Siegels Horn
Reminiszenz an ein Allgäuer Original
Mit diesem Drive-In möchten wir Euch eine interessante Persönlichkeit näher bringen, die in unmittelbarer Nähe des Caches ihr Zuhause und ihre Wirkungsstätte hat: Bio-Bauer Herbert Siegel, mit seiner Ehefrau Erika und seiner (Groß-)Familie. Eine interessanten, kreativen, sehr freundlichen, aber auch kritischen Menschen, der sich über sich, unserere Gesellschaft und seine Stellung darin seine (konstruktiven) Gedanken macht und von sich selbst sagt: "Bei uns ist halt alles ein bisschen anders" (was wir bestätigen können! "Anders" aber durchaus im positiven Sinne, das sei angemerkt!). Obgleich gelernter Mechaniker, betreibt die Siegel-Sippe mit großem Engagement den Hauchenberghof im benachbarten Börlas nach Bioland-Richtlinien. Dort finden sich Hühner in einem mobilen Hühnerstall, schwäbisch-hällische Schweine in einem Tiefstreu-Kompoststall. Im Sommer weiden dort Rinder (Stiere), Esel, Ziegen und Milchschafe auf den Hangflächen die sich direkt an den Hof anschließenden, und ein Hofhund sowie weitere, familienfreundliche Kleintiere sind auch noch zugegen.
Besonders bekannt geworden ist Herbert Siegel durch seinen speziellen Weg beim Umgang mit Rindern auf ihrem letzten Weg, ihrer Schlachtung. Er verbringt seine Tiere nicht auf einen Schlachthof, sondern das zu schlachtende Tier wird (zusammen mit weiteren Artgenossen) auf eine Koppel hinter dem Hofgebäude getrieben und dort von vom Diesseits ins Jenseits befördert. Dass der Stress für das Tier hierbei sicher nicht größer ist als auf einem Schlachthof dürfte einleuchten. Allerdings offensichtlich nicht den Behörden, weswegen Landwirt Siegel einen jahrelangen (am Ende aber dann doch erfolgreichen!) Diskurs mit den Behörden führen musste, um deren offiziellen Segen für seine bis dato weitgehend unbekannte Art der Schlachtung zu bekommen. Dies hat ihm denn auch postwendend den Beinamen Schlachtrebell eingebracht, ein Titel mit dem Herbert wohl ganz gut leben kann.
Dich interessiert es, wie es nach der Schlachtung der Tiere weitergeht? Etwa, wie die geschlachteten Tiere zur Zerlegestelle befördert und zu Allgäuer-Biofleischspezialitäten weiterverarbeitet werden? Oder worin sich die von den Siegels praktizierte Weidehaltung von der Art und Weise unterscheidet, wie Rinder auf anderen landwirtschaftlichen Betrieben gehalten und gemästet werden? Suche zuerst den Cache und begib Dich dann direkt auf die gegenüberliegende Straßenseite und gehe einfach die Treppe hoch in die Räumlichkeiten von Herbert und informiere Dich! Herbert oder auch seine Ehefrau Erika sind immer für ein Schwätzchen zu haben, ja sie genießen es geradezu, sich mit anderen Personen dazu auszutauschen.
Soviel fürs Erste, alles Weitere bei Bedarf von Herbert oder Erika selbst. Geh auf Sie zu, Du wirst es nicht bereuen!
Zum Abschluss noch in paar Impressionen von der tollen Landschaft und der Art von Landwirtschaft, wie sie Herbert und seine Sippe praktizieren:
Höhenzug mit Hauchenberg, ungefähr in der Mitte des Bildes befindet sich der Hauchenberghof und die beweideten Hangflächen (Westrand markiert durch Tobel mit durchgehendem Waldstreifen, von links oben nach rechts unten, ca. -45°)
Grasende Rinderherde, ca. 20 Kopf stark, mit Leitkuh und ihr untergeordneten Jungstieren, im Herdenverband grasend
Hinweis zur Motivation dieses Caches: Wir durften im Sommer 2018 einen tollen Urlaub auf dem Hauchenberghof verbringen. In dieser Zeit entstand bereits die Idee für diesen Cache, welchen wir jetzt endlich umsetzen konnten. Auf ein Wiedersehen in 2019!
PS: Eine ggf. erforderliche Wartung vor Ort wird der ortsansässige Cacher 'tombiker'übernehmen, ein herzlicher Dank an ihn, dass er sich spontan bereit erklärt hat, diese Aufgabe zu übernehmen!