Alt und Neu: Ein "Pseudo-Multi". Aussicht auf Neues und Erhaltenes in Bethel.

Wenn ihr euch vor dem eigentlichen Loggen an den Wegpunkt 1 begebt, dann habt ihr einen schönen Blick auf das Betheler Architektursammelsurium. (Außerdem könnt ihr da parken.)
Schaut nach Südosten, und ihr seht ein relativ großes Gebäude mit einer Waschbetonfassade, die, seit sie vor ein paar Jahren dampfgestrahlt wurde, nur ein wenig besser aussieht als vorher. Dies ist Haus Nazareth, Büderhaus der gleichnamigen Diakonenschaft und Nachfolger eines 1883 erworbenen Baus, den es nicht mehr gibt.
Wenn ihr euch etwas nach rechts dreht, dann seht ihr ein grau-rotes Haus, in dem jetzt die orthopädische Schuhmacherei untergebracht ist (übrigens ein Geheimtipp für günstige Schuhreparaturen). Vor ein paar Jahren residierte hier noch die Krankenhausapotheke des Evangelischen Klinikums Bethel. Der Bethel-Schuhmacher war damals noch in einem Gebäude dahinter untergebracht, das inzwischen nicht mehr da ist. Es gehörte zu einer Reihe stark in die Jahre gekommener Ziegelgebäude, die teils dem Zahn der Zeit und teils der Umgestaltung dieses Stadtviertels weichen musste. Auf einem Teil der frei gewordenen Fläche werden jetzt Wohnungen gebaut.
Rechts von den Baustellen steht ein Bäckereiladen. Dieses Gebäude beherbergte bis zu ihrem Umzug in den Neubau an der Tonkuhle die Brockensammlung Bethel (Bethel-Slang: "BroSa") und war im Gegensatz zu anderen Ziegelbauten der Häuserzeile zu retten (zusammen mit dem Wohnhaus rechts daneben). So bleiben zwei dekorative architektonische Klassiker erhalten und in Nutzung.
Weiter rechts davon, nach der Sichtlücke auf den Teutoburger Wald, steht ein ehemaliges dreigeschössiges Heimgebäude mit fast flachem Dach. Geht da mal hin, denn daneben liegt auch die Dose. Auch diese Bauweise war in Bethel einst beliebt, und wenn ihr das Dach mit denen der Neubauten im Süden vergleicht, dann seht ihr die (wahrscheinlich bewusste) Ähnlichkeit. Heute sind hier Büros, u.a. der BKK Diakonie, und das Haus ist von innen und außen (besonders an der Vorderseite) schön wiederhergestellt.
Optischer Höhepunkt auf der anderen Straßenseite ist das ehemalige Diakonissen-Mutterhaus Sarepta mit seiner neuschwansteinhaften Ausstrahlung.
Der Cache ist der direkte Nachfolger von GC6WTP7 Entrée oder Dessert ?, den ich wegen Bauarbeiten kurzfristig einziehen musste. Das war ein eher belangloser Tradi, der aber zu meiner Überraschung über hundert Funde pro Jahr hatte, vielfach von auswärtigen Bethel-Besuchern. Darum recycle ich die Dose hier für etwas Sightseeing. Da ihr hier etwas auf dem Präsentierteller steht, wartet bitte auf einen unbeobachteten Moment zum Zugriff.