Dieser Multi führt euch auf einem etwa 3 km langen Spaziergang zu einigen bekannten historischen Gebäuden Hildesheims mit ihren teils aufwändig restaurierten Sonnenuhren. Vielleicht sollten sich auswärtige Besucher auch etwas mehr Zeit nehmen, um das eine oder andere Bauwerk ein wenig genauer zu betrachten oder es sogar von innen zu besichtigen. Bitte beachten: Der öffentliche Zugang zu Stage 5 ist nur in den Zeiten Mo bis Do von 7:30 bis 16:00 Uhr und Fr von 7:30 bis 13:30 Uhr möglich.
Eine Sonnenuhr zeigt mit Hilfe des Stands der Sonne am Himmel die Tageszeit an. Als Zeiger dient meistens der linienförmige Schatten eines Stabes. Der Stabschatten dreht sich während des Tages auf dem mit Tagesstunden skalierten Zifferblatt. Die Vielfalt ausgeführter Sonnenuhren beruht in erster Linie auf unterschiedlicher Form und Ausrichtung des Zifferblatts. Häufigste Variante ist die Vertikalsonnenuhr mit ebenem Zifferblatt, oft an einer Gebäudewand.
Sonnenuhren sind seit der Antike in Gebrauch und waren noch am Beginn des 19. Jahrhunderts meistens gemeint, wenn von Uhren gesprochen wurde. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts dienten sie noch in der Beschränkung auf die Anzeige der Mittagsstunde (sogenannte Mittagsweiser) zum Justieren der noch zu ungenauen mechanischen Uhren. Heute stellen sie häufig nur noch Schmuck an Gebäuden, in Gärten und in Parks dar. Moderne Sonnenuhren in relativ aufwändiger Bauweise sind in der Lage, sogar die „amtliche“ Zeit zu allen Jahreszeiten auf die Minute genau anzuzeigen, also zum Beispiel die MEZ oder auch die MESZ. (Wikipedia)
Start: Ihr steht vor einer vertikalen Wandsonnenuhr mit erneuertem Polstab aus dem 17. Jahrhundert. Die Sonnenuhr zeigt die WOZ an (Erläuterungstafel). Die Stundenzählung erfolgt mit arabischen Ziffern. Etwa 20 m links findet ihr eine weitere Sonnenuhr. Sie zeigt nicht die Tagesstunden sondern die Zeitpunkte für die Gebete der Mönche an (Erläuterungstafel).Zurück zu den Startkoordinaten: Am 20. März um 17:28 Uhr MEZ zeigt diese Sonnenuhr bei entsprechendem Wetter die WOZ a Uhr an.
Stage 1: Vor euch seht ihr eine schlichte neuzeitliche Wandsonnenuhr mit gestütztem Polstab. Zeitanzeige: WOZ, Stundenzählung: römische Ziffern. Die 4. Ziffer, die der Schatten des Polstabs vormittags erreicht, sei b. Für Interessierte: Eine dreizehnstrahlige Gebetssonnenuhr ohne erhaltenen Polstab findet ihr in der südwestlichen Ecke des sehenswerten Innenhofes im Mauerwerk des Hauptgebäudes in etwa 12 m Höhe.
Stage 2: Diese restaurierte neuzeitliche Wandsonnenuhr und gestütztem Polstab ist mit gotischer Stundenzählung angegeben. Zeitanzeige: WOZ. Die letzte Ziffer, die der Schatten des Polstabes nachmittags erreicht, sei c.
Stage 3: Ihr steht jetzt vor einer restaurierten Wandsonnenuhr von 1682. Wie deutlich sichtbar, ist der Natursteinsockel so an das Mauerwerk angepasst, dass das Zifferblatt und der gestützte Polstab genau nach Süden ausgerichtet sind. Stundenzählung: gotisch, Zeitanzeige: WOZ. Etwa 25 m links, über der Lücke zwischen den beiden Fahrradständern in 1,80 m Höhe, findet ihr außerdem eine Gebetssonnenuhr von der lediglich die in den Stein eingearbeiteten Strahlen erhalten sind. Die niedrige Höhe liegt wahrscheinlich daran, dass der Vorplatz früher wesentlich tiefer lag. Wie viele Strahlen zählt ihr? Ihre Anzahl sei d.
Stage 4: Vor euch seht ihr eine abweichende Süd-Sonnenuhr mit gestütztem Polstab im gotischen Stil. Stundenzählung: mit Gold ausgelegte gotische Minuskel, Zeitanzeige: abweichende WOZ (Erläuterungstafel). Außerdem findet ihr etwa 30 m westlich links neben dem Fenster über der Tür eine ganz ähnliche, lediglich etwas kleinere frühe Polstab-Sonnenuhr von 1488 mit berichtigter Richtung (Erläuterungstafel). Zurück zu den Koordinaten von Stage 4: Die zweistellige Quersumme der in Jahren gemessenen Dauer einer Taumelumdrehung der Erde laut Erläuterungstafel sei e.
Stage 5: Beachtet hier die Öffnungszeiten (Mo – Do 7:30 – 16:00 Uhr, Fr 7:30 – 13:30 Uhr). Betretet den Innenhof durch das Tor und haltet euch dann links in den Garten. Das gesuchte Objekt befindet sich über dem Kellerabgang. Diese aufwändig restaurierte Wandsonnenuhr in gotischem Stil mit gestütztem Polstab und einer Zeitzählung mit frühen arabischen Ziffern aus dem späten 15. Jahrhundert wurde ursprünglich als Süd-Sonnenuhr konzipiert. Da die Wand jedoch leicht nach Westen abweicht und die entsprechende Korrektur bei der Restaurierung nicht wieder eingearbeitet wurde, zeigt sie heute leider nicht mehr die exakte WOZ an. Die 2. Ziffer der Jahreszahl am oberen Abschluss des Dreiviertelkreises sei f.
Final: Ich hoffe, bislang hat euch diese Besichtigungstour gefallen. Wollt ihr nun auch noch zum Final, findet ihr es bei: N 52° 0(e – d + f). (a + c – f)(e – b)(e - d) E 009° 5(d - a). (a + b - c)(a + d – b)(e - d - f)
Viel Erfolg bei der Suche!