Coccinella septempunctata – so heißt der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer auf lateinisch – und seine Verwandtschaft bringen es allein in Mitteleuropa auf 70 verschiedene Arten. Aufgrund der trockenwarmen Witterung war 2018 vielerorts ein sehr gutes Insektenjahr, Marienkäfer begegnete man als Naturfreund daher immer wieder.
Als Glücksbringer erfreut sich der Siebenpunkt-Marienkäfer - mit wissenschaftlichem Namen Coccinella septempunctata - großer Beliebtheit. Die Zahl Sieben, in diesem Fall die Anzahl schwarzer Punkte auf den roten Flügeldecken des Käfers, galt schon seit je her als Glückszahl und mystische Zahl, vereint sie doch in sich die irdische Vier (vier Elemente) und die göttliche Dreizahl. Marienkäfer sollen Kinder beschützen und Kranke heilen. Sie galten etwa als geheiligte Tiere der Freya, der germanischen Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit. Bereits eine etwa 20.000 Jahre alte Schnitzerei aus Mammutelfenbein zeigt einen Marienkäfer. Auch heute finden sich Marienkäfer-Motive in Hülle und Fülle im Handel als Lampenschirme, Kuschel-, Schoko-, Glastiere oder Schlüsselanhänger.
Fakt ist, dass beim Anblick der Käfer mit den wunderbaren roten Flügeldecken und den sieben Glückspunkten weder von Kindern noch Erwachsenen "Igitt"-Ausrufe zu hören sind. Glück für den Käfer! Und er hat noch mehr Glück: Vögel verschmähen das bitter schmeckende Tier und werden durch seine rote Warnfarbe abgeschreckt. Die Menschen stufen ihn als Nützling ein, da die Larven und die Käfer große Mengen an Blattläusen vertilgen. Für die Bauern im Mittelalter waren sie ein Geschenk der heiligen Maria; daher der Name. Langzeituntersuchungen zeigen, dass die Käfer im Getreidefeld auf jeden Fall gefördert werden sollen.
Quelle: NABU