Kennst du Münster wirklich?
Wer denkt, er hat in Münster schon alles gesehen, der sei hier nun eines besseren belehrt. Ein Muggel machte mich auf diese Besonderheit Münsters aufmerksam. Ich fand, sie ist einen Cache wert.
Die Kinderhand an der Ludgerikirche
Schon leicht verwittert ist die in Sandstein dargestellte Hand unterhalb eines Chorfensters an der Ludgerikirche.

Von ihr erzählte eine Sage:
Ein ungezogenes Kind habe seine Mutter geschlagen, sei gestorben und dann auf dem Friedhof der Ludgerikirche begraben worden. Aber schon bald darauf sei die rechte Hand des Kindes aus dem Grab heraus gewachsen. Und so oft man auch den Grabhügel wieder aufgefüllt hat, stets habe sich die Hand wieder gezeigt.
So tat man das Gelübde, die Hand an der Kirchenmauer in Stein zu verewigen. Wie der Bildhauer die Arbeit vollendet hatte, so verschwand die Hand beim echten Grab.*

Um den Cache zu finden, bedarf es keinen großen Aufwands. Begebt euch zu den Startkoordinaten.
Hier findet ihr die Hand. Schau dir das Fenster darüber an:
Das zweite Fenster von unten an der rechten Seite: Wie viele gelbe Teilflächen hat es? Das ist A.
Von hier aus gehe zu Station 2.
Hier ist ein Schild:
Die zweitletzte Ziffer der vorletzten Reihe ist B.
Die letzte Ziffer in der vorletzten Reihe ist C.
Um D zu ermitteln benötigt ihr die Ziffer, die in der vierten Reihe (ohne Überschrift) zuletzt vorkommt.
Für E nehmt von der Zahl in der fünften Reihe (ohne Überschrift), die 3. Ziffer.
Den Cache findet ihr dann bei N 51° 57.A(E-C)(B-C) E 007° 37.B(C+C)D
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen.
GeoChecker.com.
Ihr sucht einen Petling. Aufgrund der hohen Gebäude ringsum kann es leider auch zu Abweichungen (bisher bis zu 8 m) kommen.
Hier noch einige Informationen zur Ludgerikirche:
St. Ludgeri ist einer der ältesten katholischen Sakralbauten im westfälischen Münster unter dem Patrozinium des heiligen Ludger und entstand ab dem Jahr 1173.
Blick von Südwesten auf den Vierungsturm. Übergang der Stilepochen zwischen der zweiten und dritten Etage Um das Jahr 1180 entstand als Nachfolger eines kurz zuvor angelegten ersten Bauwerks aus Holz der erste Bau von St. Ludgeri, der in seinen Grundzügen zu einem großen Teil erhalten geblieben ist. Somit entsprechen Mittelschiff sowie die beiden Seitenschiffe weiterhin dem ursprünglichen Bau. Die Fertigstellung fiel in den Zeitraum um das Jahr 1220.
Nachdem die Kirche beim Stadtbrand im Jahre 1383 Schaden genommen hatte, wurde sie in veränderter Form wiederaufgebaut. Der zunächst relativ kleine Chor auf der Ostseite wurde zu einem großen Hochchor erweitert. Da hierbei das Dach zusätzlich erhöht wurde, musste der im Zentrum der Kirche liegenden Vierungsturm ebenfalls erhöht werden. Der ursprünglich mit zwei romanischen Geschossen mit gekuppelten Fensteröffnungen aufwartende Turm wurde um eine Etage im Stile der Gotik aufgestockt. Diese ist mit Blendquadern und spitzbogigen Maßwerkfenstern versehen. Zusätzlich bekam der Vierungsturm noch ein durchsichtiges Obergeschoss mit einer Maßwerkgalerie und krabbenbesetzten Fialen als Verzierung.
Die beiden Westtürme des ursprünglichen Sakralbaus fielen ebenfalls dem Brand von 1383 zum Opfer, wurden aber erst 1876 ersetzt.
Die Kirche besitzt zwei Portale, die den Zugang zum Inneren erlauben. Das Südportal ist der übliche Zugang zum Gebäude und besitzt als Besonderheit eine Inschrift auf dem Türsturz aus dem Jahre 1537. Die Inschrift lautet „V.D.M.I.E Anno Domini 1537“ als Abkürzung für „Verbum Domini Manet In Aeternum Anno Domini 1537“. In der deutschen Übersetzung bedeutet der Satz „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit“. Das Besondere dieser Inschrift ist das Datum ihrer Entstehung (1537). Denn bereits im Jahre 1535 war Münster nach einem kurzen reformatorischen Zwischenspiel unter Bernd Rothmann ab 1532 und der darauf folgenden Täuferherrschaft von 1534 bis 1535 nach Beschluss der Reichsstände wieder katholisch geworden.
Das Westportal wird dagegen nur bei feierlichen Liturgien verwendet. Es enthält seit dem Jahr 1861 ein Tympanon mit dem thronenden Ludgerus in der Mitte, umgeben von der heiligen Heriburg zu seiner Rechten und dem Sänger und Dichter Bernlef. Letzterem soll nach Fürsprache des heiligen Ludgerus das Augenlicht geschenkt worden sein.
** *Quelle Kennen Sie Münster? Clemens Köyer **Quelle Wikipedia