Die evangelische Gethsemanekirche liegt im Helmholtzkiez des Pankower Ortsteils Prenzlauer Berg. Sie wurde 1891–1893 nach Plänen von August Orth erbaut und verdankt ihre Bedeutung nicht zuletzt ihrer Rolle während der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989. Sie ist heute eine von vier Kirchen der EKPN (Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord), neben der Paul-Gerhardt Kirche, dem Stadtkloster Segen und dem Elias-Kuppelsaal.
Die Kirche ist von Mai bis September täglich von 17-19 Uhr geöffnet.
Der Sonntags-Gottesdienst findet fast ausnahmslos jede Woche um 11 Uhr statt und dauert ca. 1h - Einzelheiten sind den Informations-Tafeln neben den Eingängen und der Internetseite zu entnehmen.
Jeden Tag um 18:00 findet außerdem eine 30-minütige Andacht für Frieden, Freiheit und Menschenrechte statt.
Baubeschreibung
Die Gethsemanekirche ist eine interessante Mischung aus Zentral- und Längsbau. Von außen den Eindruck einer longitudinalen Hallenkirche mit klar erscheinendem Querschiff erweckend, ist im Innern die Vierung als großes Achteck mit Sterngewölbe ausgeführt, das große Teile des Innenraums einnimmt und eine zentralisierende Wirkung erzeugt. Das Querschiff ist im Innern kaum erkennbar, auch die Seitenschiffe verschwinden unter den üppigen, mit Ausnahme des Chors um den ganzen Innenraum herumgezogenen Emporen.

Auch stilistisch ist der Bau nicht eindeutig zuzuordnen. Neben romanisierenden Elementen wie Rundbogenfenstern oder der Fensterrose der Westfassade dominieren gotische Baudetails das Gebäude, etwa die Kreuzrippengewölbe, die Bündelpfeiler oder die Maßwerkfenster. Die Proportionen des Innenraums haben jedoch nichts mit einer mittelalterlichen Kirche gemeinsam, die wild komponierten Emporen (im Westen doppelgeschossig) erinnern eher an barocke Ausgelassenheit.
Der Bau schließt im Osten mit einer Apsis, umgeben von einem Chorumgang, der die Sakristei und Gemeinderäume enthält.

Der Außenbau wirkt strenger als der Innenraum. Es dominiert der hohe Westturm, ein viergeschossiger Bau auf quadratischem Grundriss, gekrönt von einer steilen achteckigen Turmspitze. Im Erdgeschoss befindet sich hinter dem monumentalen Portal eine gewölbte Eingangshalle. Die Außenwände der Kirche sind durch kräftige Strebepfeiler gegliedert, die an den Gebäudeecken von Fialtürmchen gekrönt sind.
Schwierigkeit 3 wegen hohem Muggelaufkommen!
Und ihr müsst nach einem Nano Ausschau halten...