Es kracht im Gebälk - Geocachertreffen am Tag des offenen Denkmals
Der »Tag des offenen Denkmals« findet am Sonntag, dem 9. September statt. Wir laden Euch ein, von 14.15 - 14.45 Uhr unter großen alten Bäumen über historische Gebäude zu fachsimpeln und natürlich über unser Hobby allgemein. Der eine oder andere Cache auch in Dresden bezieht sich ja auf besonders interessante Bauwerke.
Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr im Anschluss an einer Führung teilnehmen:
Der Alte Turm in Dresden-Leuben ist Teil des Vorgängerbaus der Himmelfahrtskirche. Die Alte Kirche wurde 1512 erbaut. 1902 wurde das Kirchenschiff abgerissen, durch bürgerschaftliches Engagement wurden aber zumindest der Alte Turm und der Alte Friedhof erhalten. Ab ca. 1921 wurde er als Ortsmuseum genutzt, ab 1951 wieder für die Kinder- und Jugendarbeit der Leubener Kirchgemeinde. Der Alte Turm und der Alte Friedhof sind von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen finden ab 14 Uhr halbstündlich statt. Es wird eine Ausstellung zur Baugeschichte im Alten Turm geben. Mit den Führungen kann der Alte Friedhof und die Dachkonstruktion des Alten Turmes erkundet werden. Außerdem werden in der Himmelfahrtskirche die Gegenstände aus der alten Dorfkirche, wie die Kirchenfenster, der Taufstein, der Altar, und der Epitaph gezeigt.
Zur Geschichte des Stadtteils
"Das Gebiet des heutigen Stadtteils Leuben war bereits vor 3000 Jahren besiedelt.
Ende des 6. Jahrhunderts wurde das Gebiet im heutigen Bereich der Leubener Himmelfahrtskirche von Sorben besiedelt. Sie bauten einfache Häuser und betrieben Viehzucht und Ackerbau, auch wenn der Boden kaum fruchtbar war. Erst im 10. Jahrhundert wurde Leuben von Deutschen unterworfen. Vom 968 gegründeten Bistum Meissen aus wurden die Sorben christianisiert und Leuben ein Teil der Dresdner Frauenkirchgemeinde, die vermutlich ab 1020 bestand.
Leuben mit der alten Kirche im Jahr 1820
Erstmals erwähnt wurde Leuben 1349 in einer Urkunde des Meißner Bischofs Johann_I._von_Isenburg. Zu dieser Zeit war es bereits ein Kirchendorf; ein eigener Sakralbau ist für das Jahr 1362 bezeugt. Die heutige Pirnaer Landstraße verlief bereits zu dieser Zeit durch das Dorf und führte über die Burg Dohna nach Pirna und weiter nach Böhmen. Die damals bestehende Kirche oder Kapelle war die einzige zwischen Dresden und Dohna, auch wenn über den Sakralbau selbst keine weiteren Nachrichten vorliegen. Erst der Neu- oder Erweiterungsbau aus dem Jahr 1512, die Alte Kirche, ist bildlich überliefert. Bereits im 14. Jahrhundert gehörten Dobritz und Niedersedlitz zum Leubener Kirchspiel, 1539 waren Laubegast, Seidnitz und anteilig Reick nach Leuben gepfarrt sowie ab 1561 auch Tolkewitz. Die Toten der Dörfer wurden auf dem Leubener Kirchhof beigesetzt.
Obwohl Leuben als Kirchendorf eine wichtige Bedeutung für die umliegenden Dörfer hatte, blieb es in seiner Struktur ein kleines Bauerndorf mit Kirche. Die Einwohnerzahl lag 1547 bei 18 besessenen Mann. Frauen, Kinder und Hausangestellte wurden damals nicht in der Zählung berücksichtigt! Im Jahr 1764 bestellten elf besessene Mann acht Hufen Land zu je 24 bis 25 Scheffel. Daneben wohnten Mitte des 18. Jahrhunderts in Leuben 15 Häuslerfamilien, die von Lohn- und Handwerksarbeit lebten.
Die Einwohnerzahl wuchs im Zuge der Industriellen Revolution und stieg von 365 Einwohnern im Jahr 1871 auf 3472 im Jahr 1900. Des Weiteren finanzierte Oskar Ludwig Kummer, Gründer der Kummerwerke, noch vor der Jahrhundertwende den Bau der elektrischen Dresdner Vorortsbahn, um auswärtige Arbeiter zu den Fabriken bringen zu können. Das Gemeindeamt und die Kirche aus dem Jahr 1512 waren für das gewachsene Leuben nun zu klein und wurden durch größere Neubauten ersetzt. Die neue Himmelfahrtskirche wurde 1901 geweiht und die alte Kirche bis auf den Turm abgetragen. Leuben verlor durch den Kirchenneubau ein wichtiges dörfliches Element, da die beiden Teiche auf dem Dorfplatz zugeschüttet werden mussten." [wikipedia]