werden. Wie lautet die aktuellere?
Stage 3/Variable 1-3: N 48 36.073 E 014 45.077
Hier findest du einen Markierungsstein mit Kilometerangabe. Wie lautet sie?
Stage 4/Variable 1-4: N 48 38.230 E 014 45.123
Auf dem Telefonmast findest du vier metallene Ziffern. Wie lauten die beiden Ziffern der zweiten Zeile?
Stage 5/Variable 1-5: N 48 38.501 E 014 45.966
An diesem Haus findest du ein Fenster mit Sonnensymbol. In wie viele Glaselemente wird das Fenster durch das Symbol unterteilt?
Stage 6/Variable 1-6: N 48 38.265 E 014 48.687
Direkt neben dem Eingang findest du ein rotes Schild. Seit wann besteht die Papiermühle?
Stage 7/Variable 1-7: N 48 38.498 E 014 50.480
Sieh dir die kleine Kapelle an. Wie viele große Steinblöcke kannst du auf der Vorderseite in der zweiten Reihe zählen?
Stage 8/Variable 1-8: N 48 40.263 E 014 50.459
An der Hausmauer findest du ein Wandbild. Wie viele Wipfel der sehr großen Nadelbäume kannst du auf der linken Seite des Bildes erkennen?
Stage 9/Variable 1-9: N 48 40.791 E 014 51.171
An der Hausmauer rechts des Weges findest du wiederum ein Wandbild. Wie viele große Pferde kannst du auf dem Bild erkennen?
Um sicherzugehen, dass du alles richtig hast bzw. um zu verhindern, dass du beim Fehlen einer Stage strandest, gibt es eine Kontrollsumme. Die Summe der Variablen 1-1 bis 1-9 beträgt 4.069.
ETAPPE 2: WEITRA – GMÜND (BLOCKHEIDE)
ALLGEMEINES
Diese Etappe verläuft ohne große Höhenunterschiede durch Wälder, über Wiesen und Felder. Auch an einigen, für das Waldviertel typischen Fischteichen kommt man vorbei. Die beiden Etappenorte sind durch die Waldviertelbahn verbunden. Die Strecke hat eine Länge von 19,6 km.
TRASSENÜBERSICHT (in km)
Weitra – 9,5 – Dietmanns – 10,1 – Gmünd (Blockheide)
EINSTIEGSORTE
Waldviertelbahn: Weitra, Dietmanns, Gmünd
Bushaltestelle: Weitra, Dietmanns und Gmünd
Bahnhof Weitra: Vom Bahnhofgebäude nach rechts entlang der Gleise bis zur Straßenkreuzung. Hier rechts abbiegen und man befindet sich wieder direkt am Lainsitzweg.
WEGBESCHREIBUNG
Auf jeden Fall einen Besuch wert ist das im 16. Jhd. erbaute Schloss Weitra. In Weitra wird Handwerk groß geschrieben – die Bleikristallschleiferei Russ, die Zwirnknopferzeugung Fiedler und Original Waldviertler Strohdekor zeugen davon. Wir starten am Hauptplatz von Weitra, dem Herzstück der historischen Altstadt und folgen den Weg-Markierungen 607, 608 und 630 (siehe mein Wandermulti „Thayatalweg 630 – Vom Nebelstein nach Retz“, GC33DC9) durch das Stadttor.
Nach dem Stadttor müssen wir die Bundesstraße überqueren. Wir halten uns links um vor dem Friedhof nach rechts abzubiegen. Der Straße folgend erreichen wir wieder einmal die Gleise der Waldviertelbahn, denen wir wiederum folgen. Wir überqueren die Gleise einige Male, da die Bahn hier etliche Kurven ziehen muss um die notwendigen Höhenmeter zu überwinden. Vorbei am Ulrichtsteich erreichen wir den Ort Ulrichs. Von hier aus gibt es die Möglichkeit einen Abstecher nach Altweitra (Entfernung ca. 1,5 km) zu machen, um die historische Wehrkirche zu besuchen.
Zuerst links, dann rechts folgen wir dem Weg zum Friedrichshof. Der Hof wird umwandert und nach einem kurzen Stück rechts entlang der Straße halten wir uns nach links und kommen nun in den sogenannten Satzungswald. Den Eisengraben abwärts folgend und über eine weite Fläche mit Feldern und Wiesen kommen wir nach Dietmanns.
Wir biegen rechts in die Straße ein und bei der Hauptstraße wenden wir uns ebenfalls wieder rechts. Nach ca. 200 m wandern wir links zwischen Gartenzäunen durch und folgen der rot-weiß-roten Markierung. Weiter geht es ostwärts und nach dem Erreichen eines Waldes biegt unser Weg scharf nach links ab und wir erreichen etwas später das Hubertusbild im Aßangwald. Im Sole-Felsen-Bad, das am Aßangteich liegt, bietet sich Gelegenheit zur Erholung. Beim Hubertusbild rechts halten, über eine Brücke und einer Linkskurve folgend erreichen wir die Straße von Gmünd nach Albrechts. Kurz der Straße links folgen und am rechten Waldende rechts abbiegen. Vorbei am Neu- und Pilzteich überqueren wir zuerst die Bundesstraße und gehen dann unter den Gleisen der Franz-Josephs-Bahn durch. Nach der Unterführung halten wir uns rechts und biegen gleich wieder links in den Teichkettenweg ab. Nach dem Fuchsteich erreichen wir beim Gelände der Firma Baumann Dekor die Schremser Straße in Gmünd.
Nachdem wir auf der Straße kurz rechts und dann wieder links marschiert sind, erreichen wir den Malerwinkel mit dem Braunaubach. Beim Schüsselwirt Traxler betreten wir rechts haltend die Blockheide und kommen so zum Aussichtsturm, unserem Etappenziel.
FRAGEN ZU ETAPPE 2
Stage 10/Variable 2-1: N 48 42.488 E 014 55.491
Hier stehst du vor einem Wegkreuz. Unter dem klassischen „INRI“ ist ein Schild mit Inschrift angebracht. Aus wie vielen Wörtern besteht der Spruch?
Stage 11/Variable 2-2: N 48 42.941 E 014 56.417
Und wieder ein Wegkreuz. Es wurde auf einem Steinsockel errichtet. Auf diesem findest du ein gemeißeltes Kreuz und einige Zeichen. Welcher Buchstabe wurde direkt unterhalb des Kreuzes in den Sockel gemeißelt? Wandle den Buchstaben nach dem klassischen Schema (A=1, B=2, ...) in eine Zahl um.
Stage 12/Variable 2-3: N 48 44.046 E 014 57.002
Wegkreuze haben beim Wandern immer etwas Besinnliches an sich. Daher gleich noch ein drittes. In welchem Jahr starb der Mann, dessen hier gedacht wird?
Stage 13/Variable 2-4: N 48 44.417 E 014 58.043
Hier findest du ein hölzernes Wegkreuz mit Hirschgeweih. Direkt darunter ist eine weiße Inschrift mit einer Jahreszahl in der zweiten Zeile. Wie lautet diese?
Stage 14/Variable 2-5: N 48 44.868 E 014 59.053
Mit wie vielen Hunden ist der Jäger auf dem Bildnis unterwegs?
Stage 15/Variable 2-6: N 48 45.980 E 014 59.895
Dieser große Gedenkstein ist nicht zu übersehen. Wie lautet die erste darauf vermerkte Jahreszahl?
Stage 16/Variable 2-7: N 48 46.453 E 014 59.585
Unterhalb der Figur wurde eine Inschrift angebracht. Aus wie vielen Buchstaben besteht die letzte Zeile?
Stage 17/Variable 2-8: N 48 46.779 E 014 59.773
Wir sind am Etappenziel des zweiten Abschnitts angelangt! Hier findest du eine 5-zeilige Steintafel, die dich in goldener Schrift im Naturpark Blockheide herzlich willkommen heißt. Wie oft kommt der Buchstabe M auf dieser Tafel vor?
Um dir das Leben zu erleichtern und dich vor einem eventuellen Scheitern zu bewahren, gibt es auch diesmal eine Kontrollsumme. Die Summe der Variablen 2-1 bis 2-8 beträgt 5.853.
ETAPPE 3: GMÜND (BLOCKHEIDE) – LITSCHAU
ALLGEMEINES
Die dritte Etappe entlang der Lainsitz führt uns über das Glasbläserzentrum Alt-Nagelberg nach Litschau, der nördlichsten Stadt Österreichs, auch Schrammelstadt genannt. Die Strecke hat eine Länge von 25,2 km.
TRASSENÜBERSICHT (in km)
Gmünd (Blockheide) – 2,9 – Ludwigsthal – 6,5 – Alt-Nagelberg – 8,3 – Gopprechts – 7,5 – Litschau
EINSTIEGSORTE
Waldviertelbahn: Gmünd, Alt-Nagelberg, Brand, Litschau
Bushaltestelle: Gmünd, Alt-Nagelberg, Brand, Gopprechts, Litschau
WEGBESCHREIBUNG
Tipp: Vor dem Besuch der Blockheide bietet sich ein Abstecher in die Altstadt von Gmünd an. Hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten wie das Alte Rathaus, das Glas- und Steinmuseum, den Schlosspark, die Sgraffitohäuser und das Schaumuseum Alte Huf- und Wagenschmiede.
Vom Zentrum der Blockheide in Gmünd, dem Aussichtsturm, starten wir unsere nächste Etappe und folgen der Wegmarkierung 608 Richtung Großeibenstein bis nach Litschau. Den genannten Ort durchwandern wir und bei einer starken Linkskurve biegen wir rechts ab und lassen somit Kleineibenstein links liegen. Auf der Forststraße wandernd erreichen wir Ludwigsthal, wo wir zu einer markanten Wegkreuzung mit Teich kommen. Durch den Hartlwald kommen wir zu den Waldhäuseln und überqueren die Bundesstraße, die zum Grenzübergang Neu-Nagelberg führt. Wir wandern in den Ort Steinbach, halten uns bei einer Straßenquerung links und auch bei der Kapelle im Ort wenden wir uns nach links. Etwas außerhalb des Ortes biegen wir rechts in einen Weg ab und folgen den Markierungen bis wir wieder auf eine Straße treffen. Hier rechts halten und nach wenigen Minuten gleich wieder links in den Wald abbiegen. Nachdem wir den Aubach überquert haben biegen wir scharf links ab und erreichen Alt-Nagelberg auf seiner Ostseite. Wer den Glasbläsern einen Besuch abstatten möchte, muss hier links in den Ort gehen.
Wir halten uns hier jedoch rechts in den Wald, überqueren zuerst die Waldviertelbahnlinie Heidenreichstein – Alt-Nagelberg und kurz darauf die Gleise der Linie Gmünd – Litschau. Kurz darauf erreichen wir Brand und wandern hier zum Friedhof. Nach dem Friedhof halten wir uns links und wandern hinter der Streusiedlung Finsternau im Wald Richtung Gopprechts. Kurz vor dem Ort kommen wir auf eine Asphaltstraße, übersetzen wieder einmal die Bahngleise und sich somit auch schon in Gopprechts.
Im Ort halten wir uns rechts und nach ca. 400 m wandern wir links Richtung Norden. Über freie Flächen, an einem kleinen Wald vorbei, kommen wir zur Kapelle in Reichenbach. Wir übersetzen die Straße und kommen kurze Zeit später in einen Wald. An einem kleinen Teich vorbei den Schmiedbrunnerbach überquerend kommen wir zum Föhrenbach, den wir ebenfalls auf einer Brücke nach links überqueren. Geradeaus weiter, an den Kibitzhäusern vorbei, kommen wir zum Föhrenteich. Nach dem Teich rechts und gleich wieder links haltend kommen wir bald nach Litschau. Wir treffen nun aus die Hauptstraße, wo die Wandermarkierung 608 geradeaus weiter führt, wir gehen auf dieser jedoch nach links zum Hauptplatz von Litschau.
In Litschau gibt es einiges zu erkunden, z.B. das sagenumwobene Schloss Litschau oder die gotische Stadtpfarrkirche. Nach einer anstrengenden Etappe kann man sich auch, je nach Witterung, im Strandbad Herrensee oder im Hallenbad entspannen. Theaterliebhaber können im Sommer eine Vorstellung im Herrenseetheater Litschau (im Strandbad) besuchen.
FRAGEN ZU ETAPPE 3
Stage 18/Variable 3-1: N 48 47.265 E 014 59.550
Oberhalb des Tores siehst du eine rote Inschrift auf weißem Hintergrund. Wie viele Großbuchstaben hat der Text?
Stage 19/Etappe 3-2: N 48 49.457 E 015 00.738
Unterhalb der beiden Wappen wurde eine Jahreszahl auf die Fassade gemalt. Wie lautet sie?
Stage 20/Etappe 3-3: N 48 51.455 E 015 00.973
Ein Telefonmast, der dein Interesse auf sich zieht, weil er von mehreren metallenen Zahlen geziert wird. Wie lauten die beiden Ziffern der zweiten Zeile?
Stage 21/Etappe 3-4: N 48 51.869 E 015 00.550
Links deines Weges, direkt vor dem Musikhaus findest du einen großen Stein mit Aufschrift. Aus wie vielen Buchstaben besteht die zweite Zeile?
Stage 22/Etappe 3-5: N 48 53.099 E 015 00.823
Zu welcher Hausnummer führt der Wegweiser?
Stage 23/Etappe 3-6: N 48 53.398 E 015 01.939
Gleich nach dem Überschreiten der Bahngleise findest du auf der linken Straßenseite eine der vier Ampelanlagen, welche Nummer steht auf der Rückseite? Diese Zahl sei deine Variable 3-6.
Stage 24/Etappe 3-7: N 48 54.105 E 015 02.687
Dieser Gedenkstein wurde gleich mehreren Personen gewidmet. Wie vielen?
Stage 25/Etappe 3-8: N 48 55.899 E 015 03.074
Hier stehst du wieder einmal vor einem Wegkreuz. Aus wie vielen Buchstaben besteht der Vorname des Mannes, dem es gewidmet wurde?
Um den Frustfaktor möglichst gering zu halten, steht auch diesmal wieder eine Kontrollsumme bereit: die Summe der Variablen 3-1 bis 3-8 beträgt 2.042.
ETAPPE 4: LITSCHAU – CHLUM
Der Cache liegt noch vor Chlum auf österreichischem Boden.
ALLGEMEINES
Entlang des langgestreckten Herrensees und über den Richterteich zum Grenzübergang Schlag und weiter ins tschechische Chlum. Die Strecke hat eine Länge von 12,8 km.
TRASSENÜBERSICHT (in km)
Litschau – 9 – Grenzübergang Schlag / Chlum u Trebone (A/CZ) – 2 – Na Chalupách – 1 – U Hejtmana – 0,5 – Chlum u Trebone (Bus)
EINSTIEGSORTE
Waldviertelbahn: Litschau
Bushaltestelle: Litschau
WEGBESCHREIBUNG
Wir verlassen den Hauptplatz von Litschau abwärts und kommen rechts haltend zum Ablauf des Herrensees. Wir nehmen den westlichen Uferweg und folgen dem lokalen Wanderweg 12 über den Graslstein bis zum Richterteich. Nach dem Teich biegen wir links ab und kommen so nach Josefsthal. Von hier folgen wir der nicht befestigten Straße bis zum Grenzübergang Schlag, Kreuzung Chlum u Trebone (A/CZ). Weiter gehen wir der gelben Markierung Richtung Chlum u Trebone nach. Nach 2 km kommen wir zur Kreuzung Na Chalupách, wo wir der blauen Markierung folgen und nach links über einen Steg abbiegen. Auf der linken Seite befindet sich der Teich Vydýmac, welcher teilweise zum Naturschutzgebiet Torfmoor Pele gehört. Rechts liegt der Teich Hejtman. Wir gehen dem Damm entlang ca. 1,5 km bis zur Kreuzung Chlum u Trebone (Bus).
FRAGEN ZU ETAPPE 4
Stage 26/Etappe 4-1: N 48 56.717 E 015 02.625
Wie viele verschiedene rot-weiß-rot gekennzeichnete Wanderwege führen laut der Tafel von hier weg? Zähle nur die rot-weiß-rot markierten Wege.
Stage 27/Etappe 4-2: N 48 57.202 E 015 02.442
In der Nähe kann man eine ehemalige lokale Berühmtheit besuchen. Wie viele Buchstaben sind auf dem Wegweiser aufgemalt?
Stage 28/Etappe 4-3: N 48 57.809 E 015 01.851
Wie viele Buchstaben sind auf der parallel zur Straße schauenden Seite des Wegweisers in den Stein gemeißelt worden? Zähle die Buchstaben beider Zeilen.
Stage 29/Etappe 4-4: N 48 58.398 E 015 01.234
Du stehst vor einer Gedenkstätte. Unterhalb eines vergitterten Fensters findest du eine Jahreszahl gefolgt von einem Namen und wiederum einer Jahreszahl. Wie lautet die erste dieser beiden Jahreszahlen?
Stage 30/Etappe 4-5: N 48 58.541 E 015 00.603
Welche Jahreszahl ist auf dem Sockel des Kreuzes eingraviert?
Und weil auch auf diesem letzten Stückchen kein Hoppala mehr passieren soll, gibt es wiederum eine Kontrollsumme. Die Summe der Variablen 4-1 bis 4-5 beträgt 3.832.
DIE CACHEBERECHNUNG
Wenn du alle Variablen eingesammelt hast, dann sollte die Berechnung der Endkoordinaten keine große Herausforderung mehr darstellen. Um nach so viel Fußweg nicht auch noch die Hirnwindungen übermäßig zu strapazieren, wird auf eine lange Formel verzichtet, du kannst die finalen Koords ganz bequem im Kopf ausrechnen: trage dazu die Variablenwerte in die nachfolgende Tabelle ein; Variable 1-1 in die dafür vorgesehene Zelle, Variable 1-2 in die entsprechende, etc.
Dir wird auffallen, dass es beispielsweise 3 Zellen mit der Bezeichnung 1-1 gibt; das liegt daran, dass die entsprechende Variable aus 3 Ziffern besteht. Trage in jede Zelle eine Ziffer der Variable ein. Lautet die erste Variable beispielsweise 789, dann schreibe in das oberste Feld mit der Bezeichnung 1-1 die Ziffer 7, in das mittlere die Ziffer 8 und in das unterste die Ziffer 9; dunkelgrau hinterlegte Felder sind irrelevant und können ignoriert werden.
Sobald das Raster fertig ausgefüllt ist, bilde für jede der Spalten die iterierten (= einstelligen) Ziffernsummen. Aus den Werten 4, 89, 532 würde beispielsweise 4 + 8 +9 + 5 + 3 +2 = 31 -> 3 +1 = 4 als iterierte Ziffernsumme werden.
Sobald das geschehen ist, setze die ermittelten Ziffern einfach in die Softformel ein und auf geht’s zum Cache!
A = einstellige Ziffernsumme von 1-2 + 2-4 + 3-3 + 3-8
B = einstellige Ziffernsumme von 1-1 + 2-2 + 2-5 + 4-1
C = einstellige Ziffernsumme von 1-3 + 2-1 + 2-8 + 3-7
D = einstellige Ziffernsumme von 1-6 + 1-9 + 2-6 + 3-5 + 4-5
E = einstellige Ziffernsumme von 1-8 + 2-7 + 3-4 + 4-4
F = einstellige Ziffernsumme von 1-5 + 2-3 + 3-2 + 3-6 + 4-3
G = einstellige Ziffernsumme von 1-4 + 1-7 + 3-1 + 4-2
|
A
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B
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C
|
D
|
E
|
F
|
G
|
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1-2
|
1-1
|
1-3
|
1-6
|
1-8
|
1-5
|
1-4
|
|
1-2
|
1-1
|
2-1
|
1-6
|
2-7
|
1-5
|
1-4
|
|
1-2
|
1-1
|
2-8
|
1-6
|
3-4
|
2-3
|
1-7
|
|
1-2
|
2-2
|
3-7
|
1-6
|
4-4
|
2-3
|
3-1
|
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2-4
|
2-5
|
|
1-9
|
4-4
|
2-3
|
4-2
|
|
2-4
|
4-1
|
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2-6
|
4-4
|
2-3
|
4-2
|
|
2-4
|
4-1
|
|
2-6
|
4-4
|
3-2
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2-4
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|
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2-6
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3-2
|
|
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3-3
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2-6
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3-2
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Der Cache liegt bei: N 48° 5A.BCD – E 015° 00.EFG
DAS CACHEVERSTECK
Du hast die Endkoordinaten berechnet? Hervorragend, denn nun kannst du dich zum Cache aufmachen! Bis auf die letzten Meter kannst du dich diesem auf einem Weg nähern.
Die Dose selbst ist ein Large. Bitte achte darauf, dass der Behälter wieder mit dem Deckel nach unten (!) versteckt wird, denn nur auf diese Weise bleibt der Inhalt (hoffentlich) auch bei nassen Bodenverhältnissen trocken.
Bitte unterschreibe dich zusätzlich zum Logbuch im Petling auch am Schuh (eigenen Permanentmarker mitnehmen!).
Ich hoffe, dir hat diese Wanderung durch die Waldviertler Wald- und Flusslandschaften gefallen! Falls ja, dann sieh dir doch meine anderen Wandercaches an, vielleicht ist ja noch was für dich dabei.
Quellenhinweis: Einige Textstellen wurden aus dem Wanderführer "Der Weg entlang der Lainsitz verbindet uns: Abschnitt I. - Junge Lainsitz" von Klub ceskych turistu übernommen.