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Roteisenstein, Zorgit und Selen EarthCache

Hidden : 1/26/2019
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Dieser EC führt euch in das Gebiet zwischen Zorge und Wieda.
Der beste Ausgangspunkt ist sicher Zorge - von dort sind es ca. 5 Kilometer hin und zurück sowie ca 170 Höhenmeter.
Bitte vergesst nicht eine Lupe mitzunehmen !



Dies ist kein EC der „mal eben zwischendurch“ absolviert werden kann -
ihr solltet schon einige Stunden Zeit einplanen.




Der EC führt euch zu den ehemaligen Rot-Eisensteingruben „Gottlieb Worms Bau“ und „Christian Allewelts Bau“
Es handelt sich um Felsenbaue (Felsenlager) in denen nestförmige Vorkommen Roteisenstein (auch Zorgit) abgebaut wurden.
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Roteisenstein ...

... ist schwarzrot und verwittert zu einem helleren Rot.
Es handelt sich um das Mineral Hämatit (Fe2O3), untergeordnet auch Limonit (Fe=(OH)).

Entstehung

Als im Devon am Grunde des Meeres Vulkane ausbrachen, förderten sie außer Basalt (der später zu Diabas umgewandelt wurde) und Tuff (der zu Schalstein wurde) auch eisenhaltige Wässer an die Oberfläche.
Das Eisen hielt sich nicht lange in Lösung.
Es setzt sich als Roteisen ab (sedimentär-exhalative Roteisenerzlager).

Roteisen kommt nicht nur als Sediment mit vulkanischem Hintergrund vor.
Es tritt auch häufig als Gangmineral auf.
Hämatit ist für die Rotfärbung vieler Gesteine verantwortlich.

Fundstücke :





Die Halde




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Zorgit

ist kein anerkanntes Mineral.
Der Mineralstatus lautet auf „Gemenge / Gemisch / Mischkristall"

Als Mischkristall (Mk) wird ein Kristall oder Kristallit bezeichnet, der aus mindestens zwei verschiedenen chemischen Elementen besteht, wobei die Fremd-Atome oder -Ionen statistisch verteilt sind.
Diese können entweder in die Zwischengitterplätze eingelagert sein (Einlagerungsmischkristall oder interstitielle Lösung) oder ein Atom des anderen Elements durch Substitutionersetzen (Substitutionsmischkristall).
Mischkristalle sind somit feste Lösungen, die, wenn sie metallische Eigenschaften besitzen, auch Legierungen genannt werden.

Im Reich der Minerale bilden sich Mischkristalle nur selten aus Reinstoffen, sondern meist aus chemischen Verbindungen.
Zwei Minerale definierter Zusammensetzung bilden hier eine sogenannte Mischkristallreihe (kurz: Mischreihe), deren Endglieder sie darstellen und deren Mischkristalle oft Namen erhalten, die keine Rückschlüsse auf deren Zusammensetzung zulassen.
So besteht beispielsweise der Labradorit, ein Mischkristall der Reihe Albit-Anorthit, mit 50–70 % aus Anorthit.
Die Minerale Forsterit (Mg2SiO4) und Fayalit (Fe2SiO4) bilden eine vollständige Mischkristallreihe, die Olivin-Reihe ([Mg, Fe]2SiO4).
Weitere Beispiele sind die Biotit-Reihe zwischen Phlogopit und Annit und die Melilith-Reihe zwischen Akermannit und Gehlenit.

Einige Mischkristallreihen enthalten Mischungslücken.
Das bedeutet, dass bei bestimmten Verhältnissen beider Endglieder zwei Phasen existieren.
Ein Beispiel ist die Plagioklas-Reihe Albit-Anorthit.
Viele Mischkristallreihen sind bei hohen Temperaturen vollständig, besitzen aber bei tiefen Temperaturen solche Mischungslücken.
Einige Kristalle können geringe Mengen anderer Elemente lösen.
Dies bezeichnet man als Diadochie.
Ein Beispiel ist der Einbau von Magnesium in Calcit (CaCO3).
Hier besteht keine vollständige Mischbarkeit zum Dolomit(CaMg(CO3)2) oder zum Magnesit (MgCO3).

Ein anderer Name für Zorgit ist auch Selenkupferblei

Folgende Bilder mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Frank Heise:











Selenbleikupfer (Selenkupferblei, Zorgit) ist krystallinisch, derb u. körnig, dunkel bleigrau, gelb od. blauangelaufen.

Es besteht aus Selenblei u. Selenkupfer in verschiedenen Verhältnissen, weshalb Einige das Selenbleikupfer (CuSe + PbSe) von dem Selenkupferblei mit 2 At. Blei (CuSe + 2 PbSe) u. dem Selenkupferblei mit 4At. Blei (CuSe + 4PbSe) unterscheiden.

In kleinen Mengen kommt gediegenes Selen natürlich vor.
Selenmineralien wie Clausthalit und Naumannit sind selten.
Selen ist, meist in Form von Metallseleniden, Begleiter schwefelhaltiger Erze der Metalle Kupfer, Blei, Zink, Gold und Eisen.
Selenkupferblei findet sich bei Tilkerode und Zorge am Harz u. im Glasbachgrunde bei Gabel am Thüringer Wald.


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Und hier nun die Fragen zum EC:
Ihr dürft direkt nach der Beantwortung loggen - ihr erhaltet aber auf jeden Fall eine Rückmeldung von uns !

An den FINAL-Koordinaten steht ihr direkt vor einem der oben beschriebenen Felsenbaue
Frage 1:
Wie liegt der Zugang zu diesem Felsenbau : geradeaus in den Berg, etwas oberhalb oder nach unten gerichtet ?

An Stage 3 steht ihr vor einer Infotafel - hier gibt es weiterführende Informationen zu dem Felsenbau
Frage 2:
Bis wann waren die Gruben in Betrieb ?

An Stage 4 steht ihr vor einer weiteren Infotafel
Frage 3:
In welchem Jahr wurde das Mineral mit dem Selen entdeckt ?

Frage 4:
Als was genau wird Zorgit auf der Infotafel beschrieben ?

An Stage 2 steht ihr vor der Halde mit dem Roteisenstein. .
Sucht euch ein (oder mehrere) Handstücke.
Ihr braucht dazu den Weg nicht verlassen, es liegt genügend Material direkt am Weg.
Hier kommt eure Lupe zum Einsatz
Frage 5:
Beschreibt euer Fundstück näher:
welche Färbungen sind zu erkennen ?
habt ihr Einschlüsse entdecken können ?
habt ihr möglicherweise Stücke entdeckt die den Bildern im Listing ähneln und  Zorgit sein könnten ?
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Soweit die Fragen, bleibt uns nur noch viel Spaß mit diesem EC zu wünschen !



Quellennachweis
Wikipedia
http://deacademic.com
www.chemie-schule.de/KnowHow/Mischkristall
Infotafeln vor Ort
Bilder Zorgit:
Urheber:Frank Heise
Urheberrecht:Frank Heise; https://www.Mineralienatlas.de
restliche Bilder:
eigene

Additional Hints (No hints available.)