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KulturGeschichtsPfad Obergiesing-Fasangarten 17#2 Multi-Cache

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Sabbelwasser: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
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Danke und Gruß,

Sabbelwasser
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Hidden : 11/12/2018
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Die KulturGeschichtsPfade der Landeshauptstadt München sind Rundgänge entlang historisch bedeutsamer Orte und Ereignisse in Münchner Stadtvierteln.
Sie sind nach Stadtbezirken gegliedert und sollen zu einem flächendeckenden Netzwerk der Geschichte Münchens ausgebaut werden.
Münchnerinnen und Münchner sowie Auswärtige können mit den KulturGeschichtsPfaden lokale Besonderheiten der Stadtgeschichte entdecken. Die KulturGeschichtsPfade führen zu bedeutenden Bauwerken, geschichtsträchtigen Plätzen und Wohnungen oder Wirkungsstätten bemerkenswerter Persönlichkeiten des jeweiligen Bezirks.
Die offiziellen Broschüren der Landeshauptstadt München für die Rundgänge könnt ihr hier herunterladen.

Als Geocacher könnt ihr diese interessanten Pfade jetzt auch mit eurem Hobby kombinieren, indem ihr nebenbei ein paar Fragen beantwortet und euch auf eine kurze Dosensuche begebt. Damit der Multi nicht zu lange wird, habe ich diesen in 4 Teilabschnitte gegliedert. Da die Strecken doch etwas weiter sind, empfehle ich, hier das Rad zu nehmen. Grundsätzlich sollte der Multi auch rollstuhltauglich sein - für die lange Wegstecke könnte eine Unterstützung aber empfehlenswert sein.
Auf der Tour bieten sich noch eine ganze Reihe von Tradis als "Beifang" an, die ich in dieser Liste gespeichert habe.

Justizvollzugsanstalt Stadelheim

1889 erwarb die Stadt München das landwirtschaftliche Gut Stadelheim, um hier 1892–1894 das Königliche Strafvollstreckungsgefängnis Stadelheim zu errichten (Stadelheimer Straße 12). Der Volksmund taufte die Anstalt, in der zunächst vor allem Kleinkriminelle und Untersuchungshäftlinge einsaßen, »St. Adelheim«.

Im »Stadelheimer Tagebuch« berichtet der Schriftsteller Ludwig Thoma über seine sechswöchige Haft, die er 1906 wegen der Veröffentlichung eines satirischen Gedichts in der Zeitschrift »Simplicissimus« absitzen musste. Auch Kurt Eisner saß hier ein, nachdem er im Januar 1918 zum Generalstreik aufgerufen hatte. Im Mai 1919 wurde Stadelheim erstmals zum Schauplatz politischenTerrors: Anhänger und Repräsentanten der Räterepublik wurden hier ermordet, unter ihnen der Sozialphilosoph und vormalige Volksbeauftragte für Volksaufklärung der Münchner Räterepublik, Gustav Landauer. Eugen Leviné, KPD-Politiker und Anführer der zweiten, kommunistischen Münchner Räterepublik, wurde am 4. Juni 1919 wegen Hochverrats verurteilt und einen Tag später in Stadelheim erschossen.

1922 war Adolf Hitler wegen Landfriedensbruch vier Wochen in Stadelheim inhaftiert. Nach der »Machtergreifung« wurde das Gefängnis zu Bayerns zentraler Haft- und Untersuchungsanstalt für politische Gefangene. Hier wurde 1934 die Mordaktion an Ernst Röhm und der SA-Führung durchgeführt. 1942 wurde Stadelheim Hinrichtungsstätte des südöstlichen Reichsgebiets. Die Hinrichtungen wurden seit 1936 überwiegend mit dem Fallbeil (Guillotine) vollstreckt. Gekleidet in Gehrock und Zylinder vollzog Scharfrichter Johann Reichart (1893 –1972) zusammen mit seinen Gehilfen von 1933 bis 1945 in Stadelheim mindestens 1.000 Hinrichtungen. Unter den Hingerichteten waren Widerstandskämpfer verschiedener Nationalität, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Erst 1974 wurde »Den Opfern der Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945«, die in Stadelheim umgebracht worden waren, eine Gedenkstätte errichtet. 34 Jahre später, am 23. Februar 2008, wurde die Gedenkstätte schließlich zum 65. Jahrestag der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl und von Christoph Probst öffentlich zugänglich gemacht.

Frage 1: Hier neben dem Eingang zum Gefängnis findet ihr direkt an der Gefängniswand eine etwas kuriose Tafel mit den Bedingungen zur Benutzung des Parkplatzes. Im letzten Satz werden "..." Ansprüche genannt. Gesucht ist der BWW von "..." -> A=BWW

Reichszeugmeisterei/McGraw-Kaserne

1934 kaufte die NSDAP das Grundstück zwischen Tegernseer Landstraße, Peter-Auzinger- und Soyerhofstraße, das einst der Karosseriebaufirma Beißbarth gehört hatte. Zwei Jahre später erwarb die Partei den Warthof, der seit 1911 als evangelisches Waisenhaus genutzt wurde. Auf dem riesigen, verkehrstechnisch günstig gelegenen Areal entstanden ab 1935 die Gebäude der Reichszeugmeisterei, des Reichsautozugs Deutschland und des Hilfszugs Bayern. Neben Dienstgebäuden und Wohnblocks zur Unterbringung der Beschäftigten wurden unter anderem ein Fernheizwerk mit einem weithin sichtbaren rechteckig gefassten Turm, eine Großgarage, Werkstätten, eine Tankstelle und eine Zeltwäscherei errichtet. Die Reichszeugmeisterei war das zentrale Beschaffungsamt der NSDAP und entwickelte sich zu deren größten Dienst stelle. Sie kontrollierte die Herstellung und den Vertrieb sämtlicher parteiamtlicher Ausrüstungsgegenstände und Uniformen wie Braunhemd, Hakenkreuzfahne und Parteiabzeichen. Der Reichsautozug Deutschland gewährleistete mit seinen etwa 100 Spezialfahrzeugen und seinen Lautsprecherkapazitäten die technische Ausstattung von Großveranstaltungen. Der Hilfszug Bayern war bei Massenveranstaltungen zuständig für die Verpflegung und den Sanitätsbereich. Ab 1938 wurden die mobile Großküche, der Operationswagen, die Lazarettzelte und die Wohnzeltanlage des Hilfszugs Bayern bei der Besetzung Österreichs, der Sudetengebiete und der Tschechoslowakei eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die US-Armee die weitgehend unzerstörten Gebäude als Kaserne und benannte sie 1948 nach dem im Rheinland gefallenen Gefreiten Francis X. McGraw (1918 –1944). Die McGraw-Kaserne war zunächst Sitz der Militärregierung für Bayern. Bis 1964 war hier die US-Militärpolizei untergebracht, später Nachrichtendienstabteilungen (Military Intelligence). Von 1975 bis 1992 befand sich hier das Hauptquartier von AAFES-EUR (Army and Air Force Exchange Service Europe), das für die Verwaltung und Versorgung von Einkaufsläden, Snack-Bars und Tankstellen in ganz Europa zuständig war. Auf dem Kasernenareal entstanden zahlreiche zentrale Service- und Freizeiteinrichtungen für Angehörige der US-Armee und für amerikanische Zivilangestellte: Es gab einen Supermarkt (Commissary), ein Kino, Sporteinrichtungen, Bars und eine Filiale der University of Maryland. Deutsche Firmen belieferten die Kaserne und mehrere hundert deutsche Zivilisten arbeiteten hier.

Am 2. August 1972 wurde der McGraw-Graben unterhalb des Kasernengeländes eröffnet. Dadurch wurde die seit Kriegsende für deutsche Fahrzeuge im Kasernenbereich gesperrte Tegernseer Landstraße wieder passierbar.

Nach dem Abzug der US-Truppen 1991/1992 bezogen verschiedene Dienststellen der Münchner Polizei die ehemalige McGraw-Kaserne. Die Ansiedlung weiterer Dienststellen und die Schaffung von Wohnungen für Polizisten sind geplant. Im Dezember 2014 wurde auf dem ehemaligen Kasernenareal eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eröffnet. Seit 2011 stehen die vormalige Reichszeugmeisterei und die Großgarage des Hilfszugs Bayern unter Denkmalschutz. An die amerikanische Zeit erinnert eine Plakette am Hauptportal Tegernseer Landstraße 210. Im September 2001 wurde an der Soyerhofstraße in Erinnerung an den Sendeturm des Soldatensenders AFN (American Forces Network) die AFN-Memorial Pyramid eingeweiht.

Frage 2: Auf der erwähnten Plakette stehen 2 Jahreszahlen. Die Differenz (Größere Zahl minus kleinere Zahl) sei B

Agfa

Ende der 1920er Jahre bezog die Firma Agfa (»Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation«) das ehemalige Areal der Firma Sedlbauer an der Tegernseer Landstraße. 1928 waren bei Agfa etwa 950 Arbeitskräfte mit der Herstellung von Kameras beschäftigt, zwei Jahre später war das Obergiesinger Kamerawerk nach der Firma Kodak der weltweit zweitgrößte Hersteller von Fotoapparaten. Nach der »Machtergreifung« wurde das »Agfa-Camerawerk« schrittweise in einen Rüstungsbetrieb umgewandelt. Bald wurden hier keine Fotoapparate mehr, sondern Zünder für Fliegerbomben, Gewehr-Zielfernrohre und Aufschlagzünder hergestellt.

Während der NS-Zeit war hier die wohl aktivste und am längsten bestehende kommunistische Widerstandsgruppe der Münchner Betriebe tätig. Sie flog auf durch den ehemaligen Giesinger KPDler Max Troll, der unter dem Decknamen »Theo« seine Kameraden im Auftrag der Gestapo bespitzelte und verriet. Im Frühjahr 1937 war der kommunistische Wider stand im »Agfa-Camerawerk« gebrochen.

1943 bis 1944 sammelte sich der Widerstand bei Agfa in der »Antinazistischen Deutschen Volksfront« (ADV). Unter Ferdinand Baader stand die ADV mit zahlreichen Widerstandsgruppen in Münchner Betrieben und mit der BSW (»Bratskoje Sotrudnitschestwo Wojennoplennych«/Brüderliche Zusammenarbeit der Kriegsgefangenen) in der Schwanseestraße (heute Herbert-Quandt-Straße) in Kontakt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog das Agfa-Werk vollständig von Berlin nach München. Erweiterungsbauten wurden notwendig. 1957 entstand an der Tegernseer Landstraße 161 ein Hochhaus für Verwaltungs- und Konstruktionsbüros sowie für die Forschungslabors. Bis 1982 war Agfa mit circa 4.600 Beschäftigten Giesings größter Arbeitgeber. Danach wurde die Kamerafertigung nach Belgien verlagert und 2.500 Arbeitsplätze gingen verloren. In Giesing verblieben die Filmentwicklung und die Reparaturabteilung.

2007/2008 wurden weite Teile des ehemaligen Agfa-Werks abgerissen. Nach der Sanierung des mit Schwermetallen belasteten Bodens wird jetzt zwischen Tegernseer Landstraße, Spix-, Perlacher-, Untersberg- und Weißenseestraße ein Wohn- und Gewerbepark (»Agfa-Park«) gebaut. Hier sollen 1.200 Arbeitsplätze und Wohnraum für circa 2.000 Personen entstehen.

Frage 3: Rechts des Eingangs zum neuen Agfa Gebäude befindet sich ein Schaltkasten der Stadtwerke. Die Nummer lautet "KVz ?? A" -> C=??

KZ-Außenlager Agfa

Auf dem Gebiet der heutigen Weißenseestraße 7–15 befand sich ein Außenlager des KZ Dachau. Hier waren seit September 1944 ca. 500 Frauen untergebracht, die hauptsächlich aus Polen, Holland, der Ukraine, Jugoslawien, Belgien und Frankreich stammten und für das »Agfa Camerawerk« arbeiten mussten. Der als kriegswichtig eingestufte Betrieb hatte die Frauen bei der SS angefordert und setzte sie bei der Herstellung von Bombenzündern ein. Das Lager befand sich in einem viergeschossigen Rohbau, der von Stacheldraht und vier Wachtürmen umgeben war. Die Häftlinge wurden von einem Kommandoführer mit Stellvertreter und elf SS-Aufseherinnen bewacht und täglich zum Arbeitseinsatz in die Tegernseer Landstraße begleitet. Im Lager herrschten miserable hygienische Verhältnisse und gravierende bauliche Mängel. Schwere Erkrankungen wie Typhus, Scharlach und Tuberkulose waren die Folge. Die Zustände waren so schlimm, dass ein Teil der Frauen am 12. Januar 1945 die Arbeit verweigerte. Am 27. April 1945 wurde das Lager in der Weißenseestraße evakuiert. Der »Todesmarsch« führte die Frauen über Grünwald nach Wolfratshausen, wo sie am 1. Mai von US-Soldaten befreit wurden.

Frage 4: Am Eck von Haus Nummer 15 befindet sich unterhalb das Wasser-Schildes der SMV ein Nivelierpunkt. Welche Zahl steht auf diesem Punkt -> D

Walchenseesiedlung

Die Walchenseesiedlung entstand im Rahmen des Münchner Großsiedlungsprogramms der Jahre 1927–1930, mit dem die Stadt der drängenden Wohnungsnot begegnete. Basierend auf dem Vorentwurf von Johanna Loev wurden unter der Leitung von Carl Jäger um den Walchenseeplatz langgestreckte viergeschossige Wohnblöcke mit Zwischenbauten errichtet. Die »Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG« (Gewofag) trat im Auftrag der Stadt als Bauherr und Vermieter auf. Die Baukosten konnten durch standardisierte Grundrisse und durch das typisierte äußere Erscheinungsbild der Wohnblöcke gering gehalten werden. Gebaut wurden vor allem Kleinwohnungen von 50 und 60 Quadratmeter Wohnfläche. Die Grundrisse waren so ausgerichtet, dass die meisten Wohnungen direktes Sonnenlicht hatten. Alle Wohnungen verfügten über eine moderne Wohnküche, die meisten über ein Bad. Am Walchenseeplatz standen den Anwohnern eine Zentralwäscherei sowie Wannen- und Brausebäder zur Verfügung.

Die hohe Bau- und Wohnqualität und die gute Verkehrsanbindung zeichnen die Walchenseesiedlung auch heute noch aus. Die meisten der großzügigen, verkehrsberuhigten und begrünten Höfe und Plätze sind renoviert und werden zum Spielen und zum Wäschetrocknen genutzt.

Frage 5: Hinter dem Pinguinbrunnen befindet sich auf dem Boden ein Hinweis, dass hier kein Trinkwasser fließt. Darunter steht der Hersteller und 054.xx -> E=xx

Finale

die Koordinaten des Finales berechnen sich wie folgt:
N48° (C*A-B*E+339):1000 E011° (((D+A*C+E)*2+C*B-873):1000 Aufgrund der notwendigen Verlegung des Finales muss von hier aus noch 217m in Richtung 297° gepeilt werden

Hier kann es tagsüber schon mal sehr muggelig zugehen.

Bitte die Dose beim Zurücklegen genau so anbringen wie im Hint beschrieben und nicht nur einklemmen. Danke!

Additional Hints (Decrypt)

Cnffraq mh Fgngvba 3, zntargvfpu ovggr tranh na qvrfre Fgryyr mheüpxyrtra - qnf Bowrxg vfg ahe qbeg zntangvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)