
Glaube, LIEBE, Hoffnung

Dorfkirchen können durchaus etwas Besonderes sein. So auch die in Lausa. Schon von weitem sieht man den Kirchturm (eigentlich ist es ein Dachreiter) und ist erst einmal fasziniert davon, dass das spitz aufragende, leicht schräg stehende Türmchen mit Holzschindeln bedeckt ist. Erst auf den zweiten Blick sieht man eine noch viel größere Besonderheit: Die Wetterfahne auf der Spitze zeigt nicht nur den Fisch als Christus-Symbol, sondern auch einen kupfernen Halbmond mit Stern darüber…

Die Geschichte dahinter: Im Jahr 1683 war für die Gemeinde das größte Ereignis die Rettung Wiens vor den Türken, die in jenem Jahr Wien zum zweiten Mal belagert hatten. Der sächsische Kurfürst Johann-Georg III. hatte mit 12.000 Sachsen den Sieg miterfochten. Überall wurden deshalb in den Kirchen Dankfeste gefeiert.

Dieser Sieg wurde auch 1690, mit Beendigung des Neubaus der Lausaer Kirche nach dem dreißigjährigen Krieg, durch die außergewöhnliche Wetterfahne an der Turmspitze verewigt, die den türkischen Halbmond als Sinnbild für die aus Verwüstung wiedererstandene Kirche zeigt.
Wer mehr erfahren möchte, der kann hier gern nachlesen:
Förderverein Dorfkirche Lausa e.V.