Dies ist nach über 10-jährigem Cacherleben mein erster selbst gelegter cache.Nichts spektakuläres.
Das Gessental
Das Gessental ist ein ca. 7 km langes Seitental der Weißen Elster und reicht von der Ronneburger Hochfläche bis zur tiefer gelegenen Elsteraue bei Gera-Pforten. Bis zu 70 m tief ist das Bachtal mit seinem Nebenbach, dem Lammsbach, in die umgebene Landschaft eingeschnitten. 2007 hat das Gessental als grüne Spange die Ausstellungsbereiche der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg auf bisher einmalige Weise verbunden. Inmitten des von Landwirtschaft geprägten Gebietes hat sich auf Grund jahrtausendlanger menschlicher Siedlungstätigkeit eine vielgestaltige Kulturlandschaft erhalten. Steil abfallende felsige oder naturnah bewaldete Hänge wechseln mit wärmeliebenden Pflanzenarten auf Magerrasen und in lichten Hecken. In der Talaue schlängelt sich der Gessenbach, gesäumt von knorrigen und jungen Kopfweiden.Die bemerkenswerte Vielfalt des Tales zeigt sich heute in 34 verschiedenen Biotoptypen auf nur 3 – 4 km² Fläche mit über 400 Pflanzenarten, über 600 Käfer-, über 400 Schmetterlingsarten und 82 Brutvogelarten.Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts galt das Tal des Gessenbaches als eines der landschaftlich reizvollsten Gebiete in unmittelbarer Umgebung der damaligen Kurstadt Ronneburg und der fürstlichen Residenzstadt Gera. Beliebt waren Wanderungen zwischen beiden Städten. Sie führten durch alte dörfliche Siedlungen wie Collis und Gessen und vorbei an einer Vielzahl von Wassermühlen. Zwischen 1947 und 1990 wurden oberes und z. T. mittleres Gessental durch den Uranerzbergbau völlig verändert. Die Dörfer Schmirchau und Gessen verschwanden durch den Bau des Lichtenberger Tagebaues, in das Gewässersystem wurde massiv eingegriffen.Die sprunghafte Entwicklung im ostthüringisch-westsächsischen Industriegebiet ab Mitte des 19. Jahrhunderts erforderte dringend eine Verbesserung der Transportmöglichkeiten durch den Bau einer neuen Eisenbahnlinie zwischen beiden Regionen.Mit der Entwicklung des Uranerzbergbaues um Ronneburg und im oberen Gessental wurde die Bahnlinie zwischen 1952 und 1990 zum täglichen Tranportmittel für eine große Zahl von Bergarbeitern zu den Ronneburger Schächten. Allerdings machte sich bereits 1966 eine Streckenverlegung der „Gessental-Bahn“ durch den Lammsbachgrund erforderlich. Durch Rutschung der Nordhalde wurde die Ortschaft Gessen z. T. verschüttet und die Verlegung der Bahnlinie unumgänglich.Der erforderliche Neubau von Bahndämmen für die neue Streckenführung riegelt seit 1968 das Gessental ab und veränderte dessen Charakter wesentlich. Erst im Rahmen der Gestaltung der Neuen Landschaft zur Bundesgartenschau Gera und Ronneburg 2007 wurde das Gessental im Oktober 2004 durch Brückenbau und Bahndammöffnung wieder durchgängig begehbar.
(Quelle: Sonderausstellung des Museums für Naturkunde der Stadt Gera)
Zum Cache:
Er befindet sich auf dem alten Bahndamm der Gera-Gößnitzer Bahnstrecke. Bitte die angegebenen Parkkoordinaten benutzen und Vorsicht beim überqueren der Straße Gobsdorf- Kauern.