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Steinbrüche als Zeitzeugen (NaturZeitReise 5/6) Multi-Cache

Hidden : 1/28/2019
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Mit der „NaturZeitReise“ wird auf sechs ausgewählten Rundwanderwegen im Teutoburger Wald die Dimension „Zeit“ mit ihren vielfältigen Facetten in der Natur- und Kulturlandschaft erlebbar. Zur „Zeit“ gehört auch die „bewegte“ Geschichte der Erde, die den Teutoburger Wald vor rund 70 Millionen Jahren entstehen ließ. Die Wege 5/6 widmen sich dem Thema Geologie und verweisen auf Steinbrüche als Zeitzeugen. Viel Spaß beim Wandern durch Zeit und Raum im Teuto.

Zu der Serie gehören die Wanderungen 1 (Relikte histor. Waldnutzungen, GC81459), 2 (Jahreszeiten im Buchenwald, GC81P0R), 3 (Verborgene Zeitzeichen, GC82HCK) und der Bonus (NaturZeitReisen Bonus, GC8309N). Bitte achtet auf die Bonuszahlen im Finale.

Alternativtext

Startpunkt der Runde ist der Wanderparkplatz „Am Togdrang / Buschkamp“. Diese Etappe ist ca. 8 km lang und sollte in 2 – 2,5 Stunden zu erwandern sein. Sie ist nicht geeignet für Kinderwagen. Eine genaue Wegbeschreibung findet ihr auf der Website des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge (https://www.naturpark-teutoburgerwald.de/bielefeld/). Aus diesem Heft haben wir auch einige Erklärungen und Wegbeschreibungen übernommen.

Der Weg ist recht gut ausgeschildert. An einigen Stellen haben wir zusätzliche Wegpunkte eingefügt.

WICHTIG: Ihr bewegt euch teilweise in einem Naturschutzgebiet! Verhaltet euch bitte entsprechend und bleibt immer auf den Wegen! Bitte nehmt euren Hund an die Leine.

Ihr beginnt am

Start = Parkplatz Am Togdrang / Buschkamp (N 51° 58.364 E 008° 34.161).


Update 21.12.2020: Das Grillplatz-Schild wurde entfernt. Daher kommt hier eine neue Frage:

Frage: Sucht auf der Wanderkarte den "Togdrang". Wie lautet die Einerstelle der angegebenen Höhe? (Antwort: A Meter)

 

Beim Verlassen des Parkplatzes fällt auf der Westseite des Parkplatzes eine beeindruckende alte Stieleiche auf, die als Naturdenkmal geschützt ist. Der Weg knickt unmittelbar nach Norden ab.

Kurz danach trefft ihr wieder auf den Pfosten mit Schloss, den ihr schon von dem Multi „Verborgene Zeitzeichen“ kennt. Ihr geht nun ein ganzes Stück auf diesem Weg, allerdings in entgegengesetzter Richtung.

Pfosten (N 51° 58.391 E 008° 34.172)

Frage: Auf dem Schloss stehen zwei Zahlen. Wie lautet die niedrigere? (Antwort: Zahl = B)

 

Ihr folgt zwei Hecken rechts und links des Weges. Sie stehen auf den Überresten einer alten Landwehr, deren Gräben und Wälle man mit etwas Phantasie noch erahnen kann. Ihr passiert nun die ehemalige Mühle des Hofes Große Bockermann.

Ehemalige Mühle (N 51° 58.653 E 008° 34.244)

Frage: Wie lautet die Hausnummer des Hauses, die ihr auf dem weißen Werkstattschild lesen könnt? (Antwort: Hausnummer = C) 

 

Bald quert ihr den Landwehrbach erneut. Er entspringt nur rund 700 m oberhalb und ist ein wertvoller Lebensraum für den Feuersalamander, der in den quellnahen Waldbereichen des Teutos noch recht verbreitet ist. Mit etwas Glück kann man ihn oder seine Larven in stillen Bereichen der Quellbäche entdecken. Der Bachname stammt vermutlich von der früheren Landwehr, welche die Stadt Bielefeld bzw. die Grafschaft Ravensberg hier vor möglichen Angreifern aus der südlich angrenzenden Senne schützen sollte.

Landwehren sind mittelalterliche Wall- und Grabenanlagen, die dazu dienten, den Handelsverkehr zu überwachen, Zoll einzunehmen sowie die Bewohner innerhalb ihrer Grenzen zu schützen. Eine Landwehr bestand meist aus zwei Gräben mit einem dazwischen befindlichen Wall, der mit Dorngehölzen wie Heckenrosen, Brombeeren, Schlehen oder Stechpalmen bepflanzt wurde.

Nun geht es durch einen alten Hohlweg bergauf.

Zeitzeuge Hohlweg (N 51° 58.819 E 008° 33.963)

Frage: Auf der Schautafel werdet ihr über Hohlwege informiert. Wie oft findet ihr das Wort „Hohlwege“ (nicht Hohlweg) auf der Tafel (im Fließtext)? (Antwort: D mal)

 

Am Wegweiser verläuft der Weg spitz zurück nach Osten. Hier biegt Weg 4 ab. Ihr folgt weiter Weg 5.

Gelbes Wanderschild 1 (N 51° 58.855 E 008° 33.863)

Frage: Addiert die Entfernungsangaben der Wege zum Parkplatz Buschkamp. Wie lang sind die Wege zusammen? (Antwort: E km)

 

Auf der Lichtung am Rand des Weges hat sich ein größerer Bestand aus Besenheide (Heidekraut), Ginster und der in unserem Raum gefährdeten Glockenheide angesiedelt, die sich auf dem Sandsteinkamm des Teutos wohl fühlen.

Jetzt geht es steil bergan zum Gasthaus „Eiserner Anton“. Bitte seid besonders vorsichtig beim Überqueren der Straße. Auf dieser Straße fand in den 1920er Jahren das sehr populäre Teutoburger Waldrennen statt, ein Automobilrennen, bei dem auch mehrmals Rudolf Caracciola, einer der besten Rennfahrer seiner Zeit, mit seinem legendären Mercedes „Silberpfeil“ startete. Einige Autofahrer eifern hier dem Rennfahrer weiter nach.

Gelbes Wanderschild 2 (N 51° 58.934 E 008° 34.316)

Frage: Dieses Wanderschild weist u.a. auf den Hermannsweg hin. Wie weit ist es von hier (gerundet) bis nach Oerlinghausen? (Antwort: F km)

 

Ihr geht zunächst rund 150 m über den Hermannsweg leicht bergan, bevor der Weg nach Südosten abzweigt.

Zwischenstation 1 (N 51° 58.878 E 008° 34.414)

Wer dem Hermannsweg noch rund 700 m folgt, gelangt zum sogenannten Eisernen Anton. Den rund acht Meter hohen Aussichtsturm hat 1895 der Bielefelder Maschinenfabrikant Heinrich C. Fricke als Bismarckturm gestiftet; er gehört zu den seltenen Bismarcktürmen aus Stahl.

Ihr haltet euch hier aber rechts.

Ganz in der Nähe könnt ihr den Tradi „Hermannslauf - km 25½“ (GC35AKF) besuchen.

Nun geht es über einen teils mit Nadeln bestreuten Waldweg am Rand des Sandsteinkamms entlang bergab. Vogelbeeren und Birken, Fichtensämlinge und viele Heidelbeeren deuten auf den nährstoffarmen Boden im Untergrund hin. Auch das Heidekraut und die zweiblättrige Schattenblume fühlen sich unter diesen Bedingungen wohl. Auf sonnigeren Hangbereichen blühen schon mal das Habichtskraut und der Färberginster. Der Sandsteinkamm des Teutos, früher Osning genannt, weist wegen seines nährstoffarmen, sauren Milieus und der jahrhundertelangen Nutzung als Schaf- und Ziegenhude nur eine geringe Oberbodenauflage auf. Das erkennt man auch beim Blick auf die offenen Böschungen. Die steilen und trockenen Südhänge wurden im 19. Jahrhundert meist mit Fichten aufgeforstet.

Zeitfenster Sandsteinkamm (N 51° 58.826 E 008° 34.506)

Frage: Vor wieviel Millionen Jahren wurden die Sandsteinschichten senkrecht als Gebirge aufgefaltet? (Antwort: vor G Millionen Jahren)

 

Bald gelangt ihr auf der Nordseite des Weges zu einem ehemaligen Buchen- Niederwald, der durch seine eindrucksvollen Baumgestalten auffällt. Kennzeichen dieser Waldnutzungsform ist, das viele mehr oder weniger krumme Stämme aus einem sogenannten Stockausschlag bzw. einer Baumstubbe austreiben.

Im Niederwald werden die Bäume in der Regel schon nach 20 bis 30 Jahren auf den Stock gesetzt (d.h. abgesägt), während der Buchen-Hochwald eine Umtriebszeit von rund 130 bis 140 Jahren besitzt.

Zeitfenster Niederwald (N 51° 58.779 E 008° 34.670)

Frage: Bis in welches Jahrhundert war die Niederwaldwirtschaft verbreitet? (Antwort: bis in das H. Jahrhundert)

 

Der Niederwald wurde unter anderem durch die Steinkohle unwirtschaftlich und überwiegend zu Hochwald umgewandelt. Die Bestände der Stechpalme (Ilex) deuten darauf hin, dass hier in früheren Zeiten auch Waldhude (Waldbeweidung) betrieben wurde. Ihre ledrig-stacheligen Blätter wurden vom Vieh gemieden.

Der Weg führt zuletzt relativ steil bergab. Unten am Weg breitet sich der japanische Staudenknöterich aus, der mehrere Meter hoch werden und Massenbestände entwickeln kann.

Zwischenstation 2 (N 51° 58.607 E 008° 35.197)

Hier haltet ihr euch weiter rechts.

In einer scharfen Wegbiegung befindet sich der Eingang zu einem aufgelassenen Flammenmergel-Steinbruch, der einen guten Einblick in die Geologie des Teutos ermöglicht. Der extrem harte und widerstandsfähige Flammenmergel entwickelte sich vor rund 95 bis 98 Millionen Jahren aus Meeressedimenten, denn in der Erdgeschichte war dieses Gebiet einst von einem Meer bedeckt. Das kieselige und klüftige saure Gestein mit einer Vielzahl unterirdischer Spalten bildet häufig die wasserdurchlässige Kammregion des Teutos. Der Flora bietet er einen recht sterilen Lebensraum. Das Gesteinsmaterial der früher recht häufigen Flammenmergelsteinbrüche wurde meist zur Beschotterung von Wegen verwendet.

Zeitzeuge Flammenmergelsteinbruch (N 51° 58.584 E 008° 35.239)

Frage: Steinbrüche werden gern vom Uhu besiedelt. Aus wie vielen Buchstaben besteht der lateinische Namen des Uhus? (Antwort: I Buchstaben)

 

Auf der Talwiese, neben der ihr nach Süden wandert, steht im Sommer manchmal Rotes Höhenvieh, eine genügsame und vom Aussterben bedrohte Haustierrasse. Die Wiese war früher Teil der alten, nun schon lange verlassenen Hofstelle Arendsmeier, die sich südlich der Wegekreuzung befand.

Ein Blick in den üppigen Buchenwald westlich des Weges und den gegenüber aufragenden, unter Naturschutz stehenden Hellegrundsberg zeigt, dass ihr euch wieder auf dem Kalksteinbereich des Teutos befindet.

Zwischenstation 3 (N 51° 58.480 E 008° 35.288)

Hier verlasst ihr Weg 5 und folgt der Wegbezeichnung 6. Der Weg wendet sich am oberen Ende des Tales nach Osten und folgt dabei einem immer breiter werdenden Längstal zwischen dem Sandsteinkamm im Norden und dem Kalksteinkamm im Süden.

Zeitfenster Längstal (N 51° 58.445 E 008° 35.815)

Frage: Wie lang ist der Teutoburger Wald laut Schautafel? (Antwort: J km)

 

Der Teutoburger Wald ist durch seine besondere Geologie geprägt, die im Laufe der Erdgeschichte meist drei Kämme mit einem jeweils dazwischen liegenden Längstal hervorgebracht hat. Während die härteren Schichten (Kammbereiche) stehen blieben, wurden die weicheren Schichten unter anderem durch die Schmelzwasserströme der Eiszeiten abgetragen und bilden heute die Talbereiche. So haben wir es beim Teuto nicht einfach nur mit einem Berg oder Kamm zu tun, sondern mit einer Abfolge von Berg- und Talbereichen.

Nach kurzer Zeit gelangt ihr zu einer kleinen Ansammlung von alten Höfen, die schon in der Urkatasterkarte von 1837 dargestellt sind. Die gepflegten Gebäude wurden aus heimischem Osning-Sandstein errichtet.

Sandsteingebäude (N 51° 58.401 E 008° 35.913)

Frage: An einem der Häuser findet ihr die Hausnummer von einem Hufeisen umrandet. Wie lautet die Hausnummer? (Antwort: Hausnummer = K)

 

Nördlich des Weges befindet sich ein größerer schilfbestandener Teich, der auch einer großen Erdkrötenpopulation als Laichgewässer dient. Schließlich erreicht ihr den Wanderparkplatz Eisgrund. Hier informiert eine Übersichtstafel über den Lämmerweg.

Tafel Lämmerweg (N 51° 58.244 E 008° 35.930)

Frage: Auf der Tafel werdet ihr auch über „Steinbrüche im Teutoburger Wald“ informiert. Welche Nummer (in rot) hat das zugehörige Foto? (Antwort: Fotonummer = L)

 

Auf dem Weg umrundet ihr den unter Naturschutz stehenden Hellegrundsberg. Es geht zunächst über einen Sandweg nach Süden. Östlich der Lämershagener Straße befindet sich der „Eisgrundsberg“, der im Urkatasterblatt von 1837 noch „Die Eis Berge“ hieß. Woher der Name stammt, ist unklar. Im letzten Jahrhundert wurde hier noch Sand abgebaut, der während der Eiszeit aufgeweht wurde.

Bald erreicht ihr die Grenze des Naturschutzgebiets Behrendsgrund, das im Wesentlichen aus Kiefernwäldern, Besenheide und extensiv genutztem Magergrünland besteht. Der Weg führt ein kurzes Stück über den „Lämmerweg“, der hier den alten Zugweg (Trift) der Schäfer mit ihren Herden über den Teutoburger Wald in die Senne nachvollzieht. Die Schafe mussten im Frühjahr und Herbst von den großen Höfen nördlich des Kammes über den Teuto in die Senne getrieben werden. Das magere Grünland mit seiner hohen Artenvielfalt wird aus Naturschutzgründen von einer Wanderschafherde beweidet. Durch die Beweidung wird der Sandmagerrasen erhalten, in dem selten gewordene und bedrohte Pflanzen gedeihen.

Nach dem Durchqueren der offenen Landschaft gelangt ihr in einen dunklen Wald mit amerikanischen Nadelgehölzen, nämlich Douglasien und Hemlocktannen, deren Bestände sich hier beidseitig des Weges auf einer Länge von rund 500 m ausdehnen.

Zeitfenster Nadelwald (N 51° 58.147 E 008° 35.300)

Frage: Wie viele Baumarten sind von Natur aus in Mitteleuropa heimisch? (Antwort: M Arten)

 

Über die sandigen Sennewege gelangt ihr zu einer Bank an einer Wegekreuzung. Am Wegesrand haben Rote Waldameisen ihre Nester angelegt.

Zwischenstation 4 (N 51° 58.262 E 008° 34.926)

Hier verlasst ihr Weg 6 und folgt wieder der Wegbezeichnung 5.

Beim Weiterwandern fallen Kiefernwälder auf, unter denen sich grüne Wände aus Spätblühender Traubenkirsche (Prunus serotina) auftun. Diese anspruchslose Baumart kam als eine der ersten nordamerikanischen Gehölze schon zu Anfang des 17. Jahrhunderts nach Europa und breitet sich seitdem kontinuierlich aus. Ihre starke Vermehrungsdynamik verursacht mittlerweile immense waldbauliche Probleme, da sie die natürliche Krautschicht und die Waldverjüngung unterdrückt.

Ihr passiert eine Wegestrecke, an welcher der Weg etwas in das Gelände eingeschnitten ist. An den offenen Sandböschungen ist sehr schön zu erkennen, wie dünn die Bodenauflage über dem Sennesand ist, die hier über dem hellen Kreideschotter liegt. Der Sand wurde während der Eiszeiten angeweht.

Gelbes Wanderschild 3 (N 51° 58.335 E 008° 34.455)

Frage: Das Schild weist daraufhin, dass das Überqueren einer Straße hier nicht möglich ist. Wie viele Buchstaben besitzt der Straßenname (ohne „straße“)? (Antwort: N Buchstaben)

Update 18.09.2019: Das Gelbe Wanderschild 3 wurde entfernt. So lange gilt: N=D+L.

 

Ihr findet das Final bei N 51° 58.2*A+C+D+E+F+G+H+J und E 008° 34.B-D+I+K+L+M+N

 

Achtung: Ihr müsst zum Auffinden des Caches die Wege nicht verlassen.

Bitte denkt daran, die Werte für den Bonus zu notieren.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz könnt ihr noch den Tradi „Vampirata geocachus ostwestfalensis“ (GC79ANP) besuchen.

Vielen Dank an michardbegel für den Betatest.

Additional Hints (Decrypt)

Mhtnat iba hagra.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)