Diese Tradi-Serie soll euch durch die Ortsteile der Einheitsgemeinde Mülsen führen. Ich habe hier einige historische und aktuelle Fakten zusammengetragen.
Mülsen lässt sich auch gut mit dem Rad erkunden, damit könnt ihr etwas für eure Fitness und Statistik tun.
Viel Spaß beim Suchen!
Merkt euch unbedingt die Bonuszahlen gut, es gibt noch einen Extrapunkt!
Ich versuche alle Verstecke fair zu gestalten, beachtet die Hints, schließlich soll hier der Spaß in Vordergrund stehen.
Bitte alles wieder gut tarnen und keine Spoiler in die Logs schreiben.
Na dann, HAPPY HUNTING!
Gemeinde Mülsen: Wulm & Berthelsdorf
Wulm/Berthelsdorf - die kleinsten Ortsteile in der Gemeinde Mülsen
Wulm wird erstmals 1219 im Band 1 des „Codex diplomaticus Saxoniae
regiae“ erwähnt. Von „Vulmin Duo“ (slawischer Rundling) wird hier erst-
mals geschrieben. Das bedeutet ein Ort, wo der Fluß die Wellen schlägt.
Ob mit „Wulm Duo“ einst das heutige „Kleinwulm“ oder „Vorwulm“, das
kurz vor Schlunzig liegt gemeint ist, wird sich wohl nur schwer klären las-
sen.
Heute leben in Wulm 131 und in Berthelsdorf 62 Einwohner auf einer
Fläche von ca. 250 Hektar.
In Wulm/Berthelsdorf war schon immer die Landwirtschaft vorherrschend,
ohne Gewerbe und ohne Einkaufseinrichtungen. Nach der Wende hat
sich in Wulm/Berthelsdorf etwas Gewerbe angesiedelt. Im Ort gibt es seit
dem 18. Jahrhundert den Gasthof „Drei Linden“ und seit Mitte der 90’er
Jahre die Pension „Elke“ mit 15 Betten und Bewirtung.
Von der Höhe herab verläuft die „Schaftreibe“, auf der man die herr-
schaftlichen Rittergutsherden zur Tränke führte. Der Weg ist ein Stück
einer uralten Höhen- und Handelsstraße. Durch Verfügung wurde mit
Wirkung vom 1. April 1938 aus den beiden im Bereich der Amtshaupt-
mannschaft Glauchau liegenden Orte Wulm und Berthelsdorf eine Ge-
meinde gebildet. Der eingemeindete Ortsteil Berthelsdorf durfte seinen
Namen weiterhin tragen. Letzterer wird erst 1493 im Schönburgischen
Erbzinsregister erwähnt. Im historischen Dorfkern des sicher ältesten
Gemeindeteils Wulm haben sich wertvolle, teilweise denkmalgeschützte
Fachwerkbauten erhalten.
Am steilen rechten Muldeufer und die bebaute Ortsflur begrenzend, be-
findet sich das rund 500 Meter lange Flächennaturdenkmal „Wulmer
Hang“. Oft noch steiler als 45 Grad, liegt der Geländeteil mit aufliegen-
dem Lößlehm über dem Rotliegenden. Durch die Steillage ist der Grund
nur schwer zugänglich und so blieb ein Stück fast unberührte Natur erhal-
ten.
Nachdem das „vereinte Wulm“ seit 1952 zum Landkreis Zwickau gehör-
te, war der nahe der Mündung des Mülsenbaches gelegene Ortsteil der
nördlichste im Zwickauer Landkreis und zudem auch der, mit 229 Meter
über Meereshöhe, am tiefsten gelegene, dieses Territoriums. Hier war
auch die Haltestelle „Wulm“ der Schmalspurbahn Mosel-Ortmannsdorf.
Mit der Stillegung dieser Strecke im Mai 1951 ging ein großes Stück Tra-
dition zu Ende. Seit dem und bis heute ist Wulm mit öffentlichen
Verkehrsmitteln nicht mehr zu erreichen.
Wenn ihr alle Caches der Serie Mülsner Ortsteile gefunden habt, gibt's auch noch einen Bonus: GC86XK8, also schön die im Logbuch stehende Bonuszahl notieren.