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Nagelfluh-Konglomerate im Gaistal EarthCache

Hidden : 9/16/2018
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:







Nagelfluh-Konglomerate im Gaistal

Die Gebirgsbildung der Alpen (Alpidische Orogenese) umfasst eine Zeitspanne von etwa 100 Millionen Jahren. Die stärkste Phase der Hebung war im Oligozän und Miozän vor etwa 30 bis 20 Millionen Jahren. Es herrschten tropische Klimabedingungen, in deren Folge monsunartige Sturzfluten riesige Mengen von Geröll und Gesteinsschutt transportierten. Die an anderer Stelle wieder abgelagerten Gerölle bezeichnet man als Molasse, mit weiterer Differenzierung hinsichtlich des Ablagerungsortes und der Ablagerungsart (außeralpine und inneralpine Molasse, Süßwasser- und Meeresmolasse).



Im heutigen Gaistal findet man inneralpine Talmolasse mit überwiegend aus Kalkstein bestehenden Schottern. Meterdicke Ablagerungen mit Gerölldurchmessern von vielen Zentimetern wurden durch den Überlagerungsdruck jüngerer Gesteine zu mächtigen Konglomerat-Bänken verfestigt. Das Konglomerat-Gestein entstand dabei durch die Wiederausfällung des im Grundwasser enthaltenen Calciumcarbonats (gelöster Kalk) durch Temperatur- und/oder pH-Wert-Änderungen. Der Raum zwischen den Geröllen wurde durch diesen natürlichen "Zement" vollständig ausgefüllt. Da die eingeschlossenen Gerölle wie die Köpfe von großen Nägeln aussehen, werden diese Konglomerate nach einem schweizerischen Begriff als "Nagelfluh" (Fluh=Fels) bezeichnet. Nagelfluh erinnert an Beton: In einer verkitteten Grundmasse sind abgerundete Gesteinsbrocken eingeschlossen, die durch Verwitterung (Erosion) langsam an die Oberfläche gelangen und schließlich abbröckeln. Nagelfluh-Gesteine sind geologisch junge Konglomerate voreiszeitlicher Ablagerungen. Der Begriff "conglomerare" ist lateinischen Ursprungs und bedeutet "zusammenballen". Klastische Sedimente mit mindestens 50% gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll) werden so bezeichnet. Wenn die verkitteten Bestandteile überwiegend scharfkantig sind, spricht man hingegen von Brekzien.



Ofenartige Auswaschungen in den Felswänden, verursacht durch das Wasser der Leutascher Ache, gaben dem hier vorgestellten Ort seinen Namen: "In den Öfen". Die markante Engstelle am Eingang zum Gaistal war schon immer gefürchtet, da Hochwässer den Eingang ins Tal versperren konnten.



Begebt euch nun an die angegebenen Koordinaten und schaut euch ein wenig um! Nach den aktuellen Earthcache-Guidelines dürft ihr euren Besuch sofort loggen. Parallel dazu beantwortet ihr mir bitte die nachfolgenden Fragen. Nutzt dazu die Kontaktmöglichkeiten über mein Geocaching-Profil. Ich melde mich bei euch, wenn eine oder mehrere Fragen nicht richtig beantwortet sein sollten.

1) Welchen maximalen Durchmesser haben die Einschlüsse im Gestein? Sind diese überwiegend rund oder eckig?

2) Die hier abgelagerten Konglomerate sind markant schräg gestellt. Was kann hierfür eine Ursache sein?

3) Die Nagelfluh-Konglomerate ähneln einem bekannten Baustoff. Welcher ist das und warum ist das so?

4) Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu! Hierbei handelt es sich um eine Logbedingung gemäß den Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019!

HINWEIS: Ich erwarte von euch eine Nachricht mit den Antworten und ein Vor-Ort-Foto im Log!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Earthcache!

Quellen (09.10.2018):

https://www.lfu.bayern.de/geologie/geotope_schoensten/77/index.htm
https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/nagelfluh/10917
https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/molasse/5201
https://de.wikipedia.org/wiki/Alpidische_Orogenese
https://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein)
https://de.wikipedia.org/wiki/Molasse

Bei den im Listing veröffentlichten Fotos handelt es sich um eigene Aufnahmen vom 16.09.2018.


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