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ᛗᛁᛗᛁᚱᛋ ᛖᛁᛋᛖᚾᛋᚳᚻᛗᛁᛖᛞᛖ (Mimirs Eisenschmiede) EarthCache

Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Schon als Kind war ich von den interessant geformt und gefärbten Steinen, die man insbesondere um die Sandsteilwände am Hünsberg finden konnte und weiterhin finden kann, begeistert. Kein Wunder, das diese Formen und Farben den frühen Be- und Anwohnern der Coesfelder Heide Vermutungen eingegeben haben, es handle sich bei dem Hünsberg um die Überreste eines Vulkans oder gar einen Hexentanzplatz. Es ist anzunehmen, dass auch der mythische Schmied Mimir hier von den germanischen Stämmen vermutet wurde.



Der benachbarte Earthcache befasst sich vorwiegend mit den Sanden und den Sandsteilwänden. Ich möchte mit diesem Listing aber auch die sogenannten Eisenschwarten thematisieren. Dahinter verbergen sich fossile limonitische zum Teil mit Wüstenlack überzogene Konkretionen aus den örtlichen kreidezeitlichen Sanden. Sie bildeten sich während des Tertiärs in tropischem bis subtropischem Klima.


eigene Fundstücke - ganz links ist der Wüstenlack gut erkennbar

Vor Ort kommen die Eisenschwarten in vielen übereinanderliegenden Horizonten vor. Diese treten hier sowohl durch den manuellen Abbau der Sande, als auch auf natürlichem Wege durch Kryoturbation, also Bewegung innerhalb der oberen Erdschicht durch Gefrieren und Wiederauftauen insbesondere während der Eiszeit, an die Oberfläche.



Limonit – umgangssprachlich auch als Brauneisenerz bekannt - ist kein eigenständiges Material, sondern ein zumeist gelblich-braun bis rötliches Gemisch verschiedener Eisenoxide und Eisenhydroxide. Es entsteht im Schwankungsbereich des Grundwassers durch Bildung/Oxidation und Ablagerung der entsprechenden Bestandteile.



Der insbesondere an diesem Ort vermehrt zu entdeckende Wüstenlack entsteht durch Verwitterung: Saures Wasser dringt in das oberflächennahe Limonit und löst im Inneren mineralische Bestandteile. Wärme befördert die gelösten Substanzen – in diesem Fall vorrangig Eisen und Mangan - an die Oberfläche, wo sie durch Verdunstung und den Kontakt mit durch den Wind angewehte Tonpartikel eine lackartige Versiegelung bilden.



Diese natürlichen Limonit-Vorkommen wurden schon seit der Eisenzeit - also schon mehrere Hundert Jahre vor Christus - zur Verhüttung in Rennöfen als Eisenerz zur Fertigung von Roheisen genutzt. Dieses wurde wiederum zu Schmuck, Werkzeug oder Waffen weiterverarbeitet.




Aufgaben:

Ich habe im Listing drei Wegpunkte hinterlegt, an denen man Eisenschwartenbruchstücke finden kann. Sucht Euch einen oder mehrere dieser Stücke aus.

1. Beschreibt einmal (subjektiv) die Beschaffenheit Eures Fundes! Habt Ihr ein Exemplar mit Wüstenlack gewählt, oder ohne? Geht bei der Beschreibung insbesondere auf die Oberflächenstruktur, Färbung, Gewicht und Bruchfestigkeit ein!

2. Aus den Eisenschwarten haben bereits die Germanen Eisen gewonnen. Prüft mit einem Magneten, ob der Eisengehalt in Eurem Bruchstück hoch genug ist, als dass eine magnetische Anziehung feststellbar ist!

Die Antworten übermittelt Ihr mir vorzugsweise über das Message-Center, alternativ per email. Geloggt werden darf direkt nach dem Absenden der Nachricht, sollte etwas falsch sein, würde ich mich melden.

3. Macht ein Foto von Euch, Eurem GPSr oder einem Maskottchen zusammen mit dem schönsten Stück Eisenschwarte, das Ihr finden konntet, und fügt es Eurem Log bei!


Quellen: Die Verwitterungslehre und ihre Klimatologischen Grundlagen herausgegeben von E. Blanck, K. Knoch, K. Rehorst, G. Schellenberg, J. Schubert, E. Wasmund; Entstehung der Eisenschwarten in den Kreidesanden Westfalens von Hildegard Dahm-Arens; www.mineralienatlas.de; eigenes Bildmaterial

Additional Hints (No hints available.)