Das dritte Rätsel für die Adventszeit, welches ich im hohen Norden entdeckt und mit nach Niedersachsen genommen habe.
Länder und ihre Weihnachtsbräuche
(A) Großvater Koleda bringt an Weihnachten die Geschenke. Von Nikulden bis Budni Vecher wird in diesem Land gefastet. An Weihnachten lässt man sich dann Kravai schmecken, das traditionelle Weihnachtsbrot. Die Geschenke bringt am Weihnachtsabend der Djado Koleda („Großvater Weihnachten“).
(B) Hauskobold statt Weihnachtsmann. Weihnachten ist Jul und ein Hauskobold namens Nisse (Julenisse) ist in diesem Land noch wichtiger als der Weihnachtsmann. Es heißt, dass er in Ställen und Scheunen lebt und sich dort um die Tiere kümmert. Den Kindern spielt er gerne mal einen kleinen Streich. Den Weihnachtsbaum schmückt man in diesem Land ganz traditionell in den Farben weiß und rot.
(C) Weihnachtsbaum. Adventskranz und Adventskalender. Diese Land machte den Weihnachtsbaum erstmals zum Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Hier wurde auch der essbare Baumschmuck früherer Zeiten zum ersten mal durch Glaskugeln ersetzt. Es gibt nicht nur einen, sondern gleich mehrere offizielle Gabenbringer. Vor mehr als 100 Jahren wurden in diesem Land auch der Adventskranz und der Adventskalender erfunden.
(D) Kein Weihnachten ohne Rotkehlchen. Ilex und Mistel sind in diesem Land wichtige Weihnachtssymbole, ebenso wie das Rotkehlchen, das man besonders häufig auf Weihnachtskarten sieht. Im traditionellen Weihnachtspudding werden kleine Überraschungen wie Münzen oder Glücksbringer versteckt.
(E) Zum Weihnachtsessen gibt es Hausmannskost. Die Weihnachtstage werden in diesem Land auch „Bierfesttage“ genannt. Traditionell feiert man sie eher still und zurückgezogen im Kreise der Familie. Selbst Besuch ist an den Weihnachtsfeiertagen eher unerwünscht. Weiblicher Besuch am 2. Weihnachtsfeiertag galt früher sogar als schlechtes Omen. Zum Weihnachtsessen gehören in diesem Land Speisen wie Gänsebraten, Sauerkraut, Kartoffeln, Blutwurst oder Ingwerplätzchen.
(F) Am Heiligabend wird ganz vornehm gespeist. An Weihnachten wird nach altem Brauchtum ein Holzklotz im Kamin verbrannt und ein Kuchen serviert, der wie ein Holzscheit geformt ist. Ansonsten speist man in diesem Land eher vornehm mit ausgesuchten Delikatessen wie Trüffeln, Austern, Räucherlachs, Pastete und Champagner. Auch der Duft gerösteter Maronen darf in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen.
(G) Friedliches Weihnachtsfest! Unbedingt zu Weihnachten gehört in diesem Land der Joulukinkku, der Weihnachtsschinken. Am 24.12. wird im Land der Weihnachtsfrieden verkündet und am Heiligabend der verstorbenen Familienangehörigen gedacht. Zum Weihnachtsessen serviert man traditionell Milchreis mit Zimt, Zucker und eine Mandel, die Glück bringen soll. Der Weihnachtsmann hat es in diesem Land übrigens besonders bequem, denn er muss zu den Häusern der Familien keinen besonders weiten Weg zurücklegen.
(H) Freche Kinder leben hier gefährlich…14 Tage vor Weihnachten tauchen sie auf, die 13 liebenswürdigen und doch auch etwas hinterlistigen Weihnachtskobolde. Der letzte, genannt der „Dreizehnte“ , wird erst am 06. Januar wieder verschwinden. Besonders in Acht nehmen müssen sich die Kinder dieses Landes aber vor der Trollfrau Gryla, der Mutter der dreizehn Kobolde. Wer nicht brav war, der wird von ihr gefangen und kurzerhand verspeist. Unbedingt zu Weihnachten gehört das traditionelle Weihnachtsgetränk Jolaöl.
(I) „Winterfest“ statt Weihnachten. Das Weihnachtsfest wird in der Sprache dieses Landes als „Winterfest“ bezeichnet und der Heiligabend ist der „Winterfestabend“. An diesem Tag feiert man nach christlichem Brauch die Geburt Christi und nach altem heidnischem Brauch die Rückkehr der Sonnenjungfrau. Ein beliebter weihnachtlicher Schmuck ist Puzuri, eine Art Mobile aus Stroh.
(K) Lucia, Kabeljau und ein vierbeiniger „Weihnachtsmann“. Ein wichtiger vorweihnachtlicher Brauch in diesem Land ist die Feier des Lucia-Tages. Am Tag der heiligen Lucia, dem 13. Dezember, spielt die älteste Tochter des Hauses die „Lucia-Braut“ und weckt die ganze Familie zum Frühstück. Am Heiligabend, den man oft auch den „Dopparedan“ (Eintunktag) nennt, werden gerne Bratwürstchen, Kartoffelauflauf mit Anchovis oder Lutfisk (marinierter Kabeljau) serviert. Die Geschenke bringt nicht der Weihnachtsmann und auch nicht das Christkind, sondern der Julbock.
Zur Auswahl stehen
Dänemark (0)
Deutschland (0)
Bulgarien (4)
Estland (6)
England (6)
Frankreich (1)
Lettland (4)
Schweden (5)
Finnland (3)
Island (9)
Die Dose liegt bei (A) (B). (C) (D) (E), (F) (G). (H) (I) (K)