WaRtEn aUf SiLvEsTeR #tHe StOrY
Ein luftiges Cacherjahr geht zu Ende in dem nichts ausgelassen wurde. Zunehmend wuchsen uns die Caches und Herausforderungen ĂĽber den Kopf hinaus. Erfahrene T5-Cacher wissen: Wo Seil nicht hilft, da hilft nur mehr Seil!
Das T5-Team leistete ganze Arbeit. Besonders zu erwähnen seien die federleichte Baumfee und der unerschrockene Krieger des zweiten Millenniums. Während ein notorisches Saupackl, ein selbsternannter Sonnenkönig oder ein gemütlicher Teddybär noch berieten, wie man das Seil vernünftig anschlagen könnte, hatte hinter deren Rücken der Millenniumskrieger das Seil ganz ohne Bandschlinge oder Karabiner auf unkonventionelle Verknotungsweise bereits angebracht. Oder die federleichte Baumfee hebte schon Richtung Krone ab, bevor wir das Seil noch fertig angeschlagen hatten. Wir lernten mit solcher Schmach zu leben.
Auch den Unterwelten wurde gegen Jahresende zunehmend Besuche abgestattet. Hier mischte der Sonnenkönig an Seite von Baumfee und Millenniumskrieger an vorderer Front mit.
Die gute Fee der Cachercommunity sorgte für positiven Frohsinn und Heiterkeit, jagte keine FTFs und streichelte mit Vorliebe Flachlandrinder am Hochplateau. Bei jedem Wetter kann man sie auf Bergen und Wanderwegen erblicken, stets hurtigen Schrittes mit den Sieben-Meilen-Stiefeln, außer natürlich bei Regen, Schneefall, Seitenwind, starkem Sonnenschein oder beginnender Wolkenbildung. In Begleitung der bösen Polizei kann sie jedoch auch ein anderes Gesicht zeigen. Da wird Ma Baker zur FTF-Furie. Was sich so aber nicht zu sagen geziemt.
Ebenso zu erwähnen wäre dieses eine welchige gebirgsbewegstaugliche Löffelgetier, welches – den Schalk im Nacken – gern die Cachergemeinde an der Nase herumzuführen pflegte. Sei es durch in montaner Umgebung bei Minusgraden versteckte und zum Zeitpunkt des Erscheinens zugeschneite Hochalmtradis, sei es durch, trotz Suchaktionen mit zwischen neunzehn und einundzwanzig Mitgliedern, unauffindbare Dosen. Irgendwo war da der Hund drin. Aber eben D5 und so.
Ein besonders verworrener, aber liebenswerter Zeitgenosse bescherte uns in der Vorweihnachtszeit, gemeinsam mit zwei Konspiranten, eine Flut an Mysteries.
Man könnte nun sagen, nicht alle dieser wären leicht zu lösen gewesen, jedoch betrachtet man die Angelegenheit aus differenzierter Perspektive, so fällt positiv auf, dass trotz etwaiger Fehler in dem Dutzend mutmaßlich von ihm stammender Mysteries, welche nicht unmittelbar als definitive Fehler verstanden werden müssen, sondern vielmehr als Teil des Rätsels gesehen werden sollten, und welche durch exakt formuliert kurz-bündige Hinweise stets zur Zufriedenheit der Cachergemeinde entschärft werden konnten, letztlich jeder Cache – sei es mit oder ohne vollständiger Koordinaten, sei es mit oder ohne grünen Checkers – früher oder später erfolgreich gefunden und geloggt werden konnte, zudem um die täglichen Neuerscheinungen ein Wettrittern rivalsierender FTF-Trupps entbrannte, welche lediglich – und das lässt sich determiniert sagen – im Schilde führten, den jeweils anderen auszustechen, und somit überdies und zudem zur raschen Lösung vordergründig unlösbarer Rätsel maßgeblich und federführend beitrugen.
Alternierend dazu lieferte ein Saupackl weniger schwierige Mysteries zur Entspannung zwischendurch. Vor allem das einfühlende Wesen dessen besserer Hälfte achtete in mütterlicher Fürsorge darauf, dass auch für Nicht-Mystery-Experten lösbare Herausforderungen bestanden und bescherte zur allgemeinen Überraschung noch einen fünfundzwanzigsten Cache oben drauf.
Eine Institution der hiesigen Cachercommunity, das Duo Pinky und Brain. Während Pinky mit dem Batmobil im Tiefflug in Richtung jeder neuen Dose daherpanierte, dass die Polizei die Kreuzung sperren muss und Chuck Norris Wartepflicht hat, tüftelte Brain als Planungszelle an verzwickten Rätseln und erledigte die D5-Recherche für das Duo Infernale. An so manchem Tatort wurde ein einzelner Schatten gesehen, anschließend aber die DNA-Spuren zweier Täter sichergestellt.
In scharfer Konkurrenz dazu agierten verdeckte Agenten wie ein namentlich nicht näher genannter spanischer Frauenheld auf breitem Fuße oder zu Beginn der Weihnachtsserie ein später abrupt verschollener Legionär. Nicht, dass diese Triade nicht schon genug gewesen wäre, mischte sich auch noch auf wechselnden Seiten der Teddybär mit ins Getümmel. Doch sehet da, am vierundzwanzigsten ward Weihnachtsfrieden. In ungewohnter Eintracht versammelten sich die Schäfchen gemeinsam um den Stall Betlehems.