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Berger Cache Traditional Cache

Hidden : 1/8/2019
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


 

Immer war es die Wasserkraft, die Unternehmen aufs Berger-Areal lockte: Im 17. Jahrhundert siedelte sich eine Schleifmühle dort an. Es folgten eine Sägemühle und eine Gipsmühle. Mitte des 19. Jahrhunderts ließ sich die Maschinenfabrik Traub auf der Fläche am Ostufer der Lauter nieder. Das Unternehmen baute die Wasserkraft aus, verlegte den Kanal und installierte eine Turbine.

Auch für die Tuchfabrik Berger war die Wasserkraft der Anziehungspunkt gewesen. Wilhelm Friedrich Berger, der 1870 in Esslingen eine Färberei gegründet hatte, kaufte die Fabrikationsräume in Dettingen auf und überließ seinem ältesten Sohn die Esslinger Firma. Nur wenige Jahre leitete er die Geschicke des Unternehmens in der Schlossberggemeinde, dann starb er. Seine Witwe wagte den Schritt und führte die Firma weiter. Seither lautete der offizielle Name des Unternehmens "W.F. Berger Wwe". Bestehen blieb die Bezeichnung auch, als später ihre Söhne den Betrieb übernahmen. Im Jahr 2002 stand die Tuchfabrik vor ihrem endgültigen Aus.

Jahrzehntelang hatten die Bergerschen Produkte einen formidablen Ruf gehabt. Anfangs produzierte das Unternehmen Halbtuch für Anzugs- und Mantelstoffe. Während des Krieges musste die Belegschaft Militärstoffe herstellen. Danach erlebte das Haus einen enormen Aufschwung.

Die gute Qualität der Ware führte auch dazu, dass die deutsche Olympia-Ski-Mannschaft im Jahr 1956 in Anzügen aus Dettinger Stoff antrat. Auch die weißen Hosen und roten Röcke der deutschen Reiter bei den Spielen in Rom 1960 entstammten der Dettinger Tuchfabrik. Aber nicht nur Kleidung, sondern auch Polsterstoffe für die Auto- und Möbelindustrie, Säcke und technische Gewebe für die Deichbefestigung an der Nordsee wurden bei Berger produziert.

Die Firma Berger war eine Volltuchfabrik, das heißt, sie bearbeitete die Stoffe von der rohen Wolle bis zum fertigen Tuch. Das Unternehmen kaufte die Wolle direkt beim Schäfer ein, wusch sie und färbte Ware in allen Zuständen in der Flocke, im Garn und als fertige Webstücke. Da blieb es auch nicht aus, dass sich das Wasser im Kanal hin und wieder mal blau oder weiß färbte.

Aufgrund der Globalisierung, die in der Textilindustrie Mitte der Achtzigerjahre begann, und wegen der harten Konkurrenz aus Billiglohnländern, war es schon in den Jahren zuvor unumgänglich gewesen, nach und nach einzelne Produktionsabteilungen zu schließen. Zuletzt war nur die Färberei übrig geblieben.

Aber längst nicht alles, was mit der Tuchfabrik zu tun hatte, musste schwinden. Neben der Turbine, dem Turbinenhaus, dem Verwaltungsgebäude und der Remise steht auch ein weiteres, besonders prägendes Element noch immer unter Denkmalschutz: der Triebwerkskanal. Er lieferte Wasser für die Färbearbeiten und produzierte in Zusammenspiel mit der Turbine Energie die wurde bei der Produktion auch in großen Mengen benötigt.

Zur Stromerzeugung dient der Kanal übrigens heute noch. Triebwerksbetreiber Gottlob Hummel nutzt einen Teil der Turbinenenergie für seine Brennerei und speist den Rest ins Netz ein.

Übrigens bliebt noch etwas anderes erhalten, wenn auch nicht in der Schlossberggemeinde selbst: eine alte Ringspinnmaschine, die noch in der Fabrik stand. Das gute Stück wandert einen Landkreis weiter. "Ich habe die Maschine ans Museum für Technik in Reutlingen verschenkt", sagt Hans-Peter Birkenmaier. Damit gehört das Dettinger Industriedenkmal wohl zu den ersten Exponaten dort. Das Technik-Museum befindet sich derzeit nämlich im Aufbau und eröffnet erst in Kürze.

Text: Der Teckbote vom 09.11.2007

Bildrechte: Christoph Hoyler

Additional Hints (Decrypt)

IM 357 va pn. trfgerpxgre Uöur.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)