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Die Geschichte vom kleinen Tannenbaum
Es war einmal, vor gar nicht langer Zeit ein kleiner Tannenbaum. Er stand zwischen seinen BrĂŒdern und Schwestern in einer Baumschule. Sie wuchsen auf und warteten auf Weihnachten. Aus den Worten der Menschen wussten sie, dass es wohl eine ganz besondere Zeit sei und sie alle dazu bestimmt waren "WeihnachtsbĂ€ume" zu werden. Sie wĂŒrden zu einem Fest der Menschen, bei dem es um Liebe, Geburt und Familie ging, festlich geschmĂŒckt werden, mit Kugeln aus Glas, Sternen und strahlenden Lichtern.
Auch der kleine Tannenbaum hörte davon und dachte darĂŒber nach. Er erkannte: âDie Menschen wĂŒrden sie abschneiden um sie in ihre HĂ€user zu bringen!!!â Das BĂ€umchen bekam furchtbare Angst und wollte um keinen Preis der Welt ein "Weihnachtsbaum" werden.
Es beschloss krumm zu wachsen, dann wĂŒrde ihn sicher kein Mensch haben wollen.
In den folgenden Monaten gab es sich sehr groĂe MĂŒhe schief und krumm zu wachsen, das war lĂ€ngst nicht so einfach weil die Sonne immer wieder versuchte es zu sich zu ziehen.
Das Fest rĂŒckte immer nĂ€her und die Tannen wurden immer aufgeregter. Nicht so der kleine, krumme Tannenbaum, er war sehr besorgt um seine Geschwister. Immer öfter kamen Menschen in die Baumschule und kauften seine wunderschönen, aufrecht gewachsenen Geschwister. Manche Menschen achteten gar nicht auf ihn, andere rĂŒmpften ihre Nasen wenn sie ihn sahen. Einmal hörte die kleine Tanne wie jemand rief: "sieh dir mal dieses hĂ€ssliche Ding an, der taugt doch nur zu Brennholz..."
Und aufs neue begann das BĂ€umchen sich zu sorgen, was wenn es am Ende doch abgeschnitten und zur Strafe fĂŒr seine Torheit wirklich verbrannt wĂŒrde? Es kam wie es kommen musste, am heiligen Abend war es der letzte Baum in der Baumschule. Nun fĂŒhlte es sich sehr allein, traurig und Ă€ngstlich.
Der Abend brach an und alles wovor es sich gefĂŒrchtet hatte trat nun ein, ein Baumpfleger kam mit einer SĂ€ge. "Tja mein Freund, wer will schon eine so krumme und schiefe Tanne wie dich als Weihnachtsbaum zuhause haben? Der Mann bĂŒckte sich hinunter zu seinem Stamm, bog einige Zweige zur Seite und begann den kleinen Tannenbaum ab zusĂ€gen um fĂŒr die WeihnachtsbĂ€ume des kommenden Jahres Platz zu schaffen.
Er trug das TannenbĂ€umchen zu einem Abfallhaufen am Rande des GelĂ€ndes. Als es da so lag, vergessen, abgetrennt von seinen Wurzeln, wurde er sehr traurig. es dachte an die ErzĂ€hlungen seiner Geschwister, an Lichter, Sterne, Liebe, Geburt und glĂŒckliche Menschen. Nun bedauerte es nicht auf sie gehört zu haben.
WĂ€hrend es sich nun also ein wenig leid tat kamen eine Ă€rmlich gekleidete Frau und deren kleine Tochter vorbei. Die Beiden sahen mindestens so unglĂŒcklich aus, wie es sich fĂŒhlte. Das Kind entdeckte das BĂ€umchen und ein Leuchten ging ĂŒber sein kleines Gesicht. Es rief "Schau mal Mama da liegt ein Weihnachtsbaum. So ein GlĂŒck, dass wir den gefunden haben, jetzt werden wir doch noch richtige Weihnachten feiern."
Ehe sich der kleine, krumme Tannenbaum versah, hatten die beiden ihn aufgenommen, trugen ihn in ihre kleine aber gemĂŒtliche Wohnung. Nun begannen sie ihn zu schmĂŒcken, ein paar Kugeln aus federleichtem Glas wurden an seine Ăste gehĂ€ngt. AuĂerdem viele, viele Sterne aus goldener und silberner Folie, die das kleine MĂ€dchen gebastelt hatte. Als Krone setzte ihm die Frau einen groĂen Engel auf die Spitze. Zu guter Letzt bekam das BĂ€umchen auf fast jeden Zweig eine Kerze und als die dann angezĂŒndet waren, erstrahlte der kleine, krumme Tannenbaum in hellstem Glanz.
Voller Stolz und Freude betrachteten die beiden ihr Werk und das Kind sagte: "das ist der schönste Weihnachtsbaum den wir je hatten!"
Der wunderschöne, kleine, krumme Weihnachtstannenbaum dachte glĂŒcklich
"jetzt ist es gut". Und die erste seiner Nadeln fiel zu Boden...
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