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Geologie zum Anfassen – eine Geröllhalde EarthCache

Hidden : 1/31/2019
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Der vor euch aufragende Geröllhaufen ist ein Überbleibsel aus der Zeit der Werra-Kies- und Sandgewinnung in diesem Geländeabschnitt. Die Gesteine wurden ausgesiebt und auf Halde geschüttet.

Dieser Earthcache befasst sich mit der Bestimmung von einzelnen Gesteinen, die dort – für jedermann zugänglich - liegen geblieben sind.

Doch zunächst einmal:

Was bezeichnet man als Gestein?

Als Gestein bezeichnet man mehr oder weniger stark verfestigte, natürlich auftretende, in der Regel mikroskopisch heterogene Gemische aus Mineralkörnern, Gesteinsbruchstücken, organischen und/oder anorganischen Ausscheidungen und/oder Rückständen von Lebewesen.

Das Mineralgemenge von Gesteinen kann sowohl monomineralisch (d.h. aus einer Mineralart bestehend, z.B. Dolomit, Marmor) oder polymineralisch (d.h. aus unterschiedlichen Mineralien bestehend, z.B. Gneis, Rhyolith, Granit) aufgebaut sein.

Die Untersuchung der Lithogenese (altgriechisch λίθος lithos = Stein, Fels, Gestein), Petrogenese (altgriechisch πέτρος petros = Stein, lateinisch petra = Fels, Stein) oder Gesteinsbildung ist zentrales Gebiet der Petrologie (Lehre von Gesteinen) und Geologie (Wissenschaft von der Entstehung, Entwicklung und Veränderung der Erde und der sie bewohnenden Lebewesen in erdgeschichtlicher Zeit), aber auch der Geophysik (Erforschung der physikalischen Eigenschaften und Prozesse der Erdkruste und des Erdinnern) und Geochemie (Erforschung des stofflichen Aufbaus, der Verteilung, der Stabilität und dem Kreislauf von chemischen Elementen und deren Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser, Erdatmosphäre und Biosphäre).

Die meisten Gesteine der Erdkruste (und auch der übrigen terrestrischen Planeten) sind Silikatgesteine (Hauptbestandteile Quarz, Feldspäte, Amphibole, Pyroxene), nur ein kleiner Teil der Gesteine besteht überwiegend aus Karbonaten oder noch anderen Mineralklassen oder Stoffgruppen.

Wie bilden sich Gesteine und wie werden sie unterschieden?

Abhängig von den Bedingungen, unter denen Gesteine gebildet wurden, wird zwischen magmatischen, metamorphen und Sedimentgesteinen unterschieden.

Magmatische Gesteine -Magmatite

sind Gesteine, die aus Magma und Lava hervorgehen. Während Magma als der heiße, flüssige Gesteinsbrei unterhalb der Erdoberfläche bezeichnet wird, wird Magma, die an die ans Tageslicht gelangt, Lava genannt.

Bespiele für magmatische Gesteine sind Granit, Basalt und Bims.

Granit

Granit - körniger Stein; so lautet die Übersetzung des aus dem Lateinischen stammenden Namens. Angelehnt wurde die Bezeichnung Granit an das aus vielen Mineralkörnern bestehende Aussehen des Gesteins.

Granite erscheinen in der Gesamtheit hell, sind bei genauerer Betrachtung rosa, weiß-grau, grünlich, gelblich, dunkelgrau oder blau-weiß.

Feldspat, Quarz und Glimmer - die drei vergess ich nimmer: ein populärer und leicht zu merkender Spruch, um sich einzuprägen, aus welchen Mineralien das Gestein Granit hauptsächlich besteht.

Die Minerale der Glimmergruppe sind als Gemengteile, d.h. mineralischer Bestandteil, in diversen Gesteinen enthalten, die sich durch den schimmernden Charakter im Gestein bemerkbar machen, bspw. in Magmatiten wie Granit.

Basalt

Basalt ist ein basisches (= siliciumdioxidarmes), magmatisches Gestein extrusiver, vulkanischer Herkunft.

Die Farbe von Basalt ist dunkel, wie es für Gesteine mit basischer Zusammensetzung charakteristisch ist. Oft erscheint das Gestein blau, graublau, dunkelgrau oder schwarz.

Bims

Das Wort Bims stammt ursprünglich im Lateinischen. Aus Pumex entwickelte sich über den althochdeutschen Begriff bumiz das heutige Wort Bims. Der Name Pumex wird aufgrund der Optik und Entstehung mit Schaumstein übersetzt.

Die Farbe von Bims variiert von weiß, hellgrau und gelblich bis hin zu rötlichen oder dunklen Farben. Mit der Zeit verwittert die Gesteinsoberfläche, so dass ältere Bimssteine von hellbrauner Farbe sind.

Sedementsteine

Heißen auch Ablagerungsgesteine und sind das Ergebnis von Ablagerung und Verfestigung verschiedenster gesteinsbildender Materialien, können aber auch das Resultat der Eindunstung sein.

Beispiele für Sedimentgesteine sind Kalkstein, Kreide, Sandstein.

Kalkstein

Kalkstein ist ein dendritisches Sedimentgestein mariner (= im Meer) Herkunft.

Verschiedene mineralische und organische Beimengungen sind es, welche den eigentlich weißen Kalkstein in zahlreichen Farbgebungen erscheinen lassen. So färbt Hämatit rötlich, während Chlorit und Glaukonit Kalkstein grüner wirken lassen. Die Farbe von reinem, unverfälschtem Kalkstein ist weiß und wird gelblich-braun durch das Vorhandensein von Siderit und Limonit im Gestein, oder erhält durch Kohle und Bitumen eine dunkelgraue bis schwarze Farbe.

Das Gefüge von Kalkstein ist porenreich, oolithisch, muschelig, kristallin oder kompakt bei fein- bis grobkörniger Korngröße.

Kreide

Kreide, auch Kreidekalk oder Schreibkreide genannt, ist ein Sedimentgestein mariner Herkunft.

Die charakteristische Farbe von Kreidekalk ist weiß, gelblich oder gräulich.

Das Gefüge des feinkörnigen Gesteins mit gerundeter Kantenform ist porös und von geringer Verfestigung – bemerkbar am bröselnden Verhalten, wenn mit leichtem Druck über das Gestein gerieben wird.

Sandstein

Der Name ist Programm. Ausschlaggebend für die Bezeichnung Sandstein ist das Material, aus dem Sandsteine bestehen: Sand.

Bei Sandstein handelt es sich um ein Sedimentgestein vorwiegend mariner Herkunft, d.h. im Meer entstanden.

Sandstein weist in Abhängigkeit zu den enthaltenen Beimengungen verschiedene Farben auf. Die Farbgebung variiert von gelb bis braun, über rötlich, grünlich und blau-schwarz. Braune Sandsteine sind auf Limonit-Gehalte zurückzuführen, Glaukonit färbt grün, rot entsteht infolge von Eisenoxiden und Kohlenstoff bzw. Bitumen kolorieren das Gestein blau-schwarz.

Metamorphe Gesteine – Metamorphite

sind Umwandlungsgesteine und entstehen unter dem Einfluss von Hitze und / oder hohen Druckbedingungen. Dabei werden bereits existente Gesteine derart umgewandelt, dass neue Gesteine entstehen. Dabei ist es gleich, welches Gestein das Ausgangsgestein ist.

Beispiele für metamorphe Gesteine sind Schiefer, Marmor

Schiefer

Sind keine eigenständigen Gesteine, sondern eine Gefügeart und besteht aus vielen aufeinanderliegenden Platte und blättchenartigen Strukturen, deren mineralische Anordnung entweder ein linienhaftes Gefüge oder eine Abfolge von Schieferungsflächen anzeigt.

Marmor

Marmor, grau

Marmor, grün

Marmor ist ein metamorphes Gestein, das zu mindestens 50 Volumenprozent aus den Mineralien Calcit, Dolomit oder Aragonit besteht. Chlorit, Epidot, Glimmer, Limonit, Granat, Pyrit, Quarz und Serpentin sind mögliche Nebengemengteile.

Die Farbe von Marmor ist abhängig von den Gemengteilen, d.h. den mineralischen Bestandteilen, und kann weiß, grau, cremeweiß, rot, grün und blau sein.

Das charakteristische Merkmal von Marmor ist die sog. Marmorierung, die sowohl in Form von das Gestein durchziehenden, hellen und dunklen Streifen, Maserungen, Flecken oder Äderungen vorhanden sein kann und Ausdruck der mineralischen Beimengungen sind.

Variationen: grüner, blauer, grauer und Olivinmarmor.

Die Korngröße der Gemengteile im Marmor variiert zwischen grob und fein, zeitgleich sind die mineralischen Bestandteile von Marmor sehr kompakt gelagert. Die Textur ist kristallin und lediglich an den Gesteinskanten ist Marmor durchscheinend, dabei aber stets abhängig von Einregelung und Größe der Gemengteile sowie der mineralischen Reinheit.

Quarzit

Quarzite sind Gesteine, deren mineralischer Hauptbestandteil Quarz ist. Ausschlaggebend für die Definition Quarzit ist ferner, dass das Gestein zu wenigstens 98 % aus dem Mineral Quarz besteht.

Das Gestein ist von weißer bis graue Farbe, ursächlich begründet durch den Hauptgemengteil an Quarz - daher der Name Quarzit. Infolge der Nebengemengteile (= Mineralien, deren Anteil am Aufbau des Gesteins unter 5 % beträgt), bspw. in Form von Limonit und anderen Eisenoxiden kann Quarzit auch rötlich oder bräunlich sein kann. Bläulicher Quarzit ist auf die Anwesenheit von Dumortierit zurückzuführen, während grünliche Quarzite durch Fuchsit koloriert werden. Silbrig schimmernder Quarzit, teilweise auch Silberquarzit genannt, ist auf Einlagerungen des silbrig glänzenden Glimmerminerals Muskovit zurückzuführen.

Das Gefüge von Quarzit ist feinkörnig, lagig und massig, Porenräume sind nicht vorhanden.

Und was ist nun Geröll?

Geröll (zu rollen) besteht aus Steinen, also Gesteinstrümmern, die beim Transport durch Wasser, Erdrutsche, Muren oder sonstige Bodenbewegungen zu Tal bewegt werden und deren Bruchkanten dabei mehr oder weniger abgerundet wurden.

Die Größe der Steine liegt überwiegend zwischen 2 und 20 Zentimetern, nach DIN 4022 ist Geröll größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm), Blockgeröll größenmäßig darüber bis Hausgröße. Kleinere Korngrößen nennt man Kies.

Welche Geröllarten werden unterschieden?

Fluviatiles Geröll (Flussgeröll)

Kleingeröll in einem Flussbett wird als Kies bezeichnet; nahe am Wasser ist seine Bewegung als leises Rieseln oder Singen zu hören. Es bildet oft große Kies- bzw. Schotterbänke, die wegen ihrer gleichmäßigen Zusammensetzung der Korngrößen als wichtige Rohstoffe für das Bauwesen dienen. Einzelne Großblöcke nennt man dort Schroppen. Kleinere Rollsteine bezeichnet man in Süddeutschland und darüber hinaus als Wacken.

Marines Geröll (Brandungsgeröll)

Glaziales Geröll, Moränen, Findlinge und Geschiebe

Schuttgeröll, die Mischform aus Schutt und Geröll,

die sich als Fuß (Talus) rund um Felstürme, entlang der Felswände und in Karen und Steiltälern anlagert – diese liegen am Schuttgrenzwinkel, frischer Steinbruch kann nicht liegen bleiben und rollt als Steinschlag zu Tal. In sich wird der Talus durch Frostarbeit langsam weiterbewegt.

Rieselfluh,

durch lockere Erde verbundenes Geröll

 

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ACHTUNG ----- ACHTUNG ----- ACHTUNG ----- ACHTUNG ----- ACHTUNG

--- N A T U R S C H U T Z G E B I E T ---

VERHALTET EUCH ENTSPRECHEND RÜCKSICHTSVOLL MIT NATUR UND TIEREN

DENKT AUCH AN EURE SICHERHEIT UND TUT NICHTS UNÜBERLEGTES

EIN JEDER IST FÜR SEIN TUN SELBST VERANTWORTLICH

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Um diesen Earthcache zu loggen, geht zu den im Listing angegebenen Koordinaten und löst die nachfolgend gestellten Aufgaben.

Aufgabe 1

a) Wie stellen sich die Gerölle dar?

b) Welche Farben sind zu erkennen?

c) Wie sind die Oberflächen beschaffen?

d) Was meint ihr, zu welchen Geröllarten ordnet ihr die Exemplare zu? Begründet eure Entscheidung kurz.

Aufgabe 2

Ein Großteil der im Listing erläuterten Gesteine sind vor Ort zu entdecken.

a) Welche typischen Eigenschaften - die auch im Listing beschrieben sind – habt ihr mindestens 2 Gesteinen zuordnen können und könnt somit auch eine Vermutung über die Gesteinsart geben bzw. diese sogar sicher bestimmen?

b) Schickt mir bitte Fotos von den Gesteinen mit eurer Vermutung bzw. Bestimmung, um welche Art es sich handelt über mein Profil. Auf gar keinen Fall die Fotos im Logeintrag hochladen!

Aufgabe 3

Erkennt ihr an einem, der vor euch liegenden, oder gar ausgewählten Geröll Spuren von Glimmer? Falls ja, in welcher Gesteinsart habe ihr ihn entdeckt? Tipp: hier hilft z. B. die Lupe!

 

Eure Antworten aus den Aufgaben plus Fotos der Gesteine schickt bitte nur über mein Profil an mich.

In den aktuellen Earthcache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Sollten die zugesandten Antworten gravierende Abweichungen zu denen aufzeigen, die ich erwarten darf, melde ich mich.

Logs, die - auch auf Nachfrage hin - ohne Antworten zu den Aufgaben bleiben, werden kommentarlos gelöscht.

Fügt bitte ein Foto, mit der Teichfläche im Hintergrund dieses Earthcaches, bei Eurem Log mit dazu - dies ist eine Logbedingung.

Viel Spaß beim Erkunden wünscht euch

Herbalwitch1965

 

 

 

 

 

Quellen für Texte und Fotos: Steine und Mineralien; Wikepedia; Mineraliensteckbrief

Additional Hints (No hints available.)