Werder ist zwar insbesondere für den Obstwein bekannt, der beim jährlichen Baumblütenfest eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt, jedoch wird dort auch echter Wein angebaut. Die Weinberge sind nicht ganz so bekannt, aber sie lohnen in jedem Fall einen Besuch. Neben dem Werderaner Wachtelberg, der mit über 10 ha mit Abstand die größte Anbaufläche hat, gibt es noch den Galgenberg ebenfalls in Werder, den Wachtelberg in Phöben oder den Weinberg in Töplitz. Letztere sind aber alle deutlich kleiner.

Dieser Multi widmet sich dem Wachtelberg, der neben Wein auch eine grandiose Aussicht bietet. Auch kann man zeitweilig direkt vor Ort Wein verkosten.
Wie überall bis hin an die Ostsee wurde in Werder über Jahrhunderte Wein angebaut. Einen sonderlich guten Ruf hatte er nicht, und so verschwand er im 19. Jahrhundert weitgehend. Einige Reben überlebten auf dem Wachtelberg aber bis in die 1980-er-Jahre, bis dann noch zu DDR-Zeiten wieder mit dem Weinanbau begonnen wurde. Nach der Wende musste die Lage einer der amtlichen Weinanbauregionen zugeordnet werden, und so ist der Werderaner Wachtelberg nun die nördlichste Lage Deutschlands, wo Qualitätswein (QbA) angebaut wird, zugeordnet dem Gebiet "Saale-Unstrut", obwohl sie regional mit dieser natürlich nichts zu tun hat. Aber beim Wein muss halt alles seine amtliche Ordnung haben.
Soviel zum Hintergrund, nun sollte es einmal in verschiedene Richtungen durch die Reben gehen. Einige Informationstafeln bieten Hintergrundwissen zu den zahlreichen Rebsorten, die solltet Ihr Euch näher ansehen. Zwischendurch lässt sich evtl. auch die eine oder andere Sorte verkosten, behaltet aber die Aufgaben im Auge.
Und nebenbei sei noch erwähnt, dass sich dieser Multi ausgesprochen gut mit dem Multi "Vergangene Pracht: Höhengaststätten in Werder" und dem Mystery "Schwabe im Havelland" verbinden lässt.
Gesucht werden 15 der auf den Informationstafeln erklärten Rebsorten, von diesen ist jeweils die Anzahl der Buchstaben der Weinart zu ermitteln. Die Rebsorte ist immer die in der Überschrift der Tafel genannt - finden sich dort zwei Bezeichnungen, so werden beide gezählt. (fiktive Beispiele: Rebsorte "Zweigelt" - Antwort wäre 8, Rebsorte "Gewürztraminer-Blauer Spätburgunder" - Antwort wäre 33). Damit es nicht ganz so schwierig ist und auch nach einigem Verkosten noch funktioniert, sind die Weine im Folgenden alphabetisch sortiert:
1. Eine Weinsberger Neuzüchtung aus dem Jahr 1971, beginnt mit Buchstabe A. A=_
2. Eine Rebe, benannt nach dem lateinischen Wort für "Schmid". B=_
3. Dieser Wein ist benannt nach dem Sonnengott, der zu guter Zuckerleistung verhilft. C=_
4. Eine der wichtigesten Sorten in Deutschland, benannt nach einem schwäbischen Dichter. D=_
5. Für diese frühreifende Sorte haben Amseln eine besondere Vorliebe, daher auch der Name. E=_
6. 1988 neu gezüchtet, der Name deutet den edlen Charakter der Rebsorte an. F=_
7. Diese Sorte wurde 1882 von einem Schweizer im Rheingau gezüchtet, aber dann erst ab 1913 wieder in Deutschland angebaut. G=__
8. Eine bereits 1836 erwähnt Rotweinrebe, die erst sehr spät reift. H=__
9. Diese Sorte wurde 1967 am Geilweilerhof in Siebeldingen gezüchtet - der Name erinnert irgendwie an F. I=_
10. Ein Wein, entstanden als Knospenmutation des Blauen Spätburgunders, ursprünglich wohl in Burgund beheimatet. J=__
11. Stammt vermutlich aus Siebenbürgen und ist 1665 erstmals in Deutschland - im Steigerwald - nachweisbar. K=_
12. Gehört zu den ältesten Kulturreben der Menschheit und wird in Deutschland erstmals 881 erwähnt. L=__
13. Der Name weist schon auf seine Herkunft aus Persien hin, er ist eine der ältesten Rotweinsorten der Welt. M=_
14. Eine Sorte, die in Deutschland seit 1500 angebaut wird und von den Römern über Südtirol eingeführt wurde. N=_
15. Mein Lieblingswein - in Württemberg fast ein Synonym für Rotwein: Heute nur noch in Schwaben als Keltertraube zu finden, dorthin im 17. Jahrhundert aus Südtirol gebracht. O=__
Die Berechnung des Finals: Vom Final aus liegt der Ausgangspunkt (der Aussichtsturm) in Richtung (A+B+C+D+E+F)/2-3,6° in einer Entfernung von (G+H+I+J+K+L+M+N+O)*2+16,5 m.
