In der Vergangenheit hat der Bergbau für die wirtschaftliche Entwicklung Morsbachs eine große Rolle gespielt. Mehr als 70 Bergwerke und Gruben sind über die letzten 700 Jahre nachgewiesen. Eins der Bergwerke ist der Magdalenastollen im Rossenbachertal.
Nach der Eröffnung im Jahr 1890 wurde auf einer Länge von 2050m Eisenerz abgebaut. Zu Spitzenzeiten waren 140 Arbeiter dort beschäftigt und es wurden mehr als 2 Tonnen Eisenerz im Jahr gefördert.
Im Jahr 1912 wurde die Grube Magdalena durch die Firma Krupp aufgrund der schlechten Wirtschaftslage geschlossen.
Nachdem 1933 die Nationalsozialisten die Kommunalverwaltung des Oberbergischen Kreises übernommen hatten, sollte die Grube Magdalena wieder in Betrieb genommen werden. Nach mehreren Gesprächen und Verhandlungen mit der Krupp´schen Bergverwaltung wurden die Grubenarbeiten 1937 wieder aufgenommen. Aufgrund fehlender Erzvorräte an der Stollensohle kam nur Tiefbau in Frage. Dazu kam es allerdings nicht und die Arbeiten wurden endgültig eingestellt.
Während des 2. Weltkriegs diente der ehemalige Stollen als Schutz vor Bombenangriffen.
Im Jahr 2005 kam es zu einer gewaltigen Überschwemmung ausgelöst durch aufgestautes Grundwasser im Inneren des Stollens. In ca. 300m Tiefe war Erde in einen Lüftungsschach abgegangen. Dort staute sich das Wasser, bis die Erde dem Druck nachgab.
Um die Fluten zu stoppen wurde eine „Plombe“ in den Stollen eingebracht. Ein Betonstopfen mit 2 Sicherheitsabläufen reguliert heute den Wasserabfluss und verhindert weitere Überschwemmungen.
Seit 1980 steht das gemauerte Stollenmundloch unter Denkmalschutz. Heutzutage dient der Stollen vor allem Fledermäusen zum Überwintern.
Der Geocache ist in der Nähe des eingestürzten Luftschachts, der die Überschwemmung 2005 ausgelöst hat, versteckt. Dort befindet sich eine Senke im Boden. Bitte geht nicht zu Nah an die Kante, damit ihr nicht abrutscht und euch verletzt.