Schon recht früh entstand 1879 eine Pferdebahnverbindung zwischen Köln und Mülheim. Die Deutz-Mülheimer Straße war eine wichtige Verbindung, an der auch das Werk von Klöckner-Humboldt-Deutz lag, bekannt durch Motoren, Traktoren und Magirus-Lkw, aber auch Straßenbahnwagen (vormals Van den Zypen & Charlier). Zwar wurde 1903 den Bahnen der Stadt Köln der Bau einer elektrischen Straßenbahn auf der Pferdebahnstrecke auf Mülheimer Straßen erlaubt, doch schon 1904 endete die Betriebskonzession. Danach musste an der Stadtgrenze etwas südlicher dieser Haltestelle bis 1910 zur Weiterfahrt in den Wagen der Mülheimer Kleinbahnen umgestiegen werden. Diese bauten dann Vorortstrecken nach Opladen und Schlebusch. Erst 1910 durften die Kölner Trams weiter bis Mülheim fahren. Die Linie 2 fuhr fortan über Dünnwalder Str. zur Berliner/Ringstr. Der Abzweig in die Danzierstr. wurde 1904 eröffnet und ab 1910 von der Linie 4 bedient, die über Bergisch-Gladbacher Str. zur Wichheimer Str. fuhr. Die Mülheimer Kleinbahnen aus Opladen und Schlebusch wurden nun über die Frankfurter Str. nach Höhenberg geleitet. Nachdem Mülheim 1914 nach Köln eingemeindet wurde, bestanden die Mülheimer Kleinbahnen weiter auf dem Fortbestand ihrer Konzessionen. 1933 wurden die Mülheimer Strecken dann nach Gerichtsentscheid von Köln übernommen. Dies führte auch hier zur Einrichtung von Kölner Vorortbahnlinien, nämlich der Linie O nach Opladen und der Linie S nach Schlebusch. Sie fuhren über Mülheimer Freiheit zur Dünnwalder Str., wo die Linie O in die Düsseldorfer Str. abzweigte. Diese Strecke wurde nach 1945 nicht wieder aufgebaut. Stattdessen wurden die Linien O und S nun über die Danzierstr. zum Wiener Platz geführt. Die Linie O fuhr dann ab 1951 über die wieder aufgebaute Mülheimer Brücke und wurde 1958 auf Bus umgestellt. Die Linie S fuhr hier noch bis 1959, später als Linie 14. 1962 wurde die nur eingleisige Strecke in der Danzierstr. aufgegeben und die Linie 14 auf die Neubaustrecke im Pfälzischen Ring auf besonderem Bahnkörper verlegt. Damit verschwand der Bahnverkehr an dieser belebten Stelle. Die Erschließung erfolgte nun über die Haltestelle Grünstr. In den letzten Jahren gab es wegen der geplanten Wohnbebauung im Mülheimer Hafen immer wieder Initiativen zum Wiederaufbau dieser Strecke. An einigen Stellen sind unter dem Asphalt der Deutz-Mülheimer Str. noch die alten Schienen zu sehen. An zahlreichen Hauswänden befinden sich noch die Wandanker der Fahrleitung. Die Dose befindet sich nahe der Verzweigung. Die Schnellbuslinie SB25 folgt heute weitgehend dem Verlauf der Linie O zwischen Heumarkt und Opladen vor 1945