Um 800 Um 800 siedelten sich Sorben im jetzigen Oberdorf in einem kleinen Weiler an, den sie „Wjazonca“ an der „Wjazonica“ nannten, d. h. „Rüsterndorf am Rüsternbach“. Der Name „Wesenitz“ ist davon abgeleitet.
Um 1000 Nach der Jahrtausendwende brachten deutsche Ritter Bauern aus Franken in unser Gebiet. Diese rodeten den Wald und siedelten sich an. Der Ritter von Haugwitz soll die Ansiedler geführt haben. Er hatte auf der Anhöhe an der Alten Straße ein befestigtes Haus. An dieser Stelle steht die spätere „Bergtöpferei“; heute ist es das Wohnhaus Alte Straße 34.
Um 1200 Die Siedler suchten anfangs die Kirche in Göda auf. Um 1200 wurde eine katholische Kirche in unserem Heimatort erbaut. Sie erhielt den Namen „Unser lieben Frauen“ und war auch Grundlage für den Namen Neukirch. Die Bedeutung, die diese Kirche in jener Zeit hatte, zeigte sich u. a. auch darin, dass die Bewohner der umliegenden Dörfer Dretschen, Diehmen, Arnsdorf, Tröbigau, Tautewalde und Ringenhain sich zum Gottesdienst in diesem Haus versammelten. Heute gehört nur noch Ringenhain zur Pfarrgemeinde.
1222 Erstmalig wird Neukirch in der Urkunde des Bischofs Bruno II. von Meißen vom 25. Februar 1222 erwähnt. Der Ort wurde damals „Nuenkirgi“ genannt.
1241 Der Name unseres Ortes steht auch in der Oberlausitzer Grenzurkunde, deren Aufzeichnungen im Jahre 1213 begannen. Erst 1241 wurde diese Urkunde auf der Festung Königstein unterzeichnet. In dieser heißt unser Ort „Nuenkirchen“. Die in diesem Dokument genannten Festlegungen führten dazu, dass auch wie in anderen Orten unserer Umgebung durch das heutige Neukirch die Grenze zwischen den meißnischen Besitzungen und den Oberlausitzer Gebieten, die zu Böhmen gehörten, ging. Diese Zugehörigkeit der einzelnen Häuser und Fluren ist heute noch auf älteren Karten mit M. S. (Meißener Seite) und L. S. (Lausitzer Seite) bezeichnet.
Über einen Zeitraum von fast 200 Jahren gibt es keine uns bekannten Aufzeichnungen über Neukirch.
1436 soll nach einer Mitteilung des ersten Chronisten, des Schulmeisters Petrus Geißler, die Kirche "Unser lieben Frauen", in die Einwohner flüchteten, von Hussiten niedergebrannt worden sein.
1476-1505 erfolgte der Wiederaufbau der Kirche
1524 setzte der lutherisch gesinnte Pfarrer Gregor Schramm die evangelisch-lutherische Lehre durch.
Um 1580 wurde der „Niederhof“ als Rittersitz des Hans Georg Marschalk gebaut.
1623 übergab der Kaiser Ferdinand II. die Lausitz als Pfand für die vom sächsischen Kurfürsten Johann Georg geleistete Unterstützung. Im Frieden zu Prag 1635 wurde die Übergabe besiegelt. Damit kam das gesamte Neukirch unter sächsische Oberherrschaft.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) besetzten mehrere Male die Truppen verschiedener Mächte unseren Heimatort. Der Ort war am Ende des Krieges völlig verarmt und viele Einwohner hatten ihr Leben verloren.
1631 wurde der Ort von einer Schar von 100 kroatischen Reitern geplündert, wobei sechs Einwohner getötet und das kleine Rittergut Christof Parzifelds am Ausgang des Niederdorfes (Wustliche) in Brand gesteckt wurde.
1632 raffte die Pest 350 Einwohner dahin.
1637 verwüsteten Landsknechte und ein Trupp Reiter sieben Wochen lang den Ort. Einige Häuser gingen in Flammen auf. Die meisten Einwohner flohen in den Wald.
1645 setzten sich kaiserliche Offiziere mit 5.000 Soldaten und zwölf großen Geschützen in dem durch Plünderung schon arg mitgenommenen Dorf fest, sodass nach Abzug der Truppen der Ort verarmt und ohne Viehbestand war.
1701 - 1708 Bau der sieben "Nawen Häuser" (Valtenhäuser) als Pietistendorf durch Freiherrn von Burckersrode
1706 – 1708 Einquartierungen und Durchmärsche der Soldaten legten während des Nordischen Krieges der Bevölkerung schwere Lasten auf.
1723 Die alte Kirche war so baufällig geworden, sodass eine neue größere gebaut wurde, vorerst ohne Turm.
Am 15. Juli gingen die Rittergüter durch Kauf in die Hand des Freiherrn Daniel Erasmus von Huldenberg über. Dieser förderte lebhaft den Bau der Kirche.
1725 fand die Herrnhutsche Lehre durch den Pfarrer Reichel Eingang in Neukirch. Huldenberg bekämpfte erst die Herrnhuter Brüdergemeine, wurde aber später einer der eifrigsten Förderer.
1725 wurden das öde und felsige Land am Gickelsberg und 1728 bis 1737 der Wald am Lämmerberg zu Gutsfeldern gerodet.
1733 Der Kaufmann Rachlitz aus Bautzen übernahm einmal wöchentlich die Beförderung von Briefen nach Neukirch und zurück, wodurch der Ort die erste Postverbindung erhielt.
1735 wurden die Rupprechtshäuser errichtet. Das geschah auf Anordnung des Grafen von Huldenberg.
1737 entstanden die Steinhübelhäuser, die der Anfang einer Herrnhuter Siedlung werden sollten.
1749 – 1753 wurde an die neue Kirche der Kirchturm angebaut.
1758 Im Siebenjährigen Krieg wurden den Einwohnern durch Fuhrdienste, erhöhte Abgaben und Plünderungen wiederum große Lasten auferlegt. Der österreichische General Daun setzte sich in diesem Jahr mit 20.000 Mann in Neukirch fest. Durch das Vorrücken der Preußen musste er aber bald abziehen.
Um diese Zeit lebten in Neukirch ca. 2.000 Einwohner.
1759 wurde in dem ehemaligen Gut des Ritters von Haugwitz im Niederdorf die erste Töpferei eingerichtet („Bergtöpferei“).
1763 Bau der Gickelshäuser.
1788 richtete die Postdirektion Bautzen eine reitende Post von Bautzen über Neukirch nach Neustadt ein.
1813 Bei dem Rückzug der Franzosen, die auf dem Lämmerberg ein Lager aufgeschlagen hatten, kam es zwischen Franzosen und Kosaken zu einem Gefecht. Bei der Kanonade über das Dorf hinweg schlug eine russische Kugel durch den Knopf auf dem Kirchturm. Die Einwohner suchten in den Valtenhäusern und im Bergwald Schutz.
An dieser Stelle geht es dann aber mit einem anderen Cache weiter... "Napoleons Truppen"
Nun zu diesem Cache.
Ihn zu finden reicht hier nicht. Ein wenig Denken wird zur Pflicht.
Willst Du Dich tragen ins Büchlein ein, musst Du dieses erst befrei´ n.
Des Rätsels Lösung lässt sich seh´ n, in dem die Zahlen richtig steh´ n.
Den Code zu finden braucht´ s nicht lang, er schon auf Bischofs Schriftstück stand...
Nun rätselt fein und seid bedacht, auf die Dose gebt gut Acht!
Nicht mit Gewalt kommt man hinein, sondern nur mit Grips allein.
Für den FtF findet sich eine Kleine Überraschung, die ebenfalls mit FtF abgekürzt werden kann... :-)