Die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart ist eine knapp 99 Kilometer lange Eisenbahn-Schnellfahrstrecke in Baden-Württemberg, sie verbindet Mannheim mit Stuttgart-Zuffenhausen. Die zwischen 1976 und 1991 errichtete Neubaustrecke war, neben der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg, eines der ersten beiden Fernbahn-Neubauvorhaben der damaligen Deutschen Bundesbahn. Die für bis zu 280 km/h zugelassene Strecke mit 15 Tunnel und mehr als 90 Brücken gehört heute der DB Netz und wird von Personenfern-, Regional- und Güterzügen befahren. Die Kosten lagen damals bei ca. 4,336 Milliarden Deutsche Mark.
Der Bau der Strecke war damals ähnlich umstritten wie heute das Bahnprojekt Stuttgart21. Eine Vielzahl von Bürgerinitiativen zog gegen das Neubauprojekt zu Felde. Insgesamt gab es mehr als 4.000 Einwendungen und 20 Klgen, von denen 17 nach außergerichtlichen Einigungen
zurückgenommen wurden. Infolge der Proteste wurde der Bau an Teilstücken zeitweise komplett eingestellt. Erst in den 1980er Jahren ebbte der Widerstand gegen die Neubaustrecke ab.
Heute ist die Strecke aus dem Netz der DB nicht mehr wegzudenken. Dies wurde besonders bei den mehrwöchigen Sperrungen im Jahr 2016 deutlich. Eine Verkehrsprognose erwartet für das Jahr 2025 in diesem Abschnitt zwischen Vaihingen und Stuttgart 62.200 Reisende pro Tag, dies entspricht einem Zuwachs von 9000 Reisenden gegenüber 2010. Für das Jahr 2020 wurde seitens der Bahn aufgrund einer grundlegenden Streckensanierung eine mehrmonatige Sperrung der Strecke angekündigt.
Entlang der Bahnstrecke gibt es ein gut ausgebautes, oft asphaltiertes Netz landwirtschaftlicher Wege, die heute vielfältig genutzt werden. Ein zwischen Bahnstrecke und Wegen meist angelegter Grünstreifen dient dem Sicht- und teilweise dem Lärmschutz, ist aber auch bestens geeignet für den ein oder anderen Geocache. Bei der Suche des Cache müssen die Gleise der Schnellfahrstrecke zu keiner Zeit betreten werden!
Viel Spaß bei der Suche!