Irgendwo in Misburg (05)... Deurag-Nerag Multi-Cache
Der Fotograf: Hier ist jetzt Schluss. Vielen Dank für die netten Logs.
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Irgendwo in Misburg (05)... Deurag-Nerag
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Irgendwo in Misburg... ist eine Reihe von Caches, die sich mit Geschichte und Geschichten um und im Stadtteil Misburg beschäftigen. Es sollen vergessene Orte oder Geschehnisse dem Dunkel der Vergangenheit entrissen werden.
Die Deurag-Nerag war eine große Erdölraffinerie in Misburg bei Hannover (seit der Eingemeindung 1974 Hannover-Misburg). Der Doppelname setzt sich aus zwei symbiotisch arbeitenden Raffineriezweigen zusammen: Deurag steht für Deutsche Raffinerie AG, Nerag für die später hinzugekommene Neue Erdölraffinerie AG, die Flugmotorenöl herstellte. Nach dem Unternehmen ist eine Straße am früheren Werksgelände benannt.
Bis heute besteht die Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH, in deren Besitz sich das ehemalige Betriebsgelände befindet. Anteilseigner der GmbH sind die BEB Erdgas und Erdöl (80 %), die Shell Erdgasbeteiligungsgesellschaft (10 %) sowie die Esso Deutschland (10 %). Die technische Betriebsführung der Deurag-Nerag wurde 2002 auf die ExxonMobil Production Deutschland übertragen.
Der Gedanke zur Gründung der Raffinerie ging auf die schwierige Verarbeitungssituation der in Nordwestdeutschland vorhandenen Rohöle zurück. Da diese Rohöle sehr schwer und für normale Anlagen nicht geeignet waren, musste eine Raffinerie gebaut werden, die hierzu in der Lage war.[1] So schlossen sich die Preussag und die Elwerath im April 1931 zur "Deutschen Raffinerie AG" zusammen. An der Deurag waren die Elwerath zu 34 %, Preussag zu 33 % und die Ossag und Rhenania-Ossag zu je 16,5 % beteiligt.[2]
Dem damaligen Misburger Bürgermeister Gustav Bratke gelang es, die Raffinerie "Gewerkschaft Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag" am verkehrstechnisch günstigen Standort nahe Hannover anzusiedeln. Das Gelände hatte eine gute Verkehrsanbindung: über den Stichkanal Misburg bestand eine Verbindung zum Mittellandkanal, der Güterbahnhof Misburg war an die Güterumgehungsbahn Hannover angebunden.
1931 wurde mit dem Bau der Deurag begonnen. Die Raffinerie nahm 1932 den Betrieb auf. 1935 wurde die Schwesterfirma Nerag im westlich und südlich angrenzenden Bereich eröffnet. Beide Unternehmen arbeiteten von Anfang an eng zusammen und verfügten über eine gemeinsame Verwaltung. Die Fusion beider Werke zur Deurag-Nerag erfolgte 1955. Die Deurag umfasste zunächst eine Topdestillation, eine Dubbs-Crackanlage, zwei Kokskammern sowie nachgeschaltete Redestillations- und Raffinationsstufen.[3] Bereits 1933 wurden 110.000 t Rohöl nach dem amerikanischen Dubbs-Verfahren mit einem Eigenverbrauch von 6,5 % verarbeitet. Die Produkte bestanden zu 43 % aus Benzin, 19 % Petrolkoks, 16,5 % Diesel und 7,5 % Petroleum und Gas.[4]
Nahe dem Werkgelände der Ölraffinerie und dem Hydrierwerk befand sich von Juni 1944 bis April 1945 das KZ-Außenlager Hannover-Misburg des KZ Neuengamme. Die 1000 bis 1200 Häftlinge, die stets im Lager anwesend waren, kamen zum größten Teil aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich. Daneben gab es auch kleinere Nationalitätengruppen aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Die Anzahl der deutschen Häftlinge war mit 30 gering, und es waren zumeist Kriminelle, die wichtige Funktionsposten einnahmen. Die KZ-Häftlinge wurden bei Aufräumarbeiten auf dem durch Bombenangriffe beschädigten Raffineriegelände der Deurag-Nerag eingesetzt. 55 sind nachweislich während seines Bestehens zu Tode gekommen; es waren vermutlich wesentlich mehr. Gegen Ende des Krieges wurden die marschfähigen Häftlinge in ein Evakuierungsmarsch nach Norden in Richtung Neuengamme durchgeführt, der am 8. April 1945 im KZ Bergen-Belsen endete. Die nicht marschfähigen KZ-Häftlinge wurden mit Lastkraftwagen dorthin transportiert. Seit 1979 erinnert eine Gedenktafel auf dem Waldfriedhof an das nahebei erlittene Unrecht.[6] Auf dem früheren Lagergelände an der Hannoverschen Straße in Höhe des Mittellandkanals wurde 1989 als Mahnmal eine Skulptur von Eugène Dodeigne aufgestellt.
1986 schloss die Deurag-Nerag infolge von Überkapazitäten der deutschen Rohölverarbeitung, Teuerungen auf dem Ölmarkt und angeblicher Überalterung der Raffinerie. Die Werksanlagen wurden in den Folgejahren abgebaut. 2001 wurde die Deurag-Nerag-Straße in Misburg nach dem Erdölunternehmen benannt.[7] Im Jahr 2003 gab es politische Bestrebungen, das Gelände für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 2017 zu nutzen. Eine Bewerbung Hannovers kam aber nicht zustande. 2007 erfolgte auf dem Gelände südlich vom Stichkanal Misburg der Abbruch der ungenutzten Tanklager. Auf einem Teil des Südgeländes wird heute ein Tanklager von VTG-Lehnkering betrieben. Das Nordgelände ist (bis auf das Verwaltungsgebäude) komplett geräumt und inzwischen stark bewachsen. Aufgrund der nur unzureichend geklärten Schadstoffbelastung des Bodens ist eine Nachnutzung noch unklar. Im Frühjahr 2014 wurde das Verwaltungsgebäude auf dem Nordgelände abgerissen. Auf dem ehemaligen Tankstellengelände davor sind inzwischen freistehende Einfamilienhäuser entstanden.
(Quelle: Wikipedia)
Nun zum Cache: Das Gelände der DEURAG-NERAG MUSS zu keinem Zeitpunkt betreten werden.
Am Start findet ihr ein Schild mit einer Strassen- und Hausnummernangabe.
A=Hausnummer
Peile (A*80+36) in Richtung A+27 Grad zur Zwischenstation
An der Zwischenstation findest du ein Objekt mit einer Gedenktafel.
Die kleinere Jahreszahl ist ABCD
Die größere Jahreszahl ist EFGH
Das Finale liegt bei Nord (C+D)(A+E)° DC.A(2*D)G Ost F° (C+D)E.(G-C)(B-E)(B-F)
Additional Hints
(Decrypt)
zntargvfpu, Nhtrauöur
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