Als Projekt der LAG Südlicher Steigerwald wurde das leerstehende marode Gebäude der alten Schule in Thüngfeld im Frühsommer 2017 abgerissen und ein neuer Dorfplatz geschaffen. Jetzt ist der Blick frei auf die zuvor verdeckte Pfarrkirche Sankt Bartholomäus. Bereits seit 1967 stand das Gebäude leer.
Am Kirchweih Wochenende 2018 ist der kleine Dorfplatz mit der Segnung den Bürgern zum Geschenk gemacht worden. Drei Schulkinder aus Holz, eine Arbeit der Kettensägenkünstlerin Res Hofmann, sind Teil des Platzes. Neben dem Kunstwerk weist eine Infotafel auf den historischen Hintergrund hin.
Ab 1490 gibt es erste Nachweise über einen Schulmeister in Thüngfeld. Die erste urkundliche Erwähnung eines Schulhauses stammt von 1612. Es wird von einem "... neu Baulein' gleich neben der Kirch..." gesprochen. Der Bau wurde aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen 1793/94 abgebrochen und durch ein neues Haus ersetzt. Weitere Um- und Ausbauten des Gebäudes bis 1881 und 1930 fanden statt. 1967 wurde die Schule in Thüngfeld geschlossen und das Gebäude als Gemeindekanzlei, Standesamt und Sitzungssaal genutzt. Eine letzte Renovierung fand 1976/77 statt. Eine Zeit lang befand sich das einstige Schulgebäude in Privateigentum. Vor einigen Jahren kaufte die Stadt Schlüsselfeld das Gebäude nach einem Brand wieder zurück.
Quelle: nach der Festschrift der FFW Thüngfeld zum 125 jährigen Jubiläum, 2003
Hier versteckt sich eine kleine Dose, EinStein in Thüngfeld.
Bitte nehmt euch ein paar Minuten Zeit, setzt euch auf eine der Bänke und sucht möglichst unauffällig, zuerst nur mit den Augen.