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Lost Place: Rungholt Traditional Cache

Hidden : 12/19/2018
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Heut bin ich über Rungholt gefahren,
das Dorf ging unter vor sechzig Jahren.
Noch schlagen die Wellen da wild und empört,
wie damals, als sie die Marschen zerstört.
Der Rumpf des Ausflugsdampfers zitterte, stöhnte,
aus den Wassern rief es unheimlich und höhnte.
Wo gestern noch Lärm und lustiger Tisch,
schwamm andern Tags der stumme Fisch.
Heut bin ich über Rungholt gefahren,
das Dorf ging unter vor sechzig Jahren.
(frei nach Detlev Freiherr von Liliencron)

So hat denn auch der Oberharz sein Atlantis in den Fluten des Okermeeres. Die Bewohner waren jedoch vor der groten Mandrenke gewarnt worden und zogen rechtzeitig mit Sack und Pack und Blasmuzak auf den Berg um.

Doch was untergeht taucht irgendwann auch wieder auf. Die Ruinen, Brücken, die alte Fahrstraße und dann ist da noch die Sage von der versunkenen Kirche, deren Turmspitze bei Niedrigwasser manchmal zu sehen ist...

Einige bezweifeln das, denn es habe in Rungholt niemals nicht überhaupt eine Kirche gegeben (weswegen das Dorf ja untergegangen sei) und schwafeln von einem Scherz des Kapitäns Römermann der Okerseetaler Dampschiffffahrt. Der habe frech eine Kirchturmspitze aus Holz nachgebaut und im Grund des Okermeeres verankert um die leichtgläubigen Hinterwäldler zu narren. Sein Sohn muß heute noch herzhaft lachen wenn er darauf angesprochen wird.
Recht hat er, denn den Kirchturm von Rungholt hat es doch gegeben, nämlich direkt bei der Bramkebrücke, wie diese zeitgenössische Postkarte zeigt.

Die ganze Geschichte ist hier aufgeschrieben.

Es gibt sogar noch Augenzeugen des Untergangs von Rungholt. Ein Einwohner des sagenhaften Dorfes erkannte die wieder aufgetauchten Grundmauern des Hauses vor dem Ihr steht bei einer Internetrecherche auf einem Foto als das Haus seiner Geburt. Seine Kindheitserinnerungen und die Geschichte des Hauses erschienen am 4.12.2018 in der Goslarschen Zeitung (vielen Dank an hexelilly1 für den Artikel). Dieses Haus war ein kleines Sägewerk und lag einige hundert Meter vor dem eigentlichen Ort, einer Waldarbeitersiedlung, die sich vor der Bramkebrücke befand. Vielleicht war es aus Sicherheitsgründen oder wegen der Geräuschbelastung außerhalb des Ortes gelegen. Durch diese Lage flußaufwärts werden die Ruinen gelegentlich sichtbar.
Das Haus wurde Uhlenhorst genannt, in Anspielung auf den Nachnamen Euler des Besitzers, und wurde dann zum Wochenendhaus der Familie und nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs zum einstweiligen Wohnsitz bis die grote Mandrenke es verschlang.

Der Schatz der sagenhaft reichen Rungholter befindet sich allerdings nicht im Haus zu dem man sich den Zutritt verkneifen sollte wenn der blanke Hans es freigegeben hat. Die Seelen der Ertrunkenen greifen mit matschigem Griff nach den Füßen der vorwitzigen Sucher und versuchen sie zu sich ins Reich des Schlicks zu ziehen.
Sehen könnt Ihr die Ruinen wenn das Okermeer weniger als 11 Mio. Kubikmeter enthält. Das erfahrt Ihr hier bei den Harzwasserwerken.

Additional Hints (Decrypt)

Onhzfghzcs

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)