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Geologische Feldsteinsammlung am Pimpinellenberg EarthCache

Hidden : 2/16/2019
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Vielen Dank an 1poppy fürs Zeigen der Location und die daraus entstandene Cache-Idee!

Geologisch befindet sich der Pimpinellenberg an der Grenze der Pommerschen Haupteisrandlage zum südlich anschließenden Niederoderbruch (saale-eiszeitliche Grundmoräne). Der nordwestliche Teil besteht aus einer Geschiebeschüttung mit (Mergel-) Sandböden, und der südöstliche Bereich aus oberem Geschiebemergel, der von lehmigem Sand bedeckt ist. Eine Blockpackung an der südlichen Abbruchkante des sogenannten Sandberges östlich am Pimpinellenberg hatte bis Mitte des letzten Jahrhunderts dem Sandabbau gedient. Heute ist dieser Bereich ein Biotop mit wertvollem Trockenrasengebiet. Die Gletscher der letzten Eiszeit haben hier mit dem Geschiebemergel auch reichlich Gesteinsmaterial abgelagert. Am Pimpinellenberg befindet sich ein ca. 3,5 km langer Naturlehrpfad, auf welchem sich unter anderem diese kleine geologische Feldsteinsammlung befindet. 22 Findlinge der verschiedenen Gesteinsarten werden hier gezeigt und auf Schildern ihre Namen und Besonderheiten genannt.

Zur Beantwortung einer Frage benötigt ihr einen Magnet.
Ihr befindet euch im Naturschutzgebiet. Die offiziellen Wege müssen nicht verlassen werden.





Der Kreislauf der Gesteine

Kein Gestein der Erde ist für die Ewigkeit gemacht. Es verwittert an der Oberfläche, wird abtransportiert und erneut abgelagert. Beim Zusammenstoß zweier Platten werden Sedimentschichten zusammengestaucht und zu Hochgebirgen aufgefaltet. Das Gestein abtauchender Platten schmilzt im Erdinneren und bildet die Quelle von Vulkanen. Lava, die ein Vulkankrater ausspuckt, kühlt wiederum ab und erstarrt wieder zu Gestein.



Es ist ein ewiger Kreislauf, der dafür sorgt, dass selbst das härteste Gestein sich immer wieder verwandelt und neues daraus entsteht. Die Verwandlung geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrmillionen. „Mitspieler“ dieses Kreislaufs sind drei Gruppen von Gesteinen, die jeweils unter anderen Bedingungen entstehen:

Wenn Magma abkühlt, erstarrt die heiße Masse zu magmatischem Gestein. Das kann sowohl an der Erdoberfläche als auch im Inneren der Erde geschehen. Wo sich dagegen Schichten von abgetragenem Gesteinsschutt anhäufen, werden die Sedimente unter der Last des eigenen Gewichts zusammengepresst. Durch diesen Druck verfestigen sie sich zu Sedimentgestein. Hoher Druck und große Hitze im Erdinneren wiederum sorgen dafür, dass sich Gestein verwandelt und ein anderes entsteht. Dann sprechen Geologen von Umwandlungs- oder von metamorphem Gestein.
Diese drei Gesteinstypen sind eng miteinander verbunden: Jeder Typ kann sich in jeden anderen verwandeln. Dieser Gesteinskreislauf wird immer weitergehen, so lange es die Erde gibt.

Die geologische Feldsteinsammlung am Pimpinellenberg enthält Vertreter der drei Gesteinsarten, hauptsächlich aber verschiedene Granite (magmatisch), Gneise (metamorph), Kalkstein und Sandstein (Sedimentgesteine).


Außerdem könnt ihr einige Merkmale an den Steinen sehen, welche nachfolgend näher beschrieben werden.

Als Schlieren werden in der Gesteinskunde unregelmäßig und unscharf begrenzte Gesteinspartien in magmatischen Gesteinen bezeichnet, die in ihrem Mineralbestand oder Gefüge, meist auch in der Farbe, von dem umgebenden Hauptgestein abweichen. Nicht wenige Mineralien enthalten Schlieren. Sie entstehen, wenn geschmolzene Gesteine mit unterschiedlichen Eigenschaften durch Bewegung miteinander in Berührung kommen und gemischt werden.


Als Fossilien (von lat. fossilis "(aus)gegraben") bezeichnet man jedes Zeugnis vergangenen Lebens aus der Erdgeschichte, welches älter als ca. 10.000 Jahre ist. Dazu zählen Pflanzen und Tiere sowie Spuren ihrer Fortbewegung und Ernährung. Alle Überreste eines vorgeschichtlichen Lebewesens und seine Lebensspuren im Gestein sind Fossilien. Diese wurden entweder lebend oder kurz nach ihrem Tod von Material bedeckt (“eingebettet”) worden sind. Dies konnte an Ort und Stelle oder nach einem Transport auch anderswo geschehen sein. Fossilien treten in vielfältigen Formen auf. So kennt man Steinkerne, Einschlüsse (wie z.B. in Bernsteinen), Inkohlungen, Abdrücke (sog. Spurenfossilien) und Körperfossilien. Häufig findet man sie in Sedimentgesteinen.


Einsprenglinge sind größere, gut ausgebildete Einzelkristalle in Natursteinen, die optisch leicht erkennbar in einer feiner strukturierten Steinoberfläche eingebettet sind. Steine haben unterschiedliche Korngrößen und werden als feinkörnig bis grobkörnig eingestuft. Die Unterschiede sind in dieser Sammlung gut erkennbar. Besitzt ein magmatischer Stein deutliche Größenunterschiede der enthaltenen Mineralkörner, dann hat er ein porphyrisches Gefüge. Man unterscheidet daher in einem porphyrischen Gestein die Grundmasse (sehr kleine Körner) und Einsprenglinge (größere Körner). Das Verhältnis der Mengen von Grundmasse und Einsprenglingen ist dabei variabel.


Gesteinsmagnetismus ist ein geophysikalisches Phänomen und bezeichnet die magnetische Eigenschaft von Gesteinen durch ihren Gehalt an ferromagnetischen Mineralien. Die wichtigsten natürlichen ferromagnetischen Mineralien sind der Magnetit, die Titanomagnetite und der Magnetkies. Bereits winzige Spuren davon dominieren die magnetischen Eigenschaften der Gesteine. Der Gehalt an stark magnetischen Mineralen hängt von der Lithologie ab. Am stärksten magnetisch sind neben den Eisenerzen mit hohen Konzentrationen an Magnetit die magmatischen Gesteine, allen voran die Basalte, die in den Ozeanen riesige Flächen bedecken. Basisches Gestein (z.B. Basalt, Gabbro, Grünschiefer, Amphibolit) ist stärker magnetisch als saure Gesteine (z.B. Granit, Syenit). Rote Sandsteine können durch ihren Eisengehalt auch recht stark magnetisch sein. Sehr viel schwächer magnetisch sind Sedimente (Kalkstein, heller Sandstein) und die meisten metamorphen Gesteine (Gneis).




Schaut euch die kleine Gesteinssammlung genau an und beantwortet dann bitte vor dem Loggen die folgenden Fragen. Dabei helfen wird euch das Listing und die Schilder an den einzelnen Steinen.

1. Es gibt zwei Steine, welche einen Übergang zwischen Gneis und Granit darstellen. Wie heißt dieses Gestein? Was glaubt ihr, an welcher Stelle des Gesteinskreislaufes ist es entstanden (Zahl von 1 bis 13 in der Abbildung Gesteinskreislauf)?
2. Nennt zwei Steine, in denen Schlieren sichtbar sind!
3. Nur ein Stein besitzt Spuren von Fossilien. Welcher ist es und wie sehen diese aus?
4. Welcher Findling hat magnetische Eigenschaften (2 Möglichkeiten)?
5. Vergleicht die Einsprenglinge im Konglomerat mit denen im Granit mit dem grobkörnigen bis porphyrischen Gefüge!

Schickt eine Mail mit euren Antworten an mich! Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, melde ich mich. Ihr braucht nicht die Logfreigabe abwarten! Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!




Quellen: gerdflaig.de, wikipedia, Planet-Schule.de, Buch: Geologie für Dummies, nabu-barnim.de, mineralienatlas.de, eigene Fotos

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