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Summ Summ Summ, Bienchem summ herum Traditional Cache

Hidden : 4/20/2019
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Hier ist gerade ein Wildbienengarten am wachsen und gedeihen, welcher vom NABU Wiesloch in Zusammenarbeit mit der Stadt Wiesloch angelegt wurde. Die Idee und Ausführung gefallen mir so gut, dass ich hier ein Döschen versteckt habe, um viele Geocacher aus nah und fern auf diese tolle Location aufmerksam zu machen.

Wer sich für die Wildbienen interessiert, ist eingeladen, dieses Listing weiter zu lesen, allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Suchen und Loggen. wink

Bitte geht diesen Cache nur tagsüber an und, sollte gerade am Friedhof nebenan eine Beerdigung stattfinden, kommt bitte aus Pietätsgründen an einem anderen Tag!

Warum brauchen Wildbienen einen Garten?

Wildbienen – zu denen auch die Hummeln zählen – waren in Baden-Württemberg ursprünglich mit ca. 560 Arten vertreten. 13 Arten sind bereits bei uns ausgestorben oder stehen unmittelbar davor, nur jede dritte Art ist nicht gefährdet. Gefährdet heißt: die Bestände nehmen seit vielen Jahren kontinuierlich ab. Wenn sich nichts ändert, verschwinden auch diese Arten bei uns. Die Situation ist bei Vögeln, Schmetterlingen und anderen Tiergruppen nicht anders, und sie ist alarmierend: neben der sichtbaren Verarmung unserer Landschaften ist völlig offen, welche ökologischen und ökonomischen Folgen dieses Verschwinden und Aussterben wildlebender Tierarten hat. Daher ist der Rückgang der Insektenpopulationen in den letzten Monaten auch ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

Was sind die Gefährdungsursachen: Es sind dies im Wesentlichen der Verlust der Lebensräume, das Verschwinden der Wildbienen-Futterpflanzen, die in der Landwirtschaft eingesetzten Insekten- und Unkraut-Vernichtungsmittel, und die Überdüngung. Flurbereinigte und konventionell bewirtschaftete Fluren sind blütenarm, und  das ist auch kein Wunder: jeder Quadratmeter soll genutzt werden, die eingesetzten „Pflanzenschutzmittel“ sollen ja Insekten und Wild-kräuter beseitigen.

Bei den Wildbienen kommt als Gefährdungsursache die enge Bindung hinzu, die 1/3 unserer Arten an ganz bestimmte Pflanzenfamilien oder –arten haben: nur mit dem Blütenstaub ganz bestimmter Pflanzengattungen oder –familien sind sie in der Lage, ihre Brut aufzuziehen. Wenn die entsprechenden Pflanzen – z.B. die Vertreter der Familie der Glockenblumen oder die Zaunrübe - verschwinden, verschwinden unweigerlich auch die Wildbienenarten, die nur an diesen Pflanzen Pollen zur Versorgung ihrer Brut sammeln.

Man mag sich fragen: Warum ist das so, warum weichen die Weibchen dieser Arten nicht auf anderen, verfügbaren Pollen noch vorhandener Pflanzenarten aus? Die Antwort ist einfach: in der Evolution gibt es kein Zurück. Eine einmal erworbene Spezialisierung bindet die Insektenart „auf Gedeih und Verderb“ an die entsprechende Pflanze oder Pflanzenfamilie. Verschwindet diese, ist es in der entsprechenden Landschaft auch für die Insektenart vorbei.

Was können wir tun, und was ist im Wildbienengarten Schatthausen geplant?

  • Mit Blütenvielfalt können wir für „Tankstellen“ sorgen, an denen sich die erwachsenen Wildbienen mit Energie in Form von Nektar versorgen können.
  • Mit Böschungen, offenen Bodenflächen und Hohlräumen können wir ihnen die Möglichkeit bieten, ihr Brutnest auf ihre artspezifische Weise anzulegen.
  • Mit der Anpflanzung einiger selten gewordener Pflanzenarten können wir den auf diese Pflanzen spezialisierten Wildbienenarten die Chance geben, hier Pollen zur Versorgung ihrer Brut zu sammeln und so für den Fortbestand der Population zu sorgen.

Warum soll der geplante Garten auch Lern- und Erholungsort sein?

Der ökologische Effekt eines nur 80 m2 großen Gartens ist natürlich begrenzt: er kann nur einen winzigen Bruchteil des Verlustes an Strukturvielfalt und Artenreichtum auf Wiesen und im Ackerbau ersetzen, der seit Jahrzehnten die Wildbienenbestände in Deutschland dezimiert. Wenn aber ein solcher Garten Naturbewusstsein stärkt und zur Nachahmung animiert, erweitert er seine ökologische Wirksamkeit. Daher soll der geplante Garten Begegnungs- und Lernort sein. Jedermann wird dort zur ruhigen Naturbeobachtung eingeladen, der Garten soll immer zugänglich sein. Darüber hinaus kann und wird der NABU öffentlich zu Erlebnistouren in den Wildbienengarten einladen.

Von der Anlage und Pflege der Nistmöglichkeiten verspricht sich der NABU eine tatsächlich auch beobachtbare Verbesserung der Lebensmöglichkeiten spezialisierter Arten. Der NABU plant daher die Erfassung der vorkommenden Arten vor und nach der Gartenanlage; ggf. wird dieses Monitoring auch zur Optimierung der Anlage genutzt werden.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte: Am 12. Juli 2019 um 15:00 wird er offiziell eröffnet und dann soll dort auch eine Schautafel mit ausführlichen Informtionen aufgestellt werden.

Additional Hints (Decrypt)

fhzz fhzz fhzz

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)