Ein klassischer Multi auf den Spuren der Kelten im Heilachwald bei Bachern.
Die in großen Teilen Europas verbreitete Kultur der Kelten reicht zurück bis ca. 800 vor Christus. Aus dieser Zeit sind zwischen den Bäumen im Heilachwald, gut geschützt vor den Pflügen der Bauern, beeindruckende Gräber sowie ein keltischer Gutshof, eine sogenannte Viereckschanze, erhalten geblieben. Dieser Multi soll Euch die Gelegenheit geben, in die Welt der Kelten einzutauchen und ihre Spuren zu entdecken. Die Runde sollte etwa zwei Stunden dauern. Dornenfeste Kleidung und solides Schuhwerk sind ein Muss, da die Wege stellenweise matschig und auf der Keltenschanze teilweise überwuchert sind - deswegen würde ich auch von Fahrrädern und Kinderwägen abraten. Achtung: Nicht bei Nacht oder in der Dämmerung! Jagdgebiet!
Eine App zur Berechnung des Buchstabenwortwerts (BWW) könnte hilfreich sein.
(Für Einsteiger: Der BWW des Wortes "Aeste": A=1, E=5, S=19, T=20, E=5 -> BWW = 50; Umlaute Ä, Ö, Ü werden ersetzt durch AE, OE, UE)
Euer Cachemobil könnt Ihr an den Parkkoordinaten abstellen (Anlieger frei).
Stage 1: Hügelgräberfeld
Ihr steht vor dem größten Hügelgräberfeld im Heilachwald - einer kleinen Nekropole, oder Totenstadt. Jeder Hügel erinnert an einen verstorbenen keltischen Adeligen oder Gutsbesitzer. Die 'einfachen Leute' wurden oft in Brandgräbern zwischen den Hügelgräbern bestattet. Die Grabkammer und der darüber aufgeworfene Erdhügel stellten das Totenhaus für eine zukünftige Bleibe des Verstorbenen dar. Oft bezeichnete ein Steinkranz um den Hügel den festen Bezirk des Toten. In der frühen Hallstattzeit (800-620 vor Christus; der Name stammt vom ersten Fundort dieser Epoche im österreichischen Salzkammergut) wurde die Asche des Verstorbenen in der Grabkammer beerdigt, in der späteren Phase (620-450 v. Chr.) ging man zu Körperbestattungen über. Hier eine schematische Darstellung:

Die Seelen der Toten wurden den keltischen Göttern anvertraut, von denen es eine ganze Menge gab. Besonders wichtig waren:
- Epona, die keltische Göttin der Fruchtbarkeit. Der Name leitet sich vom gallischen Wort "epos" (Pferd, verwandt mit gleichbedeutendem irischen "ech" und dem walisischen "ebol" = Fohlen) ab. Die Verehrung Eponas war zu Zeiten der Kelten und Gallo-Römer im gesamten keltischen Raum verbreitet. Epona wurde meist mit Pferden abgebildet (dadurch wurde sie später auch von den Römern als Göttin der Pferde verehrt), oder mit einer Schale, Früchten oder einem Füllhorn dargestellt.
- Taranis, der keltische Gott des Himmels, des Wetters und des Donners. Taranis wird allgemein als „der Donnerer“ gedeutet, verwandt sind das walisische „Taran“ und das irische „Torann“ (beides mit der Bedeutung „Donner“). Der Sache und eventuell auch dem Namen nach besteht Verwandtschaft mit dem germanischen Donnergott Donar/Thor.
Taranis stand an der Spitze der keltischen Götterwelt. Dargestellt wurde er mit einem Rad, das die Sonne, den Mond, die Jahreszeiten oder die Zeit allgemein symbolisieren könnte, sowie einem Blitz oder "Donnerkeil".
Eure Aufgabe: Ihr findet ein Foto einer Statue. Wer ist dargestellt? (-> oben beschriebene Symbole beachten!) Ermittelt den Buchstabenwortwert des Namens! A = ?
Stage 2: Grabbeigaben
Starb ein Kelte, so wurde er nach bestimmten Ritualen beerdigt. Waffen wurden nur selten als Grabbeigaben gefunden, regelmäßig aber reich verzierte Geschirrsätze aus Ton, deren Verzierungen übrigens eindeutige Einflüsse von Griechen und Etruskern aufweisen - auch damals gab es schon regen kulturellen Austausch in großen Teilen Europas! Speisen und Getränke wurden als Proviant für die Reise ins Jenseits bereitgestellt. Frauen wurden mit ihrem Schmuck bestattet. Manchmal findet man metallene Teile eines Wagens - in sogenannten Wagengräbern wurden die Anführer eines Stammes mit einem ganzen, vierrädrigen Wagen begraben.
Eure Aufgabe: Im Petling findet Ihr eine Abbildung einer Grabbeigabe. Um was handelt es sich? BWW! B = ?
Stage 3: Ein trauriger Tag?
Von Verstorbenen Abschied zu nehmen fällt nicht leicht, doch schon immer gab es dafür Gebräuche: Heute gehört ein "Leichenschmaus", ein festliches Essen nach der Beerdigung eines Angehörigen, dazu. Man erinnert sich dabei gemeinsam an schöne Erlebnisse mit dem Menschen, der von einem gegangen ist. Bei den Kelten war es üblich, noch am Grab ein Trinkgelage mit größeren Mengen alkoholischer Getränke wie z. B. aus Honig hergestelltem Met zu feiern, um sich vom Verstorbenen zu verabschieden und den Tag nicht allzu traurig enden zu lassen. Eure Aufgabe: Findet den Petling und notiert wieder den BWW der Fundstücke! C = ?
Stage 4: Die Viereckschanze
Als Viereck- oder Keltenschanze bezeichnet man die vor allem in Süddeutschland anzutreffenden Reste eines rechteckigen, meist quadratischen Areals mit umlaufendem Wall und Graben. Neuere Untersuchungen bewiesen, dass manche der Viereckschanzen dauerhaft bewohnte keltische Gutshöfe oder Mittelpunkt einer ländlichen Siedlung waren. Andererseits ist nicht ausgeschlossen, dass die Kelten auch ihre Kultstätten mit viereckigen Einfriedungen umgaben. Um die Anlage herum verlief wohl ein Palisadenzaun mit einer Toranlage, einem Torturm und einer Holzbrücke. Gegenüber der Toranlage befand sich in der Regel der Hauptbau, ebenfalls aus Holz. Dazu kamen Speicher und Grubenhäuser, in einer Ecke meist ein tiefer Brunnen.
Eure Aufgabe: Geht zum Wegpunkt an der nordöstlichen Ecke der Keltenschanze. Erforscht die Schanze und sucht die gegenüberliegende südwestliche Ecke des Walls! Dorthin sind es ca. 140 Meter Luftlinie. Hier findet ihr einen Petling unter der Stufe der neuen Konstruktion, die hier erfreulicherweise errichtet wurde. Darin findet Ihr weitere Informationen. D = ? (Tipp: ungerade Zahl!)
Stage 5: Sterntaler oder Keltengold?
Im Heilachwald wurden auch keltische Goldmünzen gefunden. Ihren Namen, "Regenbogenschüsselchen", erhielten sie aufgrund des Aberglaubens, dass die Goldstücke von einem Regenbogen herabtropften oder dort auf der Erde zurückgeblieben seien, wo ein Regenbogen die Erde berührt hatte. Sehr häufig wurden diese Goldmünzen durch das Pflügen nahe an die Oberfläche eines Ackers gebracht, und nach heftigen Regenfällen schließlich ausgewaschen und gefunden. Da man sich die Herkunft der schüsselförmigen Goldstückchen nicht erklären konnte, entstand der Volksglaube von den Regenbogenschüsselchen als himmlischen Glücksbringern, denen auch Heilwirkung bei "Fallsucht" (Epilepsie), Krämpfen, Fieber und Geburtswehen zugeschrieben wurde. Vermutlich bildet diese Fundsituation den Kern des Grimmschen Märchens „Die Sterntaler“. Die normalerweise unbeschrifteten Goldstücke sind nicht gleich als Münzen zu erkennen. In der Regel weisen sie nur abstrakte symbolische Muster wie Kugeln, Punkte, Kreise oder Sterne, oder Motive aus der Bilderwelt der Kelten wie Vogelköpfe oder Schlangen auf.
Eure Aufgabe: Findet den Petling und zählt die Anzahl der Regenbogenschüsselchen auf dem Foto!
E = ?
Final:
Ihr habt die Welt der Kelten im Heilachwald kennengelernt. Nun hebt ihren Schatz bei:
N48 18. ((B - A) * E )
E011 01. ( B + C + D + E )
Sollten weniger als drei Stellen herauskommen, dann vorne mit Nullen auffüllen!
Habt Ihr richtig gerechnet? Das verrät Euch der GeoChecker.
Folgt dem Weg, bis die Ostkoordinate erreicht ist, dann lauft den nicht kartographierten Forstweg entlang. Spoilerfoto beachten! Im Cache liegen kleine Souvenirs, von denen Ihr Euch gerne eines mitnehmen und dessen Code entdecken dürft!