Kinderdorf Pestalozzi
Angesichts der Folgen des Zweiten Weltkrieges und des Elends der Kriegskinder und Kriegswaisen rief der Schriftsteller Walter Robert Corti in der Kulturzeitschrift Du vom August 1944 mit dem Artikel «Ein Dorf für die leidenden Kinder» zur Gründung eines Dorfes für Kriegskinder auf. Das Echo war gross und 1945 konnte die «Vereinigung Kinderdorf Pestalozzi» gegründet werden. Bald bildete sich um Walter Robert Corti ein Netz an Gleichgesinnten. Den ideellen Grundriss erhielt das Kinderdorf Pestalozzi hauptsächlich durch die Begegnung zwischen Walter Robert Corti und Elisabeth Rotten. Zur Gründergruppe gehörten neben Corti und Rotten auch Marie Meierhofer, welche sich der ärztlichen Betreuung und der Beaufsichtigung der «Hereinnahme der Kinder» annahm, während Hans Fischli für die Architektonik und Baupläne verantwortlich war und Edwin Arnet sich als Redaktor der Neuen Zürcher Zeitung in der Öffentlichkeitsarbeit betätigte.Die Gemeinde Trogen stellte Land zur Verfügung. Das Echo, das Walter Robert Cortis Aufruf für den Bau eines Kinderdorfes 1944 auslöste, veränderte sein Leben schlagartig und nachhaltig. Das Kinderdorf wurde zu seinem Lebenswerk, obwohl es eigentlich ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Verwirklichung eines anderen Plans sein sollte: Corti hatte davon geträumt, eine internationale Gelehrtensiedlung, eine Akademie für ethische Forschung, ins Leben zu rufen. Sein Traum gedieh bis hin zu den Bauplänen und scheiterte letztlich an den fehlenden finanziellen Mitteln. Am 28. April 1946 fand die Grundsteinlegung zum Bau der ersten Häuser statt. Freiwillige Helfer aus verschiedenen Ländern halfen beim Aufbau der Häuser mit. Die ersten Kinder, die ins Kinderdorf kamen, stammten aus den Kriegsgebieten Europas: Frankreich, Polen, Österreich, Ungarn, Deutschland, Italien, Finnland, Griechenland und England. Der Berner Primarlehrer Arthur Bill leitete das neu gegründete Kinderdorf als Hausvater und Lehrer zusammen mit seiner Frau Berta Bill während 25 Jahren (1947 bis 1972). Er formulierte die beiden Hauptziele des Kinderdorfes folgendermassen: Es will dem verlassenen notleidenden Kind eine Heimstätte bieten, in der es in familienähnlicher Geborgenheit all das findet, was zu seiner harmonischen Entwicklung erforderlich ist. Es will ein Dorf sein, in dem sich Kinder, Jugendliche und Erzieher aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu einer Nachbarschaft und zu gemeinsamem Tun finden können, das sie über alles Trennende der Sprache, des Glaubens und des Herkommens hinweg das Gemeinsame, das Allgemeinmenschliche als tragendes Bauelement der kleinen Völkergemeinschaft erleben lässt. In jedem Haus lebten Kinder aus demselben Land, die von einem Hausvater und Lehrer des betreffenden Landes betreut und in ihrer Kultur unterrichtet wurden. Gemeinsame Anlässe oder Wettkämpfe wurden so gestaltet, dass sich die einzelnen Gruppen immer aus verschiedenen Nationalitäten zusammensetzten. Von Anfang an gab es einen engen Erfahrungs- und Kinderaustausch sowie gemeinsame Bildungskurse mit dem am 1. Mai 1946 von Margherita Zoebeli in Rimini gegründeten Centro educativo italo-svizzero (CEIS). Eines ihrer gemeinsamen Anliegen war, sich gegen die Ausgrenzung der Schwächeren und für ihre volle Akzeptanz einzusetzen.[2] Das Stiftungsratsmitglied, Emma Eichenberger, wurde zur mütterlichen Freundin der Kinder, sorgte für Herangewachsene, die sich zur Weiterbildung in ihrer Nähe aufhielten und nahm sie im eigenen Heim auf. Sie gehörte zu den Organisatoren, die ab 1954 jeden Sommer im Trogener Kinderdorf eine internationale Lehrertagung nach dem Vorbild des Internationalen Arbeitskreises Sonnenberg durchführten. Mit 20 tibetischen Flüchtlingskindern wurde 1960 die erste Kindergruppe aus einem aussereuropäischen Kulturkreis aufgenommen.
Bitte das Pestalozzi Dorf nur bei Tag besuchen.
Zum Cache: Begebt Euch zu den Ankerkoords , hier habt Ihr einen grafischen Überblick über das Kinderdorf. Nun geht es auf einen kleinen Spaziergang durchs Dorf und unterwegs macht Ihr 4 Fotos mit Eurem Nicknamen drauf. Das erste Foto beim Bärendenkmal und die 3 weiteren bei einem der zahlreichen Häuser, auf dem Bild sollte jeweils der Name des Hauses zu sehen sein. (Namenstafel mit Eurem Nickname). Beim Haus 10 seht Ihr an der Tafel die zahlreichen Namen dieses Hauses, einen von diesen Namen muss in Eurem Logeintrag stehen.
Nun wünsche Ich Euch einen kurzweiligen Spaziergang durchs Kinderdorf
Gruss popfex

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