Auf dem Weg zu den wenigen Ruinen der Burg im Dannsee haben wir diesen Cache nach Heinrich von Borch bzw. Heinrich IV. von Borch (* um 1290; † unbekannt) benannt.
Für den geübten sicherlich keine große Herausforderung, aber für Kinder sicherlich ein Spaß...
Die Burg im Dannsee war die Burg des auch als „Isern Hinnerk“ bekannten, aus Horneburg stammenden Raubritters Heinrich von Borch. Die Burg wurde noch vor ihrer Fertigstellung im Zuge von Kampfhandlungen völlig zerstört.
Die Inselburg im Dannsee befand sich auf einer Insel des im Beckdorfer Moor gelegenen Dannsees (auch: Dannensee). Der Dannsee war ein Moorsee nahe den Dörfern Revenahe-Kammerbusch in der Gemarkung Beckdorf. Aufgrund der Moorentwässerung im 19. Jahrhundert fiel der See zunächst nur in den Sommermonaten, später ganz trocken.
Während seiner Zeit als Vogt in Vörde, 1307 bis 1310, begann Heinrich von Borch mit dem Bau der Burg im Dannsee. Als er Vörde 1310 verlassen musste, war die Burg wahrscheinlich noch nicht völlig fertiggestellt. Um die Fertigstellung zu finanzieren, zog Heinrich von Borch zu Raubzügen aus. Nachdem sich diese ausweiteten, wurde er im Winter 1311 von einer Koalition des Erzbischofs von Bremen, des Bischofs von Verden und des Herzogs von Lüneburg auf seiner Burg angegriffen.
Zunächst konnten sich die Verteidiger durch das Offenhalten des Sees schützen. Die Belagerer stellten jedoch zwei Wurfmaschinen auf, die eine etwa 200 Meter von der Burg entfernt am Rand des Revenaher Moores, die andere vermutlich auf der Südseite des Sees, etwa 100 Meter von der Burg entfernt. Spuren weisen darauf hin, dass sich innerhalb der Burg ebenfalls eine Wurfmaschine befand, die sich mit dem südlich postierten Geschütz ein Duell geliefert haben muss. Insgesamt wurden wohl über 1000 Steingeschosse abgefeuert, von denen über 800 nachgewiesen werden konnten. Außerdem weisen Brandspuren darauf hin, dass auch Brandgeschosse zum Einsatz kamen. Dem dauerhaften Bombardement konnte die Burg nicht lange standhalten. Die Verteidiger gaben die zerstörte Burg nach einigen Tagen auf und konnten über eine den Angreifern unbekannte Untiefe des Sees im Schutz der Dunkelheit entkommen.
1859 haben erste Grabungen am inzwischen verlandeten See stattgefunden, bei denen die Burgfundamente, ein Backofen und Palisadenreste freigelegt wurden. Es wurden auch Holzkähne gefunden, die aber nicht erhalten blieben. Die Geschosskugeln, von denen man immer wieder welche fand, sind meist im Straßenbau verwendet worden. Um 1970 wurde der noch vorhandene Schuttberg abgefahren und die letzten sichtbaren Überreste verschwanden. 1976 wurden fünf der als Wurfgeschoss benutzten Steinkugeln ausgegraben, die heute in den Museen in Stade und Buxtehude ausgestellt sind. 2003 untersuchte die archäologische Denkmalpflege des Landkreises Stade den Burgplatz. Dabei konnten die Fundamente der Burggebäude und Reste der Brücke freigelegt werden. Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Grabungsstelle wieder abgedeckt.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_im_Dannsee)