Das "Alte Schloss" im Oberholz
Bei einer schönen Wanderung, kann man hier eine kleine Ruhepause einlegen. Von der Bank aus habt ihr einen Blick auf das was vom "Alten Schloss" übrig geblieben ist.
Es zeigt sich, dass das Gelände um das "Alte Schloss" bereits um 800 v. Chr. besiedelt war. Das sichtbarste Zeugnis dieser mit der erneuten Rodung des Waldes einhergehenden Besiedlung ist das "Alte Schloss" selbst.
Bei dem „Alten Schloss“ oder „Schlossberg“, der diesem Teil des Oberholzes seinen Namen gegeben hat, handelt es sich um die Reste einer mittelalterlichen Burg. Erhalten geblieben sind ein annähernd runder Graben und ein flacher Erdhügel, die insgesamt eine Fläche mit einem Durchmesser von nur ca. 20 m bilden. Burgen dieses Typs waren im mittelalterlichen Europa als kleine Befestigungen weit verbreitet und sind heute als "Turmhügelburgen" oder "Motten" bekannt.
Wer die Burg im Oberholz errichtete, ist unbekannt. Möglicherweise gehörte sie dem Ritter Wolf von Pösna, der zwischen 1190 und 1233 in der Gegend von Großpösna ansässig war. Gut 100 Jahre später wurde die Burg zerstört, denn bei Grabungen sind um 1900 Steinmauern mit Brandspuren, verbrannter Lehm und Gefäßscherben des 14 Jahrhunderts gefunden worden. In welcher Beziehung die Burg zu dem um 1400 aufgegebenen Dorf Albrechtshain stand, ist unklar.