Erste urkundliche Erwähnung über das Puchheim-Lehengut Reitzenschlag haben wir aus dem Jahre 1343, wo Kathrei, die Witwe des „Försters von Reitzenschlag“ dem Andre Fuchs Burggraf von Litschau das „Haus und Dorf Reitzschlag“ samt der beiden Dorfstätten zu „Walkhers“ und „Purkhers“ verkauft.
Von 1587-1620 werden die Freiherren Morakschy von Noskau kurzzeitig mit dem Gut Reitzenschlag belehnt. Nach der schweren Beschädigung des Schlosses im 30-jährigen Krieg um 1619 wurde das Gebäude von Jeremias Peugen-Payger, die das Lehen von 1420 bis 1686 in Händen hatten, wieder instand gesetzt. Die ehemalige hausbergähnliche Burganlage mit dem Wassergraben sowie Meierhof befand sich im Bereich der jetzigen Häuser Nr. 31, 11, 43 und ist auf dem Kupferstich von Georg Matthäus Vischer aus dem Jahre 1672 gut erkennbar.
Unter schwersten körperlichen Anstrengungen hatten die Ansiedler den Urwald gerodet und eine Waldgrafschaft mit einem angesehenen kleinadeligen Förster als Gutsherren errichtet. Heute zeugt nur mehr ein repräsentatives Wohnhaus von dieser einstigen Pracht.