Einleitung:
Entlang der Gera breitet sich vom Nordpark bis weit in die Gemarkungen der nordwestlich von Erfurt gelegenen Ortschaften eine einzigartige Auenlandschaft aus. Hier wurde Stück für Stück begonnen die Landschaft an den Flussufern zu renaturieren. Der Fluss und seine Uferlandschaften sind für Menschen Tiere und Pflanzen ein wahres Refugium. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde ein öffentlicher Zugang zu dem bisher durch Kleingärten nicht zugängigen Bereich geschaffen.
Jetzt ist es möglich im Norden von Gispersleben an der Gera eine ungewöhnliche Felsformation zu besichtigen:
„Die rote Wand“
Zum Cache:
Die Rote Wand ist ein Naturdenkmal und seit 2004 geschützt.
Sie befindet sich an einer Flussbiegung. Gegen sie prallt das Wasser und das lässt das Gestein erodieren. Dies ist bei Hochwasser besonders stark. Dadurch treten die Gesteinsschichten an die Oberfläche und man kann hier Prozesse der Geologie gut erkennen, die Sedimentation (Ablagerung), die Erosion (Abtragung) und den Transport.
An dieser Stelle kann man durch den Einschnitt des Wassers ins Gelände sehr gut die Schichtung sehen, was sehr selten ist und hier zu dieser Besonderheit führt.
Entstehung:
Im natürlichen Kreislauf der Gesteine werden die an die Erdoberfläche gelangten Gesteine und Mineralien Einflüssen der Verwitterung ausgesetzt. Dies geschieht durch physikalische, chemische und biogene Einflüsse. Auch das Klima hat einen großen Einfluss auf den Verwitterungsprozess, den Wind, Wasser und Eis haben daran einen großen Anteil. In Abhängigkeit von der Festigkeit und den einwirkenden Bedingungen entsteht größerer und kleinerer Verwitterungsschutt. Durch Wind, Wasser, Gletscher und die Schwerkraft wird das Material dann transportiert, was über größere Entfernungen geschehen kann, bis es wieder an einer Stelle abgelagert wird. Je nach Material, welches abgelagert wird entstehen mehrere Schichten übereinander, die sich in Farbe und Struktur unterscheiden.
Diese Steilwand entstand aus Ablagerungen der mittleren Zeit des Keupers. Sie wurden in einer ebenen Senke abgelagert, die große Teile des heutigen Mitteleuropas umfasste, dem Germanischen Becken. Auf Grund der Kontinentaldrift hätte Gispersleben damals zwischen dem 30. und dem 31. nördlichen Breitengrad gelegen. Das Klima war subtropisch und sehr trocken, der Fachbegriff dafür lautet arid. In den Teils abflusslosen Wüstenseen wurden neben tonigen und silitigen Sedimenten auch Gipsschichten abgelagert. Nur kurzzeitig erreichte ein aus Norden kommender Fluss das Gebiet und lagerte Schilfsandstein ab. Insbesondere dessen tonige Überflutungssedimente bilden den Rohstoff für die Herstellung von Ziegelsteinen und damit für die Entstehung großer Ziegelwerke im zentralen Thüringer Becken.
Aufgaben:
1. Anhand der Infotafel erfährst Du etwas über die Materialien der Ablagerungen. Woraus besteht die Ablagerung, die der Wand ihren Namen gibt?
2. Betrachte vor Ort die Wand und erläutere, ob dieser Zustand so bleibt oder ob sie sich weiter verändert.
3. Durch welchen geologischen Vorgang gelangten diese abgelagerten Schichten in den Raum von Gispersleben und welches heutige Gebiet war das?
Wenn Du möchtest füge Deinem Log ein Foto bei. (Du must nicht auf dem Bild zu sehen sein. Die Tafel darf nicht lesbar abgebildet sein.)
Sende die Antworten über mein Profil oder Message-Center.
Achtung: Der Zugang ist nur über die angegeben Koordinaten möglich.
Quelle: Tafel der Initiative-Geraaue (vor Ort)
Quelle: Wikipedia
Foto: privat