Die Ersatzdose hat ausgedient, ich habe wieder eine neue ("Originaldose") installiert! Jetzt muss also wieder der Code geknackt werden! Die 3 TBs bleiben leider verschollen.
Bereits 2006 führte ein Multi erstmals viele Geocacher zum "Versunkenen Schloss". Nachdem der Cache archiviert wurde, installierten TheStonehillCachers 2012 dort die erste Dunkelsteiner Letterbox, die dann bis 2014 Cacher, aber am Ende auch leider einige Vandalen anlockte. Die Gemeinde hatte in dieser Zeit überhaupt öfters mit ein paar Wüstlingen zu tun, "die ihren Hausverstand noch auf lautlos gestellt hatten".
Nachdem aller guten Dinge drei sind, ist dieser (wirklich kurze) Multi an diesem sagenumwobenen Ort hoffentlich lange aktiv ...!
Die Traunleiten ist ein von der Fladnitz (Fladnitzbach)umflossener bewaldeter Höhenrücken bei Obermamau in der Gemeinde Karlstetten. Vom Weg beim Bach einige Höhenmeter nach oben gewandert, finden sich Reste eines alten befestigten Hauses oder Schlosses. Vielleicht handelt es sich dabei auch um eine alte römische Warte. Die erste Erwähnung geht ins Jahr 1270 zurück, im 17. Jahrhundert dürfte es verfallen sein. In der Nähe lies der damalige Pfarrer aus Steinen des "versunkenen Schlosses" eine Marienkapelle errichten …
Zum Cache:
Parkmöglichkeit für dein Cachemobil hast du bei einer der beiden Mini- Parkmöglichkeiten (keine echten Parkplätze) oder mache am besten die Caches "entlang der Fladnitz" auch gleich mit und parke beim Referenzpunkt.
Gehe zu den Headerkoordinaten und zähle dort die Steine der obersten Reihe der längsten durchgehend sichtbaren Mauerseite. Nimm diesen Wert für A. Alternativ kannst du auch deine Schritte rund um den gesamten gemauerten Bereich zählen. Oder du nimmst den gemauerten Wert des Kapellensockels und teilst ihn durch 4 (Runde ab!) Vielleicht gibt es aber auch noch eine andere Variante... :)
Berechne XXX mit ( (215*A + 5*A) / 4 - 1500 ) / (2+3) - A*11 + 1113
YYY ergibt sich aus XXX - 208
Der Cache befindet sich bei N 48° 14.XXX E 015° 34.YYY
Bei den Mauern musst du keinen Stein bewegen!!! Mit den Fingern berühren - zwecks Zählung ist erlaubt ;) Der Schatz befindet sich etwas entfernt vom Schloss. Ein dreistelliger Code ist nötig, um es zu öffnen. An den Code des Schlosses kannst du kommen, wenn du weißt, dass es ein versunkenes ist.
Den Tipp vom letzten Multi mit der langen Hose und dem festes Schuhwerk (Cache kann verwachsen sein) möchte ich an dieser Stelle gerne übernehmen!
Die "echte" (bekannteste) Sage zur Traunleiten:
Zwischen Mamau und Karlstetten macht der Fladnitzbach eine Krümmung und umfließt einen bewaldeten Ausläufer des Wachtberges: die Traunleiten. In der Mitte des Gehölzes sieht man die Überreste einer Burg. Man erkennt noch die Gräben, welche die Burg umgaben, die Mauern eines schon mit Bäumen überwachsenen Turmes und andere Mauertrümmer. Diese Ruine wird von den Leuten der Umgebung das "öde Gschlössel" oder das "alte Schloss in der Traunleiten" genannt. Die Geschichtsbücher wissen nichts Bestimmtes über dies Schloss zu erzählen, die Sage jedoch berichtet: Hier stand einst eine große Römerstadt, die bis Karlstetten reichte und zu der dieses Schloss gehörte. Es war aber von schlimmen, gottlosen Menschen bewohnt. Während einmal in der ganzen Gegend große Hungersnot herrschte, nahm die übermütige Schlossfrau zum Reinigen ihres Kindes weißes Brot. Da brach ein fürchterliches Unwetter los: Blitze zuckten und die Erde bebte. Das Schloss versank in die Erde, und nur geringe Mauerreste blieben sichtbar. Von der Römerstadt ist gar keine Spur mehr vorhanden. Viele Jahre waren seitdem vergangen, aber die Leute sprachen noch immer mit Schaudern von dem verschwundenen Schloss und von den reichen Schätzen, die dort begraben lägen.
Damals wurde noch auf dem Wachtberg und auf den Schloss Goldegg sich hinziehenden sonnigen Höhen Wein gebaut, der den Leuten in den Kopf stieg und da manches Unheil erregte. Einmal verabredeten sich viele Leute aus den Dörfern Mamau, Wernersdorf, Pullersdorf, Neidling und Hausenbach, an einem bestimmten Tage gemeinsam nach den verborgenen Reichtümern zu graben. Als sie am frühen Morgen des betreffenden Tages wohlgemut und ausgerüstet mit Krampen, Schaufeln und Brecheisen bei dem "öden Gschlössel" angekommen waren, vermochten sie leider nicht einig zu werden über die Stelle, wo man anfangen sollte. Die Hausenbacher meinten, man sollte oben beginnen, die Mamauer hielten es für besser, von der Seite des Hügels auf das versunkene Schloss hineinzuarbeiten, die Neidlinger wollten am Fuße des Hügels anfangen. Sie stritten so lange herum, bis es 11 Uhr wurde, die Mittagszeit auf dem Lande. Die Weiber, Mütter, Töchter und Schwestern der angehenden Schatzgräber langten aus den Dörfern mit dem Mittagessen an. Auch der Wein war nicht vergessen worden. Das Mittagsmahl dauerte sehr lange. Es war zur Sommerszeit, man wollte in der ärgsten Hitze auf nicht gleich zur Arbeit greifen, und sprach dafür dem vorhandenen Weine fleißig zu. So neigte sich die Sonne und da man eigentlich noch immer nicht wusste, wo man mit dem Nachgraben beginnen sollte, so ließ man es heute ganz stehen und ging dafür nach Karlstetten in ein Wirtshaus, um den "Wachtberger" zu kosten. Dort waren schon andere Gäste aus dem Orte anwesend. Es fielen allerlei Scherz- und Stichelreden, die endlich in Verlachung, Hohn und Spott gegen die armen Schatzgräber ausarteten. Darüber entstanden Streit und Rauferei. Die Schatzgräber griffen nach ihren mitgebrachten Werkzeugen, und der Lärm zog auch viele Leute aus dem Dorfe herbei. Es wurden mehrere schwer und viele leicht verwundet und lange noch saßen die tatkräftigen Teilnehmer in Untersuchungshaft auf den Schlössern ihrer Herrschaft in Karlstetten und Goldegg.
Seit jener Zeit ist die Traunleiten bei den Bewohnern der Umgebung noch mehr in Verruf gekommen, so dass jetzt noch vielen Leuten dieser Wald etwas Unheimliches hat, obwohl später an einer anderen Stelle im Walde eine kleine Kapelle erbaut worden ist.